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Kategorie: Ankündigungen & Termine
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Veröffentlicht: Donnerstag, 07. Juli 2011 16:16
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Geschrieben von toffi
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Zugriffe: 476

Wer hinter dem Namen der Texaner eine alles vernichtende Brutalocore-Knüppelkombo vermutet und jetzt schonmal sabbernd mit Stretching-Übungen für den Pit beginnt ist völlig falsch unterwegs und sollte die Jungs vermutlich auch eher meiden. THIS WILL DESTROY YOU fahren mit atmosphärischem Postrock und Ambient-Sound auf, ruhige abschweifende Instrumental-Biester, die sich von Minute über Minute immer weiter auspacken und entfalten. Musik zum reinsetzten und tiefenentspannt drin herumdümpeln, wie ne perfekt temperierte Badewanne die nicht kalt wird. MOGWAI sollten als stilistischer Vergleich klargehen...
Eintritt: 15.00 € | Eintritt VVK: 12.00 € | Open: 20:00 | Start: 21:00
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Kategorie: Tonträger Reviews
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Veröffentlicht: Mittwoch, 06. Juli 2011 15:10
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Geschrieben von Philipp Wolter
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Zugriffe: 1743

THE ATMOSFEAR aus Göttingen knallen uns hier bereits die
siebte VÖ um die Ohren, wenn man frühe Demos mitzählt.
Bereits beim ersten Hördurchgang offenbart sich die Qualität
dieses Albums. Die Scheibe hat tatsächlich alles, was man sich im Optimalfall
von einer D.I.Y./Underground-CD erhoffen darf: eine natürlich klingende, aber
fette Produktion; eine klar definierte Richtung (Death/Thrash), die jedoch
erstaunlich viel Abwechslung und Feinheiten zulässt; sowie einen Brüllwürfel,
der sein Mikro aufs vortrefflichste zu atomisieren versteht!
Besonders der Gesang ist es auch, der „The World Is Grey“
aus einem Universum an monatlich erscheinenden Metalplatten hervorhebt. Der Typ
brüllt, grunzt und schreit, dass es mir wirklich wiederholt ein angenehmes
Prickeln auf der Kopfhaut beschert (untrügliches Zeichen für ‘ne gute Band bei
mir!) – der Typ hat so richtig Speck auf den Stimmbändern. Einziger Kritikpunkt.
Die Gesangslinien sind mir teilweise etwas zu sehr „all four to the floor“,
könnten sich stärker von den instrumentalen Vorgaben lösen.
Wie gesagt lassen sich THE ATMOSFEAR zwar auf Variationen
ein – akustische Parts, Blastbeats, Tempiwechsel – verlieren dabei aber nie den
roten Faden und beweisen guten Geschmack, indem sie z.B. zu keinem Zeitpunkt
trendorientiert oder gezwungen klingen. Kein Gefrickel, kein clean Gesang,
keine abgeschmackten Breakdowns. Man könnte auch sagen: THE ATMOSFEAR greifen
mit beiden Händen ins pralle Metalleben und ziehen ihr eigenes Ding durch, ohne
ein gewisses Traditionsbewusstsein missen zu lassen.
Textlich gibt man sich keinen Gewaltfantasien oder so hin,
sondern zeigt kritisches Bewusstsein (lese beispielsweise „Corruption“, „Piece
Of Planet“ oder „The World Is Grey“).
Schönes Booklet auch, auf dessen zahlreichen Fotos man
diverse Underground-Hackfressen wiedererkennt, hehe.
http://www.the-atmosfear.de