AARON HELLVIS "Dancefloor on Fire" (Eigenproduktion)

Was passiert, wenn man Klischees zum Kult und zur Grundlage des eigenen Handelns ernennt? 

Im besten Fall kommt etwas heraus, was die Klischees parodiert und eigenen Elemente einbringt, die dann als Gesamtpaket auch ohne den parodistischen Anteil Spass macht.

Dieses Kunststück versuchen AARON HELLVIS auf ihrer Punk'n'Roll Blaupause "Dancefloor on Fire" hinzubekommen. So hört man auf dem Debut, das mit der üblichen Ikonographie des Genres spielt (Tatoos, Flammen, alte amerikanische Autos), vieles Bekanntes, was mit einem fetten Gitarrensound einherkommt. Der Gesang steuert als besondere Note insbesondere in den melodiöseren Parts den - man ahnt es kaum - Elvis Howl bei, der aber teilweise auch in aggressiverem Gesang mündet. Das wirkt nicht aufgesetzt, die vier Eutiner (Kieler/Lübecker) haben das Ganze zu einem einheitlichen Konglomerat geschmiedet.

Dabei verlieren AARONHELLVIS über die gesamte Spiellänge nicht das Augenzwinkern, was auch Titel wie "Highway Hellcat" oder "RnR all night long" und Hardrockeinsprengel (insbesondere das Rob Halford Zitat am Anfang von "Prison Yard Riot") eindrucksvoll belegen. Die Balance aus Spass und einer gewissen Ernsthaftigkeit ist gelungen, und so macht "Dancefloor on Fire" Spass, auch ohne den Anspruch zu erheben, selbst zu einer Referenz zu werden.



'Ne hübsche Homepage haben die Jungs zudem, also bitte anchecken:
www.aaronhellvis.de

Eingereicht von Matt

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