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Kategorie: Berichte aus dem Pit
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Veröffentlicht: Samstag, 08. Januar 2011 15:25
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Geschrieben von Andy
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Der Abend fängt schon mal gut an. Fabi und ich betäuben uns schon früh mit einem japanischen Sci-Fi Film der 50er Jahre. Verstört torkeln wir in de Schaubude, wo ich viele lang vermisste Menschen endlich wiedersehe, nachdem ich nun länger Hausarrest hatte.
Ziemlich bald beginnt Herr BUG ATTACK mit seiner Ein-Mann-Punk-Attacke. Vom Talentscout Bocky letztens entdeckt und jetzt schon ein Star!

BUG ATTACK spielt Gitarre und trommelt gleichzeitig und das mit der gleichen Hand. Die Lieder sind knackig kurz, sehr thrashig und die Texte handeln von Superhelden und Zombies, sind also großartig. Der Mob tobt, als die Supershow schon nach viel zu kurzer Zeit zu ende geht.
Nach einer fast nicht wahrnehmbaren Pause beginnen POWER mit “Always Trouble with Mr. Poo” los. Ich hab die Kapelle wohl noch nie so heftig erlebt. Mann, donnert das heute. Das Geile am heutigen Konzert ist, dass man vorher die Setlist voten konnte. Noch geiler ist, dass POWER sich nicht dran halten!
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Kategorie: Tonträger Reviews
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Veröffentlicht: Donnerstag, 06. Januar 2011 15:21
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Geschrieben von Philipp Wolter
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Zugriffe: 1622
Eine CD plus Single plus Hardcover-Comic – das ist die Form, welche KEIN HASS DA für ihr Debut gewählt haben…
Über das erste Konzert der Hamburger hatten wir berichtet, der Vierer (Karl Nagel am Gesang, Emils-Olli an der Gitarre, Schlagzeuger Rotter von STONE COLD BLACK und Bassist Ud-I) coverte hier äußerst gekonnt die BAD BRAINS. Oder besser: transformierte das Werk der HC-Pioniere. Denn alle Texte wurden ins Deutsche übersetzt.
Es überrascht auch auf „Hirntrafo“, wie gut und detailliert das gelingt. Einmal musikalisch, da gibt es mal rein gar nichts zu meckern, aber eben auch textlich. Zum Teil orientiert sich Karl Nagel an Originalaussagen („Wie weit darf ein Punk gehen?“, „Haus der Schrecken“), meist aber geht er eigene Wege, frei natürlich von Jah oder gar Homophobie, dafür persönlich, politisch, kämpferisch, aber auf angenehm klischeefreie Art. Als Beispiel mag „Auf dem Schirm“ dienen: „Öffne die Truhe voller Melancholie, durchflutet dich schon bald die Wut / Es ergibt jetzt Sinn, also schrei ich’s laut heraus: Kein Leben aus zweiter Hand!“ Gefällt mir gut, wie insgesamt jede Emotion HRs – vom Brüllen bis zum Sprechgesang in „The Meek Shall Inherit The Earth/Wie Regen im Meer“ transformiert wird! Mag für mache/n Hörer/in auf Dauer stressig klingen, aber der/die wird dasselbe dann auch bei den BAD BRAINS empfinden.
Ganze 32 Stücke umfassen CD und Single, wobei vier eigene Stücke dabei sind, die stilistisch sicher nicht allen Rezensenten als eigene Songs aufgefallen sind. Das könnte auch der zukünftige Weg der Band sein, denn das Gros der Bad-Brains-Knaller ist natürlich damit verbraten.
Die CD lohnt sich natürlich schon allein, aber auch die Comic-Ergänzung empfinde ich als lohnenswert, denn es gibt nicht nur eine ziemlich abgefahrene „Bandgeschichte“, sondern auch 32 Songtexte, die von verschiedenen Zeichnern zum Teil sehr geil und kreativ umgesetzt werden.
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