Reviews

ELDER – Reflections of a Floating World (CD, Stickman)

ELDER – Reflections of a Floating World

Mit Reflections of a Floating World legt die aus Bosten stammende Band bereits ihr viertes Album vor. Der in den Anfangstagen der Band noch stark vorhandene Hang zum Stoner-Rock ist noch etwas mehr in den Hintergrund gerückt und wurde durch Prog-Rock und psychedelische Elemente ersetzt. Die 6 Songs auf Reflections of a Floating World bewegen sich daher überwiegend im Mid-Tempo-Bereich und laden in vielen Passagen zum Augen schließen und träumen ein.

Die 6 Songs sind sehr Abwechslungsreich arrangiert. Trotzdem wirken die Songs stets kompakt und wie aus einem Guss gespielt. Hervorzuheben ist noch die ideenreiche und verspielte Gitarrenarbeit von Gitarrist Nick DiSalvo, die sich angenehm vielen stumpfen Gitarrenparts einiger Genre-Kollegen abhebt.

Mit Reflections of a Floating World präsentieren ELDER ein Album, das perfekt in die bevorstehende kalte und dunkle Jahreszeit passt und gerade bei Kerzenschein und / oder einem Kaminfeuer seine volle Wirkung entfalten kann.

Um einen Eindruck von der Platte zu erhalten gibt es hier noch eine Hörprobe.

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Eingereicht von M.Strecker

KHON - "Where The Demons Play" (Khonspiracy Music, 2017)

4.335

KHON

Das aus Zürich stammende Stoner- Quartett kommt mit einer äußerst fetten Produktion um die Ecke. 
Billig klingt das nicht und so braten KHON mit sattem Klampfensound. Das gesamte Klangbild ist äußerst fett. Auch der Frontmann klingt versiert und vielseitig und vor allem kann der Herr sein Hand- oder in diesem Falle Stimmwerk. 
Langsam wabernd schleicht sich 'Psycho' heran. Und tragend dazu der Gesang von Mac Oberholzer, dessen Stimme facettenreich ist und sich qualitativ automatisch im Vordergrund präsentiert. Richtig cooler Opener.
'Overself' hat leicht poppige Attitüden und kommt tanzbar daher. Tut nix zu Sache, denn was eben noch frisch akzentuiert rüberkommt, wird im Mittelteil n büschn härter, ohne die Hook ausser Acht zu lassen. Mein Favourit 'Lightning' kommt wieder schwer atmend, lässig rüber. Wirklich sehr geil, was KHON in bisher drei gehörten Songs entfachen. Wenn die livetechnisch genauso braten, dann ist gute Laune vorprogrammiert. Gesangstechnisch werde ich an Chris Robinson erinnert. Doch mukketechnisch ist es ne Nummer härter. Der Klampfer hat geile Ideen und reitet seine Axt wie Lord Nelson das Muli!
'Where the demons play' hat Stadion-Rock-Qualitäten. Schön langsam, sägend, rollen KHON auf dich zu. Die 4 Knaller haben Ohrwurmcharakter und überzeugen mich, in nächster Zeit nach einer Langrille Ausschau zu halten. 
Nicht schlecht, Leute!
Eingereicht von Dirk Däzzrock

BONE MAN - "III" (Pink Tank Records, 2017)

3.255

BONE MAN agieren präzise und gelassen zugleich. Das aus Kiel stammende Trio lässt sich schwer in eine Schublade stecken. Auf ihrem neuen Longplayer höre ich zu gewohnten Klängen mittlerweile auch Einflüsse aus Prog und Pop. Der Gesang steht mehr im Vordergrund als bei voherigen Arbeiten. Alles klingt klarer und risikobereiter. Die Herren wollen es wohl nun endlich wissen.

Bone Man

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Eingereicht von Dirk Däzzrock

DIVIDE - "Lazarus Pit" (2016, Eigenproduktion)

4.85

DIVIDE

Dieses kleine runde Ding, welches als schön aufgemachtes Digipack von DIVIDE auf den Markt geworfen wird, beinhaltet vier Songs der alten Schule des Todesbleis. Produktion ist aber verdammt fett ausgefallen. Stimmlich liegt das versiert tiefe Gegrunze von Sänger Daniel zwischen Glen Benton, Peter Tägtgren oder Mark 'Barney' Greenway. Die Drums bollern kontinuierlich Mosh-Doublebass-Attacken bis nach Meppen.

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Eingereicht von Dirk Däzzrock

Spidergawd - "IV" (Crispin Glover Records)

3.675

Spidergawd


Bereits im Februar 2017 ist das vierte Album der Norweger Spidergawd erschienen und ich komme leider erst jetzt dazu, diese großartige Platte mit einem kurzen Review zu würdigen. Die ersten drei Veröffentlichungen der Band gefallen mir richtig gut und stellen schon klar, dass Spidergawd mehr als nur ein Nebenprojekt der Motorphsycho-Rhythmus-Sektion sind. Was Spidergawd mit IV abgeliefert haben, übertrifft meine positiven Erwartungen um Längen. Die Band ist sich zwar treu geblieben und musikalisch im 70s Rock verwurzelt geblieben und die Blues-Einflüsse sind nach wie vor vorhanden, aber es sind ein paar Härtegrade dazu gekommen und das gefällt mir richtig gut und passt der Band wie A... auf Eimer. In dem Info zu der Platte wird zwar von New Wave Of British Heavy Metal-Einflüssen gesprochen und das stimmt auch, aber gerade einige Gesangslinien von Per Borten erinnern mich an W.A.S.P. zu ihren besten Zeiten.

Trotz der zuvor genannten Einflüsse ist IV ein eigenständiges Album, dass modernen und abwechslungsreichen Hard Rock bietet, der mit Sicherheit viele Dremuleser / innen genauso begeistern wird wie mich.
Eingereicht von M.Strecker

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