HOFLÄRM FESTIVAL / 13.08.-16.08.2026 - Heinzelmännchen Hofcafé, Seelbach
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- Kategorie: Berichte aus dem Pit
- Veröffentlicht: Montag, 31. August 2026 17:02
- Geschrieben von Jörg Röschmann
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Eine Woche Liebe
Röschi war wieder im Westerwald beim HOFLÄRM Festival und hatte in diesem hässlichen Jahr endlich mal eine schöne Zeit.
Und das war so:
2026 war bislang nicht gerade gut zu mir.
Vom Jahresbeginn an galt es eigentlich kontinuierlich, kleinere und mittlere Rückschläge einzustecken, Hindernisse zu überwinden sowie Baustellen zu bewältigen. Nichts lief einfach mal von selbst, alles war ein einziger Krampf im Arsch.
Nur nachvollziehbar, dass ich alle Hoffnung auf eine gewisse Linderung in meinen diesjährigen, mittlerweile dritten Besuch beim HOFLÄRM Festival auf dem Obersalterberger Hof in Marienthal gesetzt hatte, welches vom 13. bis zum 15. August drei Tage sehr guter Musik versprach.
Und liebe Begegnungen.
Sonntag: Anreise
Nun wissen wir natürlich alle, dass Hoffnung in Wirklichkeit nur die Mutter der Enttäuschung ist.
Und zack...
...pünktlich eine Woche vor meiner geplanten Abreise, ausgerechnet im heissesten und trockensten Sommer, den man sich denken kann, fang ich mir einen fetten Infekt ein.
Mit reichlich Zink, Seniorenvitaminen, Nasenspray, Ohrentropfen, kiloweise Zwiebeln, einer Ibuprophen Flatrate sowie ausgedehntem Couching bekomme ich die Sache hart auf Kante genäht in den Griff und trete am Sonntag, den 09. August exakt um vier Punkt Hundert in meinem treuen Expert Dieselbett die Reise bei noch erträglichen Temperaturen an.
Diese frühe Anreise vier Tage vor Festivalbeginn liegt darin begründet, dass ich schon im letzten Jahr als Aufbauhelfer dabei war und diese für mich schönste und intensivste Zeit des Festivals nicht missen möchte.
Also: schnell noch dreissig Liter Rapsöl eingefüllt, den Eigentümern unserer derzeitigen Bundesregierung den Finger gezeigt, und ab dafür!
Brutto sieben Stunden und 550 Kilometer später läuft der Expert bei glühender Hitze um 11:00 Uhr unweit des Festivalgeländes auf dem Hof meines Freundes Nico ein, wo mich ein paar meiner Westerwaldfreunde schon freudig mit einem Pfefferminztee erwarten.
Und langsam beginnt sich das bisherige Jahr von mir abzuschälen.
Ein Stündchen Später rollen Nico, unser gemeinsamer Freund Christian und ich dann auf eine der beiden Campingwiesen des Obersalterberger Hofes und schlagen wie üblich an der am südlichsten sowie am höchsten gelegenen Stelle der zwei Campgrounds unsere Lager auf.
Hier ist ab heute der Anfang des Regenbogens!
Der Anfang des Regenbogens
Das bisherige Jahr entfernt sich spürbar.
Es dauert nicht lang, und der Hofbesitzer Rainer sowie seine Partnerin Birgit kommen den Berg hinauf, um mich in ihre Arme zu schließen und so richtig herzlich zu begrüßen.
Das bisherige Jahr entfernt sich weiter Richtung Horizont, wird kleiner und kleiner.
Den restlichen Tag verbringen wir mit leichter Orga und netten Gesprächen. Am frühen Abend schneiden Rainer und ich auf seiner Gattersäge noch etwas Holz für die ab morgen anreisenden Zimmerleute zurecht, bevor ich dann im handverlesenen Kreis von Frühankömmlingen und Residents den Tag harmonisch ausklingen lasse.
Und mit ihm das gesamte, verschissene bisherige Jahr.
Montag: Waldbrand-Warnstufe 2
Wie an jedem Tag in jedem Jahr weckt mich Montags morgens um sieben Punkt Hundert das leicht hysterisch wirkende Glöckchengebimmel des benachbarten Klosters. Ich bin mir sicher, dass die Mönche in ihrem Glockentürmchen einen traurigen, alten Kobold bei Wasser und Speed als Glöckner gefangen halten.
Danke Gott!
Strahlender Sonnenschein verschönert mir den Blick aus meinem herrlich kommoden Dieselbett, und ausgeruht, vergnügt sowie vollständig kuriert starte ich in diesen heissen und trockenen Tag.
Irgendwo da hinten lauert ein kleiner Kobold-Glöckner auf Speed
Während unserer kleinen Frühstücksrunde im Heinzelmännchen Hofcafe treffen dann noch ein paar weitere helfende Hände, unter anderem in Form des Zimmermanns Paul ein, den Rainer auf dem kurz vorher stattgefundenen Freak Valley Festival im nicht weit entfernten Netphen rekrutiert hatte.
Fachpersonal ist immer gut!
Darüber hinaus kann ich nun auch endlich Caspar, Rainers Sohn und seines Zeichens federführender Booker/Promoter des HOFLÄRM Festivals begrüßen.
Stetig treffen im Lauf des Tages mehr Helfer*innen ein. Zu meiner großen Freude entdecke ich sehr viele bekannte Gesichter vom Vorjahr aber auch zahlreiche neue.
Und alle strahlen mich an.
Mein Liebespegel steigt.
Das bisherige Jahr ist nur noch Schall und Rauch.
Apropos Rauch: Die allgegenwärtige Harmonie wird durch ein ernstes Thema leicht getrübt: Im Landkreis Altenkirchen gilt aufgrund der lang anhaltenden Dürre Waldbrand-Warnstufe 2.
Für uns bedeutet das: Umfangreiche Vorarbeiten zur Brandprophylaxe sowie Ausarbeitung und Umsetzung eines funktionierenden Brandschutzkonzeptes, welches sich für die Besucher*innen primär in einem ausgesprochen durchorganisierten Wegekonzept mit Brandschutzstreifen zu den Waldrändern sowie dem Verbot von offenen Flammen oder gar Holzkohlegrills auf dem gesamten Gelände bemerkbar machen wird.
Verhungern muss beim Hoflärm auch unter diesen leicht verschärften Umständen natürlich niemand.
Auf dem Infield werden während des Festivals hochwertige Speisen aller Art angeboten.
Oder wahlweise auch Fritten.
Zum Frühstück gibt es oberleckere, hausgemachte Backwaren allererster Kajüte, belegte Brötchen sowie natürlich den obligatorischen Kaffee im Außer-Haus-Verkauf.
Also kein Anlass zur Sorge.
Nach einem arbeitsreichen Tag trete ich dann in die Pedale und besuche wie in den Vorjahren das nahegelegene Waldschwimmbad Thalhauser Mühle.
Leider muss ich auf dem Rückweg den Berg mit dem Rad auch wieder hoch.
Das mach ich nicht wieder!
Zur Belohnung lasse ich mir die leckeren vegetarischen Helfer*innen-Hotdogs schmecken und beschließe den Tag erneut im weiter angewachsenen Kreise meiner Lieben.
Dienstag: Reingehauen mit Plejaden
Die Temperaturen steigen stetig. Dafür gehen wir die erforderlichen Arbeiten heute mit vielen Händen an.
Für mich und einige weitere Helfer*innen heisst das: Echte Feldarbeit! Wir beseitigen jegliches Heu und Buschwerk, sammeln Scherben und weitere potentielle Brandbeschleiniger auf dem gesamten Campground. Das alles mit viel Sonne von oben, wenig Schatten, aber auch mit vergnüglichem Trecker Fahren!
Wir sind die Chain Gang, die irgendwo in den Südstaaten die staubigen Strassenränder fegt. Klapperschlangen können uns gar nichts.
Am Ende des Tages bin ich so richtig zerfickt aber auch überglücklich und perfekt gebräunt.
Apropos braun: Einer von vielen Gründen, das HOFLÄRM Festival zu lieben, ist die konsequent eingehaltene und standfest nach außen demonstrierte Abgrenzung gegen Rechts und alles, was in dieser blaunen Gülle noch so herum schwimmt.
Diese Haltung schlägt sich selbstredend auch deutlich im Booking nieder. Davon können sich sehr viele Festivalveranstalter*innen der härteren Gangart, die sich dem allgemeinen Zeitgeist folgend unter dem lächerlichen Vorwand der „Neutralität“ immer weiter ungeniert nach rechts öffnen, damit die alten, specknackigen Mittelstands-Biker-Opas vom rechten Rand der vollgekackten Klobrille der Gesellschaft schön fleissig Tickets kaufen, ein paar dicke Scheiben abschneiden.
Am besten, Ihr geht zu solchen Kackfestivals gar nicht erst hin.
Die stinken!
Slow Music – Solid People
Nach dem leckeren Abendessen beherrscht ein Thema unsere Gespräche:
Wer wird anstelle von Dead Meadow, die krankheitsbedingt kurzfristig absagen mussten, den vorletzten Slot am Samstag Abend bestreiten? Manche träumen von Fu Manchu, ich persönlich wünsche mir UFOMAMMUT oder OM, aber niemand verpetzt etwas.
Also widmen wir uns nach Sonnenuntergang gemütlich den Plejaden, die fett den Himmel durchkreuzen.
Und dann zu Bett.
Mittwoch: Sonnenfinsternis und noch mehr Plejaden
Was soll ich sagen? Heute ist es noch heißer als an den Vortagen. Dafür sind weitere neue Helfer*innen zu uns gestoßen.
Im Infield tut sich was. Die ersten Sitzgelegenheiten werden aufgestellt.
Ein inneres Richtfest
Die Chain Gang ist etwas gewachsen, und entfernt weiter alles, was irgendwie grasig-strauchig-blättrig und trocken ist, um das Brandrisiko so gut es geht zu verringern.
Chain Gang 2.0
Die Bühne rückt an und wird aufgebaut. In diesem Jahr ist sie erstmals zwei Meter breiter als bisher.
Der Bauzaun wird vollendet und vollständig mit Bannern abgehängt, und die Tresen für die Gastronomie, die von Caspars Mutter Kathrin und ihrem Team bestückt werden, entstehen.
Es werden Verkaufsstände für weitere Snacks sowie ein Tattoostudio eingerichtet.
Hier können sich in diesem Jahr Bands und Helfer*innen auf Wunsch sogar kostenlos ein Flash Tattoo verpassen lassen.
Ich schwanke zwischen dem Kopf eines alten, stinkenden Ziegenbocks auf dem Adamsapfel und nichts.
Nichts gewinnt!
Tattoos für umme
Heute bekommen wir neben dem obligatorischen Frühstück mittags UND abends feinstes warmes Catering!
Nach 19:00 Uhr pilgern immer mehr Helfer*innen zu uns auf den höchsten Punkt der beiden Campgrounds mit der besten Sicht, um die angekündigte Sonnenfinsternis zu beobachten.
Was für eine wunderbare Stimmung...
Sonnenfinsternis
Und was für ein unwirkliches Licht.
Slender Man
Zu später Stunde wandle ich dann noch etwas über die Plätze, schaue mir das nächtliche Treiben im Tattobereich an, besuche das pavillonfreie Helfer*innencamp ganz hinten am anderen Ende des Regenbogens und lasse mir dort noch ein paar Sternschnuppen durch den Kopf gehen, bevor ich mein treues Dieselbett aufsuche.
Was für ein schöner Tag.
Donnerstag: Erster Festivaltag
Nach einer kurzen Nacht geht es heiß weiter.
Ab heute darf offiziell angereist werden. Beständig strömen die Festivalbesucher*innen auf die Campgrounds.
Ab 15:15 Uhr soll die Musik spielen.
Running Order
Für einige von uns Helfer*innen heisst das: Endspurt!
Die letzten Arbeiten im Infield stehen an: Hamburger Gitter ausrichten, Tresenbereich herrichten und bestücken, pipapo.
Der übliche Wahnsinn.
Ab irgendwann um die Mittagszeit beende ich meine Helfer*innentätigkeit und begebe mich in den Konsumentenmodus.
Und pünktlich um 15:15 eröffnen dann tatsächlich die Lokalmatadore von Sarkh das achte HOFLÄRM Festival.
Apropos pünktlich: Die Running Order auf der einzigen Bühne des HOFLÄRMs wird auch in diesem Jahr, sofern es keine unvorhergesehenen Zwischenfälle gibt, sehr präzise eingehalten. Darüber hinaus sind bei den gut 800 Besucher*innen des HOFLÄRMs die Campgrounds so überschaubar, dass selbst Menschen, die nicht ganz so gut zu Fuss sind, die Bühne in kurzer Zeit problemlos erreichen können.
Wir jedenfalls warten in unserem Camp meist das Ende des Soundchecks ab und sind dann stets rechtzeitig vor Ort, wenn uns eine Band zusagt.
Sarkh kommen wie gesagt von hier aus dem Westerwald. Bassist Falko Schneider, so wurde mir zugetragen, zeichnet seit jeher für die Tontechnik des Hoflärms verantwortlich.
Daher kommt mir das Gesicht also bekannt vor.
Aufgrund dieser Verbindung sind Sarkh mit ihrer instrumentalen Mischung aus Post-Metal, Post-Rock und Drone wohl auch eine der ganz wenigen Bands, die in den letzten acht Jahren HOFLÄRM zum zweiten Mal hier aufspielen dürfen.
Sarkh aus dem Westerwald eröffnen das diesjährige HOFLÄRM
Einzig der Slot am frühen Nachmittag birgt ein paar Nachteile, steht doch die Sonne zu dieser Zeit noch hart über dem Bühnenvorplatz. Das schon zahlreich einströmende Publikum sucht um diese Zeit Schutz unter den aufgestellten Pavillons und Sonnenschirmen beziehungsweise im Schatten der Bäume.
Das wird die nächsten drei Tage auch so bleiben.
Der Stimmung sowie der Energie der Musik tut das aber keinen Abbruch.
Mother Bear aus Dortmund setzen das Programm mit ihrem fetten und schleppigen Stoner Doom fort. Diese Band beobachte ich schon etwas länger auf den einschlägigen Musikplattformen und bin happy, sie heute endlich auf meinem Lieblingsfestival live zu erleben.
Ich mag's schleppig!
Weiter geht es nach Fahrplan mit Kardeathian. Auch Kardeathian stammen aus Dortmund. Auch Kardeathian machen schön schleppig-doomigen, instrumentalen Stoner Rock mit Einschlägen aus Post Metal und Psychedelic Rock. Auch Kardeathian gefallen mir sehr gut.
Echt geil, wie sich die drei Gestalten da auf der Bühne einen abriffen.
Kardeathian aus Dortmund riffen sich einen ab
Nun, nach den drei Bands, die mir meine local Friends zu Recht ans Herz gelegt hatten, folgt der erste internationale Act. Mephistofeles aus Paraná in der Provinz Entre Ríos in Argentinien liefern strammen Stoner- und Doom- Metal. Das Geballer nimmt zu, und der Gesang von Gitarist Gabriel Ravera zeig deutlich an, wohin die Reise geht: Destination BÖSE!
Watt'n Wunner bei dem Bandnamen.
Für alle, die die Band stalken wollen: Bitte beachtet die Schreibweise. Ansonsten besteht Verwechslungsgefahr mit anderen Bands!
Mephistofeles aus Argentinien machen das böse Fass auf
Ich höre mir das eine Viertel Stunde lang an, knippse ein paar Schnappschüsse und latsche dann ersma ins Camp, um ein kleines Päuschen vor der ersten Band einzulegen, auf die ich mich schon im Vorfeld so richtig doll gefreut habe:
Die grandiosen Castle Rat aus Brooklyn, New York City, USA belegen heute nämlich den Headliner Slot.
Für mich rangieren Castle Rat mit ihrer frischen Wiederbelebung des guten, alten Zwei-Gitarren-Riff-Metals der 70er und frühen 80er Jahre, gepaart mit ihrer ganz eigenen, mich persönlich immer ein wenig an Hawkwinds Stacia Blake erinnernden theatralischen Bühnenshow sowie der Aesthetik der alten Heavy Metal Comic Artworks von Frank Frazzetta unter den diesjährigen Bands schon ganz weit oben.
Ich frage mich, wie Caspar es geschafft hat, die aktuell extrem angesagten Schlossratten überhaupt auf unser aller Lieblingsfestival mit seinen (vollkommen ausreichenden!) gut 800 Besucher*innen zu locken.
Mit Käse? Mit Speck?
Man weiß es nicht.
Möglicherweise hat die Tatsache, dass er mit seiner Band Daevar im letzten Winter ein paar Shows der Band um die charismatische Rhythmusgitarristin, Sängerin, Songwriterin, Choreografin und Bandleaderin Riley Pinkerton supportet hat, das Booking etwas erleichtert.
Auf jeden Fall ist es bemerkenswert wie gut der Mann nach gerade mal sieben/acht Jahren HOFLÄRM in der internationalen Musikszene vernetzt ist. Ich kenne kein anderes Festival, dass ausnahmslos in jedem Jahr so starke Lineups auffährt wie das HOFLÄRM.
Voll im Zeitplan geht es gegen halb neun los.
Die Bühnenshow von Castle Rat dürfte den meisten Menschen mittlerweile hinlänglich bekannt sein:
Überzogen theatralisch, erkennbar selbstironisch und mit einer gehörigen Portion weiblicher Sex Positivity empowern Riley Pinkerton als „Rat Queen“ und Madeline Wright in der Rolle der "Rat Reaperess" sich selbst und alle Frauen dieser Welt, wenn sie sich unterstützt von Franco Vittore „The Count“ an der Leadgitarre und den Backing Vocals, Charley Ruddell „The Plague Doctor“ am Bass sowie Joshua Strmic „The All-Seeing Druid“ an den Drums, heftig geschminkt sowie phantasievoll kostümiert auf offener Bühne ihre Schaukämpfe liefern.
Vermutlich werden bis ans Ende aller Tage irgendwelche Schwanzlurche die alte Phrase dreschen, dass diese Band ohne ihre nicht widerlegbare feminin sexuelle Komponente nie eine überregionale Bekanntheit erreicht hätte, und möglicherweise ist da sogar etwas dran. Mastermindin Pinkerton ist schliesslich eine kluge Frau, und erfolgreiches Marketing in dieser Steinzeitwelt noch immer nicht besonders komplex.
Dennoch haben diese Menschen zwei Dinge nicht verstanden:
- Weibliche Selbstbestimmung und
- die Wirkung guter Musik!
Und Letztere ist bei Castle Rat in meinen Ohren nicht nur gut sondern wirklich großartig:
Großartig komponiert, großartig arrangiert, großartig in Szene gesetzt, großartig gespielt und zu allem Überfluss auch großartig gesungen. Im Netz finden sich immer wieder Vergleiche zwischen Riley Pinkerton und Grace Slick. Die sind nicht allzu weit hergeholt!
Von Anfang an haben Pinkerton und ihre Bandkollegen das Publikum auf dem jetzt erstmalig voll bemenschten Bühnenvorplatz im Griff. Die anfänglichen, leichten Rückkopplungen hat die Tontechnik nach dem Opener ausgemerzt, und nun folgt bei bestem Wetter und endlich erträglichen Temperaturen ein begeisterndes Konzert mit einer freudvoll abgehenden, nicht sexistischen Crowd.
Castle Rats Riley Pinkerton begeistert die Crowd
No Fillers, just Killers möchte ich diesem ersten Tag bescheinigen, als Kylesa aus Savannah, Georgia, USA zum Abschluss des Liveprogramms die Bühne betreten. Fast zehn Jahre, von 2016 bis 2025, hatte die Sludge-Doom-Stoner-Punk Institution um Laura Pleasant und Philipp Cope (beide Gitarre und Gesang) pausiert.
Umso schöner, dass wir sie hier und heute zur Abrundung eines perfekten Festivaltages erleben dürfen.
Die Menge eskaliert weiterhin aufs Freundlichste.
Kylesa krönen einen perfekten ersten Tag
In unserem Camp am Anfang des Regenbogens lassen meine alten und neuen Freund*innen und ich diesen schönen Tag ausklingen während vom Plattenteller der Aftershow Danzigs Mother als kruder Disco Mash Up mit Donna Summers Bad Girls den Berg hinauf hallt.
Belustigt ob dieser Aufwertung des alten, weißen Wutschlumpfs schlüpfe ich in was Bequemeres und bette mich zur Nacht.
Freitag: Zweiter Festivaltag
Ein weiterer schöner Morgen eröffnet sich mir unter Gottes Gebimmel.
Er mag keine Faulenzer.
Natürlich ist es noch wärmer als zuvor. 35 Grad im Schatten sind eine Ansage.
Dennoch nehme ich gut gelaunt Fahrt auf. Es ist schon sehr schön, wenn man nicht saufen muss, um die Welt zu ertragen und bereits Stunden vor dem Mittagessen quietschfidel über den Platz streichen kann.
Im verwaisten Infield finde ich einen Strohhut, den mir Paul gestern Nacht als verloren gemeldet hat. Die Beschreibung passt. An exakt dem gleichen Ort und zu exakt dem gleichen Zeitpunkt des Festivals habe ich im letzten Jahr schon mal einen Strohhut (vom lieben Rasmus) wieder gefunden.
Geschichte wiederholt sich eben doch! Und auf dem HOFLÄRM geht nichts verloren!
Ein weiterer Vorteil des abstinenzindizierten Frühaufstehens: Ich habe freie Auswahl unter zwölf Duschen und unzähligen Loküssen.
Es sind die einfachen Dinge!
Immer!
Um 14:00 Uhr finden sich einige wenige Sonnenresistente vor der Bühne zum Yoga unter Pavillons ein.
Ich nicht.
An das Lineup des heutigen Festivaltags knüpfe ich irgendwie gar keine Erwartungen. Zumindest die beiden Headliner Blues Pills und Kadavar interessieren mich nicht die Bohne. Vom Rest lasse ich mich überraschen. Damit bin ich im Leben und besonders bei diesem Festival immer gut gefahren.
Und so mache ich mich nach einigen schönen Begegnungen und Gesprächen mit dem lieben Michi, der den beiden genannten Retrokapellen gegenüber deutlich milder gestimmt ist als ich, pünktlich um 15:30 auf den Weg zu Void and the Nothingness aus Stuttgart.
Void and the Nothingness legen passend zur gleissenden Sonne den Schleppgang ein und stonern sich und uns angemessen desertmäßig durch den ersten Slot. Mir gefällt das sehr. Manchmal werde ich sogar an eine meiner absoluten Lieblingsbands Uncle Acid and the Deadbeats erinnert.
Sehr schön.
Weiter geht es mit The Hebridean Sheep aus Hamburg, für mich DIE Überraschung schlechthin des diesjährigen Hoflärms.
Mit einem opulent sowie speziell bestückten Schlagzeug am einen und dem Bassisten am anderen Ende der Bühne bricht das Duo schon mit gewohnten Hör- bzw. Sehgewohnheiten. Die instrumentale Musik der Beiden, die eine intensive Mischung aus Groove Metal, Punk Rock und schweren Riffs ist, geht mehr in den Kopf als in den Arsch und besticht durch jazzige Einflüsse, wobei Bassist Lior Ozeri mit Hilfe seines gut bestückten Pedalboards erstaunlich fuzzig-gitarrige Klänge aus seinen verschiedenen Bässen hervorzaubert.
Rock-Faktor also durchaus positiv!
Schlagzeuger Shahar trägt mit seinem virtuosen Spiel das ganze Set und bietet Lior Ozeri ausreichend Platz für sein Bassspiel.
Für einen Song setzt sich dieser dann ans Schlagzeug, während Shahar zum Saxophon greift.
Mehrfach bedankt sich Ozeri bei Caspar dafür, dass dieser die bislang noch unbekannte Band ohne eine einzige Albumveröffentlichung fürs Hoflärm gebucht hat.
Der liebe Michi und ich danken ihm ebenfalls im Stillen.
The Hebridean Sheep sind für mich die Neuentdeckung des diesjährigen HOFLÄRM Festivals
Suck aus Kassel treten das Pedal danach weit nach unten durch und ballern den Menschen, die sich mittlerweile wieder besser beschattet, direkt vor der Bühne aufhalten können, ihren energischen Mix aus Garage, Punk und Metal um die Ohren.
Der liebe Michi und ich begeben uns zurück ins Camp für eine kleine Pause.
Der Soundcheck von Meatbodies aus Los Angeles, Kalifornien, USA motiviert uns danach, wieder vor die Bühne zu wandern. Irgendwie klingt das klassisch aufgebaute Rock Trio für mich stellenweise wie Oasis auf Anabolika, was nichts schlechtes heissen soll. Vielmehr bestechen trotz der rauen Punkrock-Energie schöne und eingängige Harmonien.
Das Tempo sowie die Energie bleiben auf einem gehobenen Level.
Meatbodies aus L.A. bieten mehr als nur Oasis auf Anabolika
Viel Bock hab ich jetzt nicht. Dennoch gebe ich Blues Pills aus Örebro in Schweden eine Chance.
Nicht ohne Grund ist die Band international bekannt und überaus erfolgreich.
Musikalisch liefern sie eins A bluesbasierten Schwanzrock mit einer Energie, die sich nicht hinter den Klassikern wie AC/DC, Deep Purple und wie sie alle heißen, verstecken muss.
Wenn ich die Augen zu mache, sehe ich mich wie fast immer bei solchen Zwölfmalviervierteltaktbands als jüngster Besucher inmitten hunderter bierbäuchiger Jeans-Opa-Silberrücken auf einem gigantischen Rockertreffen in Schwedens Wäldern.
Aber das ist mein eigenes Problem: Auch das deutlich jüngere und ganz anders sozialisierte HOFLÄRM Publikum versetzen die vier Schwed*innen im Handumdrehen in freudvolle Ekstase, was nicht zuletzt der wirbelnden Frontfrau Elin Larsson zu verdanken ist.
Auch Blues Pills versetzen das Publikum so richtig in Ekstase
Nach Blues Pills sollen die Berliner Alphahipster von Kadavar den weiteren Abend bestreiten. Und obwohl ich einige Sachen von denen musikalisch aufrichtig gerne mag, hat mir schon seinerzeit vor der Pandemie, als sie noch richtig hip waren, in der Kieler Pumpe live irgendwas gefehlt.
Irgendwie fühl ich die nicht.
Und während mir seinerzeit fortwährend andere Konzertbesucher (auch alles alte Cis-Männlein) ehrfurchtsvoll hinter vorgehaltener Hand ins Ohr raunten: „Aller! Die benutzen ausschliesslich Vintage Equipment“, konnte ich nur so zu mir selbst denken: „Warum haben sie nicht lieber Herzblut genommen?“
Darüber hinaus kann ich inhaltlich seit geraumer Zeit tatsächlich auch nicht mehr so richtig auf das rückwärtsgewandte Männer Cosplay aller Bands dieser Machart einsteigen. Irgendwie warte ich dann immer darauf, dass der Schutzheilige aller Poser, Sankt McQueen, auf einer gammeligen 500er Triumph im weißen “Wifebeater“ Feinripp Unterhemd von der Bühne in den Pit springt und mit einer Pumpgun Testosteronsalven verschiesst.
Selbst als Kadavar diesen Juni für umme auf der Kieler Woche gespielt haben, hat mich das nicht von der Couch aboxidiert.
Und deshalb, liebe Hauptstadtbärchies, habe ich heute kein Foto für Euch.
Stattdessen liege ich schon um 22:00 Uhr in meinem Dieselbett und nehme noch erfreut zur Kenntnis, dass die Band inzwischen ergänzt durch Keyboard und gelegentlich eine zweite Gitarre einen weiteren Entwicklungsschritt hingelegt hat.
Das weiß ich zu schätzen.
Entwicklungspotential sowie Experimentierfreude besassen Kadavar schon immer. Und erfreulicher Weise nutzen sie beides kontinuierlich und erfinden sich stets ein bisschen neu, was sie durchaus von tausenden anderen erfolgreichen Bands absetzt.
Wie gesagt: Zu Hause höre ich die ganz gerne mal.
Den gebürtig ukrainischen Künstler Draugveil aus Prag in der Tschechischen Republik und seine Begleitband bekomme ich nur noch fetzenweise im Halbschlaf mit.
Sie werden es verschmerzen.
Samstag: Letzter Festivaltag
Heute soll es etwas weniger heiß werden. Sogar die Gefahr eines Unwetters in Form von Gewitter steht im Raum.
Vielleicht wird es ja so kühl, dass ich es heute Abend mal schaffe, aus meiner abgeschnittenen, eine Woche durchgehend getragenen, verdreckten Arbeitslatzhose raus zu kommen und eine von vier bisher zur Tatenlosigkeit verdammten, langen Buxen anzuziehen.
Die Leute reden schon...
Aber ersma geht es noch im altbewährten Gammellook zu Scott Hepple & The Sun Band. Deren Bassist war mir schon im Vorfeld immer wieder mal wegen seines schicken Rolling Stones Shirts im Vintage Look aufgefallen. Ausserdem trägt er einen Strohhut und ist somit ein Farmbruder im Geiste.
Ich fühle mich nicht mehr ganz so underdressed.
Scott Hepple & The Sun Band stammen aus Newcastle Upon Tyne in England, und genau so klingen sie auch.
Mit einer Telecaster über einen Fender Twin Reverb Blackface neben einem Preci, der die tiefen Töne durch ein Orange Stack drückt sowie dem klassischen Gretsch Drumset mit einer Hänge- aber zwei Standtoms verbreiten die drei jungen Männer so richtiges Vintage Feeling.
Die Sechziger geben den Ton an. Dazu passt sehr gut Hepples fast feminin anmutende Gesangsstimme.
Schade auch hier, dass sich der Raum direkt vor der Bühne aufgrund der Sonne nur langsam füllen will.
Aber Spass hatte dasTrio dennoch. Den gesamten restlichen Tag begegne ich den Bandmitgliedern immer wieder vergnügt grinsend im Backstagebereich und auch im Infield.
Scott Hepple & The Sun Band vintagen uns in den letzten Festivaltag
Ein kurzer Schlenker zum Merchtresen offenbart, wer heute den Slot von Dead Meadow ausfüllen wird: Elder bieten hier den ganzen Nachmittag hindurch Platten, Shirts und was das Herz sonst noch begehrt feil.
Was für eine schöne Überraschung!
Diese Umbestzung wertet den für mich ohnehin schon hervorragend besetzten Samstag noch um einige Stufen auf.
Elder, Aller!
Da muss ich ersma drauf klar kommen.
Die Gerüchteküche behauptet, dass Caspar nach der Absage von Dead Meadow lediglich eine Stunde gebraucht hat, um diesen mehr als adäquaten Ersatz unter Vertrag zu nehmen. Weiter heisst es, dass die Band morgen schon im Transatlantik-Flieger in Richtung USA sitzen wird.
Punktlandung.
Danke, Caspar!
Aber vorerst stehen als zweite Band des Tages Mannequin Death Squad aus Melbourne, Australien auf dem Stundenplan und ballern uns mal so richtig eine Ladung garagig-dreckigen Punk-Grunge in die Fresse.
Kann man machen.
Ich tanke noch etwas Wasser und Energie im Camp, bevor ich mich zu den heiß ersehnten Doom-Stonern von Dopelord aus Lublin in Polen im mittlerweile wieder gut gefüllten Pit einfinde.
Leicht melancholisch gestimmt gebe ich mich ihrem schleppigen und schweren Sound hin und lasse mich schön erden.
Dopelord aus Polen erden die wachsende Crowd
Der Gedanke an den morgigen Abschied treibt mich um, also streife ich nach dem tollen Auftritt von Dopelord durch das Infield und beginne, mich nach und nach in aller Form von den zahlreichen lieb gewonnenen alten und neuen Freund*innen und Bekanntschaften zu verabschieden.
Das berührt mich sehr.
Also ersma Rückzug ins Camp.
Teen Mortgage aus Washington D.C., USA müssen ohne mich auskommen. Ihr sludgiger Stoner-Punk passt nicht in mein derzeitiges Mindset.
Ich bleibe im geerdeten Modus und ziehe dank der gesunkenen Temperaturen endlich eine saubere, lange Hose an.
Ein neuer Mann!
Im großen Kreis begeben wir uns gegen halb neun ins Infield, und es dauert keine zwei Minuten, da stehe ich mutterseelenallein in der Menge.
Stinke ich etwa?
Egal. Conan, Mutter Erde und ich.
Wer braucht mehr?
Seit meinem ersten Conan Konzert mit vielleicht 60 Leuten in der alten, sehr kleinen Kieler Schaubude bin ich verliebt in das Doom Sludge Trio aus Liverpool, England.
Natürlich ist das hier heute im Vergleich zu damals viel weniger intim, aber es funktioniert vorzüglich.
Was Dopelord begonnen hatten, setzen Conan nun weiter fort. Ich beginne tiefe Wurzeln zu schlagen.
Und so ergeht es allen Menschen auf dem Platz.
Conan aus Liverpool erden wirklich alle
Das war beides: Schwer und schön.
Kurze Pause, Freunde suchen.
Wenn's sein muss, auch Neue!
Mit Elder, der Überraschungsband des diesjährigen HOFLÄRM Festivals bleibt es erdig mit einer wunderbar luftigen Note.
Der manchmal wirklich lieblich klingende Gesang des Quintetts, dass ursprünglich in Massachussets, USA gegründet wurde, nun aber in Form der beiden Gitarristen Nick DiSalvo und Mike Risberg auch in Berlin beheimatet ist, ruft in mir einige Assoziationen an meine absoluten Musikgötter von Motorpsycho hervor. Und genau wie die Norweger legen sich Elder nie wirklich fest und beglücken heute mit einer schweren und dennoch melodiös-luftigen Prog-Metal-Performance, so als hätten Motorpsycho und Rush ein Kind miteinander gezeugt.
Meinen frisch geschlagenen Wurzeln wachsen Flügel.
Und ähnlich scheint es allen anderen auch zu gehen.
Das voll belegte Infield erlebt durch Elder einen absolut gebührenden Abschluss eines phantastischen dritten Festivaltags eines sehr schönen achten HOFLÄRM Festivals.
Elder schließen für mich das diesjährig HOFLÄRM mehr als würdig ab
Abschluss?
Naja. Das ist relativ.
Nach Elder ballern Midnight aus Cleveland, Ohio, USA wirklich nochmal alles an Speed Metal, Black Metal und Punk raus, was sich in eine gute Stunde verpacken lässt.
Das ist eindrucksvoll. Das ist total geil. Aber ich möchte meine leicht moodige Stimmung behalten und begebe mich zu den anderen alten Leuten in mein Camp.
Midnight ballern nochmal alles raus
Irgendwie geht bei mir jetzt alles ein wenig ferngesteuert vonstatten. Ich halte noch kurz etwas Klönschnack, suche aber irgendwann zwischen ein und zwei Uhr mein Dieselbett auf. Einschlafen tu ich in einer ganz anderen Gemütslage als an den Vortagen.
Morgen heisst es nur noch aufstehen, waschen, packen, ab auf die Strasse und all die Liebe zurück lassen.
Das ist kacke!
Sonntag: Heimreise
Noch immer voll mit der quasi generalisierten Liebe, die das HOFLÄRM über mich ausgegossen hat, stehe ich gegen sieben auf, verstaue all mein Zeug und drehe meine letzte Runde.
Viele Freund*innen schlafen noch ihre Räusche aus oder sind schon wieder aktiv im Dienste des Festivals unterwegs. Aber von einigen lieb gewonnenen Frühaufsteher*innen und stinkenden Durchgemachten kann ich noch persönlich Abschied nehmen.
Wie in jedem Jahr sind die Verabschiedungen von Christian und Rainer zwei der letzten und rührendsten. Eine ganze Weile halten wir uns aneinander fest und freuen uns trotz des Trennungsschmerzes auf unsere baldigen nächstes Treffen.
Ich fühl mich voll Bilbo...
Bevor ich losheulen muss, drücke ich mir nur eine ganz kleine Träne raus und mache mich um zehn Punkt Hundert fast manisch auf den Heimweg.
Was bleibt sind schöne Erinnerungen.
Ich habe tolle Teamarbeit erlebt, phantastische Bands gehört und schöne, leuchtende, liebenswerte Menschen wieder getroffen oder kennen gelernt. Ich bin öfter in den Arm genommen worden als während des gesamten übrigen Jahres, und ich habe einen pfälzer Winzer auf die Glatze geküsst!
Ich hatte die beste Woche meines bisherigen Jahres.
Danke dafür.
Bleibt nur noch zu hoffen, dass mein Liebesvorrat für die nächsten 51 Wochen vorhält, denn das nächste Hoflärm Festival auf dem Obersalterberger Hof in Marienthal findet vom 12. bis zum 14. August 2027 statt.
Epilog:
Nach fast zwei Wochen Schreiberei an dieser mal wieder viel zu langen und mal wieder viel zu persönlichen Rezension, klingt mein Trennungsschmerz langsam ab.
Einige der lieben Menschen werde ich vielleicht schon bald zum Bad To The Stone Festival am 05. September auf Gut Blockshagen wiedersehen, wo Caspar mit seiner Band Daevar neben den sagenhaften GRIN spielen wird, andere besuchen mich hoffentlich zwei Wochen später anlässlich meines runden Geburtstags in der hansa48 zum Hedvig Mollestad Trio.
Spätestens aber beim nächsten HOFLÄRM werden wir uns alle wieder in die Arme schließen.
Wie in jedem Jahr waren übrigens auch in 2026 norddeutsche Besucher*innen eher spärlich vertreten. Zumindest der Großraum Kiel wird wohl auf ewig dem Schweinepunk und wenn's hoch kommt noch dem Schweinemetal verbunden bleiben.
Es gilt: Wat de Buur nich kennt, dat freet he nich!
Falls Ihr aber doch mal Lust verspürt, wie Bilbo Beutlin auf eine abenteuerliche Reise zu gehen, werdet Ihr hier das friedvollste Festival mit den freundlichsten Menschen vorfinden.
Wie zuvor habe ich auch in diesem Jahr von keinem Polizeieinsatz Kenntnis genommen. Die wenigen Rettungseinsätze waren ausgelöst durch hitzebedingte Kreislaufprobleme oder gelegentlichen Wespenstiche. Trotz der extremen Waldbrandgefahr gab es keinen einzigen Anlass, die Feuerwehr zu alarmieren, und wenn ich mal jemanden angerempelt hatte, erfolgte stets eine beiderseitige Umarmung, ein Lächeln und gut.
Versucht das mal auf der Kieler Woche...
Homepage:
Facebook:
https://www.facebook.com/Hofcafe.Hoflaerm/?locale=de_DE
Easter Egg:
https://www.youtube.com/watch?v=H6_jBfoTLFQ&list=RDH6_jBfoTLFQ&start_radio=1
Und hier noch der Link zu meinem ersten HOFLÄRM Reisebericht aus 2024:
