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Kategorie: Berichte aus dem Pit
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Veröffentlicht: Sonntag, 07. September 2008 01:00
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Geschrieben von Philipp Wolter
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Zugriffe: 2421
Im Zeitalter von MySpace isses schon witzig, wie man den Aufbau einer neuen Band quasi von Anfang an virtuell verfolgen kann. So haben es wohl viele mitbekommen, als olle Karl Nagel letztes Jahr im Netz randalierte und verkündete, dass er nach 15-jähriger Pause wieder auf die Bühne MÜSSE.
Nagel wird natürlich den meisten noch ein Begriff aufgrund seiner Tätigkeit für die APPD (Kanzlerkandidat Bundestagswahl 1998) und der Chaostage (lesenswert: „Die letzten Tage von Hannover“, Plastic Bomb 2000) sein. Oft kritisiert, nicht unumstritten, empfand ich das insgesamt als intelligent ausgelebten Anarchismus bzw. mindestens Aktionismus. Ältere unter euch werden sich aber auch daran erinnern, dass Karl Sänger der genialen Hannoveraner Punkband MILITANT MOTHERS war. Zurück auf die Bühne also, trotz 47 Jahren auf dem Buckel, „sprießender Glatze“ und „nachlassender Potenz“ (O-Ton Nagel, „Die letzten…“, s.o.)…
Dafür fand er dann mit Olli (Ex-EMILS, g), Rotter (STONE COLD BLACK, d) und Wojtek (b) gleich ‘ne komplette Band, die schon unter dem Namen SECTRET 99 von 1999 bis 2003 Songs von den BAD BRAINS gecovert hatten. Jetzt aber mit deutschen Texten unter dem Banner KEIN HASS DA! Erster Auftritt wurde als öffentliche Probe für umme in der gemütlichsten Punkerhöhle Hamburgs (nämlich der Lobuschstr., ihr Ölaugen, steht doch oben) angekündigt. Für uns (Dremu-Abteilung Steffi, El Tofu und der bescheidene Verfasser) keine Frage: HIN DA!