TYPHOON MOTOR DUDES, EDGAR R. / 25.12.11 – Kiel, Schaubude

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Weihnachtszeit – eigentlich mit vielen negativen Dingen verbunden. Aber eine gute Tradition sind die zahlreichen sehenswerten Konzerte, die an den Festtagen (bzw. drumherum) stattfinden. So sind TYPHOON MOTOR DUDES und KEINE ZÄHNE IM MAUL IM MAUL ABER LA PALOMA PFEIFEN nur zwei der Bands, welche dieses Jahr live in der Bude zu bestaunen sind.

Und da Ole wieder in Schleswig wohnt, hat er von dort gleich eine heiße neue Band mitgebracht: EDGAR R. bestehen aus lediglich zwei Typen, die in der Besetzung Gitarre/Gesang sowie Schlagzeug/Gesang zocken. Ich weiß nicht, ob das Fehlen eines Basses eine Notlösung ist oder bewusste Entscheidung. Jedenfalls haben EDGAR R. überzeugende Songs am Start, denen es Spaß macht, zuzuhören. Immer wieder fallen nette Ideen im Arrangement auf, zweistimmige Gesänge bohren sich mittels eingängiger Refrains in die Lauscher, wobei das Ganze auch nicht zu harmlos klingt. Genre? Zwischen Punkrock Marke Rachut und Indie, würd ich als Stilbezeichnung spontan aus der Hüfte schießen. Man darf gespannt sein, wie sich EDGAR R. weiterentwickeln, der Gesamtvortrag wird sicher noch an Souveränität gewinnen, überzeugt aber bereits jetzt weitestgehend.

Die Bude ist jetzt angenehm gefüllt. Es gelingt den TYPHOON MOTOR DUDES mit der Zeit, den budentypischen leeren Halbkreis vor der Bühne mit Tänzer_innen zu füllen. Es gibt aber auch einen Sack voll Hits, bei denen einfach mindestens die Bierpulle gen Decke strecken und mitgröhlen MUSS. So zum Beispiel die Oldies „Torn“ und „One Bullet“ (von der geilen Split-10“ mit den FYREDOGS) oder „Balls & Rock’n’Roll“, „Common Loser“, „The Recruitment“, „Back For More“ etc.. Ich freu mich ja auch immer über ‘nen eingestreuten ED-RANDOM-Song, „The Guy Who’s Known As Ed“ ist auch einer der Stimmungshöhepunkte (mal ganz nebenbei: Wie wäre es mal mit ein, zwei ED-RANDOM-Shows? Eigentlich schuldet die Band uns noch eine Art Abschiedskonzert!), ebenso wie das von den MEYER GIRLS herübergebeamte SLOPPY-SECONDS-Cover „Janie Is A Nazi“. Nach all den TMD-Reviews hier bei Dremu ist es fast überflüssig zu erwähnen, dass die Chöre mal wieder 1A sitzen, Micha herrlichste Grimassen schneidet und man sich nach dem Konzert bereits aufs nächste Gastspiel der Band freut.

Kommentare   

+1 #2 bockfred 2011-12-29 22:04
der bass bei edgar r. fehlte wirklich, das klingt vom sound her dann halt schon sehr dünn. würde mich interessieren wie das mit bass klingt, im grunde genommen waren die songs nämlich ganz gut.
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+1 #1 sick 2011-12-29 17:54
edgar r. sind bewußt nur zu zweit und wollen auch so weitermachen. war mein einziger kritikpunkt, zu dem ich die band natürlich befragen mußte.

ed random shows wären DER hammer!! ich bin dafür, dass wir jetzt alle die jungs kräftig nerven mit diesem thema bis wir sie wieder auf der bühne haben!!!!!
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