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Kategorie: Berichte aus dem Pit
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Veröffentlicht: Donnerstag, 05. Mai 2011 20:42
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Geschrieben von Aller Egon
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Zugriffe: 1681
From The Westcoooast to the Eastcooooast...
Genau das gab es gestern im Hamburger Logo. Zwei Bands aus God`s Own Country: L.A. vertreten durch Civet, und New York (auch, wenn er längst umgezogen ist) durch Roger Miret und seine Disasters. Zweimal Punk fucking Rock.
Da ich letztens in der Zeitung schon von alternativen Plätzen für das Logo las und das Hotel nebenan schon Düsteres vorausahnen lässt, gehe ich ma davon aus, dass es für mich eines der letzten Konzerte in dieser alterwürdigen Stätte des guten Geschmacks war. Auch wenn es für einen Abgesang (noch) zu früh ist, fuck Gentrifizierung sei Dank wird es zwangsläufig leider irgendwann so kommen. Wie gut – und das muss man sich wirklich allzu oft vor Augen führen - dass das Aus der Schaubude abgewendet wurde und auch heutzutage noch Gutes passiert.
Naja, kommen wir ma zum Wesentlichen. Schönes Gesamtpaket gestern gesehen. Civet ham live ganz gut die Lunte angebrannt. Krasse rotzige Röhre der Frontfrau, alter Schwede. Erinnert son bisschen an eine ganz frühe Courtney Love oder Brody Dalle von den Distillers. Aber irgendwie noch abgefuckter. Würd gern ma wissen, ob die nachm Konzert noch Reden kann. Civet ham ja auch erst dieses Jahr glaub ich während einer Tour zwei Leute auswechseln müssen. Die Neuen ham sich dann aber schnell in die Band eingefügt. Warn wie gesacht gut, witzich auch, dass sie lauter als die Hauptband waren. Son bisschen merkwürdich fand ich ja, so frühzeitich schon Roger Miret abzufeiern. Und ich hatte das Gefühl, dass schon 10 Songs vorm Ende die Songs jeweils als einer der letzten angekündigt wurden. Aber wie gesacht, guck ich mir nochma an, schön dreckiger und melodischer Punkrock mit heiserer Stimme, gefällt mir! Dass das Augenmakeup sich selbstständig gemacht hat und ein Auge somit aussah, als ob sie auf die Fresse gekricht hat, hätte zur Beschreibung der Musik auch gepasst.
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Kategorie: Tonträger Reviews
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Veröffentlicht: Mittwoch, 04. Mai 2011 13:37
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Geschrieben von toffi
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Zugriffe: 1244

"...We have one home and it has four wheels. One day it broke down not far from Cottbus."
Scheint nicht so schön da gewesen zu sein... sonst wärs vielleicht ne SKA-Platte geworden. Aber fangen wir außen an: Eigenhändig besiebdrucktes Faltcover aus schwarzem Karton, handnummeriert (500Stk. limitiert), d.i.y. in reinster Form, leider zieren auch das in extra Papphülle gebettete Vinyl ein paar verirrte Farbkleckse, lässt sich aber mit etwas Zuneigung retten. Das Artwork schlägt die Brücke zum textlichen Inhalt: Mensch schützt sich unter Zeitung vor Regen, ist aber trotzdem pitschenass. Optimismus tröpfelt hier höchstens mal vereinzelt durch. Die Grundhaltung des Trios offenbart sich dem Hörer dann auch musikalisch auf schwarzem Vinyl: A-Seite unbezockte Picturedisc, andererseits eine geballte Ladung aus 6 Songs, alle im Bereich mittelfixer Screamo/Hardcore angesiedelt. Räudig nach Punk klingende Gitarre trifft schrummeligen Bass, immer vorangetrieben durchs Schlagzeug. Der Sänger kommt im Vergleich zu vielen Genrenachbarn weniger melancholisch aus der Hütte, klingt eher angepisst und steigert sich im Laufe der Songs immer wieder in stimmliche Wutausbrüche, bei denen sich das Organ so manches Mal überschlägt. Alles in allem eine liebevoll produzierte und kaufenswerte Platte, wer finanziell grad nicht so auf der Höhe ist oder an Vinylunverträglichkeit leidet kann sich das Ding aber auch vollkommen legal und für umme beim label runterladen.
http://throatruinerrecords.bandcamp.com/album/cottbus
http://birdsinrow.free.fr/