Like0
Dislike0
- Details
-
Kategorie: Tonträger Reviews
-
Veröffentlicht: Mittwoch, 08. Juni 2011 18:11
-
Geschrieben von Joy Boy (kursiv) & Philipp
-
Zugriffe: 5909

Joy Boy (kursiv) & Philipp
Bevor
ich loslege, warne ich schon mal vor, dass dieses Review natürlich stellenweise
in schamlose Werbung ausarten wird. Immerhin geht es hier um ausschließlich das
nähere Dremu Umfeld, welches bekanntlich keine Gelegenheit auslässt um sich
unter Ausblendung jeglicher negativer Eindrücke mit Vorliebe gegenseitig den
Bauch zu pinseln. Dazu kommt, dass ich an acht der siebzehn Songs des Samplers
irgendwie beteiligt gewesen bin. Dazu wird auch noch ein Song meiner ehemaligen
Band gecovert und ich war Teil des Getümmels in der Pumpe, ohne dessen
Mitarbeit der „Bonustrack“ der Platte sicherlich niemals in so unsterblicher
Schönheit hätte entstehen können. Damit nicht ganz so offensichtlich wird, dass
ich hier im Grunde meine EIGENE Platte abfeiere (oh Gott!!), teile ich mir die
Bürde des Tabubruchs einfach mit Philipp…
JoyBoys erste Reaktion auf die Frage, wer
eine Rezension zu diesem Sampler verfassen könnte, lautete: „Wer könnte das
ohne Selbstbeweihräucherung tun?“. Letztlich wurde uns aber bewusst,
dass wir erst gar nicht versuchen müssen, irgendeine Art Objektivität
vorzutäuschen. Und wenn wir das Prinzip knallhart einhalten würden, nicht über
Aktivitäten von guten Bekannten zu berichten, könnten wir nicht über Wilwarin,
Rd-Rock, Rotten-Sprotten—Konzis etc. schreiben…
Wem
das Konzept des Samplers nicht bekannt sein sollte – auf dem Sampler sind acht
Kieler (bzw. Rendsburger) Bands vertreten, die jeweils zwei unveröffentlichte
Aufnahmen beisteuern, von denen eine eine Coverversion einer anderen Kieler
Band ist. Als Bonus wurde der bisher unveröffentlichte Song „Send 'em to the
Bottom“ von BONEHOUSE, in einer Liveaufnahme vom Abschiedskonzert 2006 in der
Pumpe aus den Archiven von Filetstück Produktionen geplündert. Der Song ist
nicht hundertprozentig charakteristisch für die Band, da hier Christian Bahr am
Schlagzeug saß, was man an einigen Stellen deutlich hört. Außerdem hat das Lied
an einigen Stellen keinen Text, was sich aber nicht so viel anders anhört als bei
anderen Bonehouse-Songs. Trotzdem ein absoluter Glücksfall, dass das Ding noch
mal das Tageslicht erblickt. Ein bestens konserviertes Stück der Macht von
BONEHOUSE.
Like0
Dislike0
- Details
-
Kategorie: Tonträger Reviews
-
Veröffentlicht: Mittwoch, 08. Juni 2011 06:24
-
Geschrieben von Matt
-
Zugriffe: 1373

Eine weitere Hamburger Band stellt sich hier mit BRAIN DEAD vor. Hab ich bei dem Cover (u.a. mit der Band als Comicfiguren, deren Hirnstöme Nulllinien ausweisen) noch gedacht, "ohauehaueha, das sieht ja nach Protosaufpunk aus", musste ich mich eines Besseren belehren lassen.
Denn BRAIN DEAD sind eine durchaus ernzunehmende Band, die ihre Wurzeln im Punkbereich hat und meisten im Uptempobereich agiert.
Meistens - denn so richtig interessant wird es immer dann, wenn BRAIN DEAD die Offbeat-Keule rausholen und sie dir zwischen schnellen Punk-Parts immer mal wieder zwischen die Rübe zimmern.
Dabei kommen dann fixe Ska-Passagen ebenso raus wie reggae-eske Passagen, inkl.des 7-Minuten Instrumentals "Scream when you burn".
Garniert wird das ganze dann teilweise mit fetteren Metalriffs, was "Weapons Of The Weak" eine interessante Dynamik verpasst.
Diese können BRAIN DEAD meinetwegen gerne ausbauen, denn über alle 16 Songs gesehen, bleibt doch leider zu wenig hängen, der Wiedererkennungswert der Songs ist noch steigerbar.
BRAIN DEAD haben auf jeden Fall Potenzial und live kann ich mir vorstellen, dass der Mob abgeht.