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Kategorie: Tonträger Reviews
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Veröffentlicht: Dienstag, 25. Januar 2011 17:55
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Geschrieben von Philipp Wolter
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Zugriffe: 4254

Argh, endlich mal wieder eine Deutschpunkplatte, die weder hilfloses Rumgerumpel (was natürlich auch mal geil sein kann) noch Betroffenheitspunk „light“ in Richtung Hamburger Schule und ohne jegliche Power (was NIE geil sein kann) darstellt. Da sollte man also nicht den Fehler machen und die Band aufgrund des etwas schrägen Namens unterschätzen, was wir ja schon oft erlebt haben, z.B. bei THE HIRSCH EFFEKT, POWER oder EISENPIMMEL (Vorsicht Falle: Welche Band passt hier nicht in die Aufzählung?). Denn die TISCHLEREI kracht mit Ausrufezeichen zwischen RAZZIA, NEUROTIC ARSEHOLES (Gesang z.T.!), SKEPTIKER, TOXOPLASMA oder OMA HANS. Will sagen, es gibt hier allerbesten Punk mit haufenweise mitreißenden Ideen in den Songs, dazu einen Sänger, der die gelungenen Texte glaubhaft rüberbringt. Es geht um soziale Kälte, Manipulation, private Scheiße und die generelle Beschissenheit der Dinge. Gefällt mir hier zum Beispiel gut:
„was redet ihr vom klima
was interessiert euch knut
öl gibt es noch 50 jahre
in 15 deshalb krieg
das ist dann schon das ende
von dem was wir jetzt kennen.“ (rosa grau“)
Der ganze Plattentitel lautet übrigens „Kommunikation ist der erste Schritt zum Abbau der eigenen Persönlichkeit“
Am Freitag (28.1.) im VeB, am Samstag (29.1.) in der Meierei. Hingehen!
http://www.fartcore-tonstudio.de/opa/
http://www.myspace.com/tischlereilischitzki
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Kategorie: Tonträger Reviews
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Veröffentlicht: Montag, 24. Januar 2011 20:52
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Geschrieben von Philipp Wolter
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Zugriffe: 971

Mittlerweile ist es schon ein bisschen her, aber als ich hörte, dass es die eigentlich bereits aufgelösten FYREDOGS doch wieder gebe und dann auch noch mit Chris Boltendahl von GRAVE DIGGER am Mikro, war ich platt.
Wie mir Ex-Kieler Boris alias Doc B. Danger auf dem letzten KEEP IT TRUE erzählte, geschah die Reunion sogar auf ausdrücklichen Wunsch vom ollen Reaper, der offensichtlich Bock auf Rock’n’Roll hat, obwohl er mit seiner Hauptband nicht unbedingt wenig zu tun hat.
Aber was bietet die Scheibe denn nu? Die Kölner haben das dreckige Geschäft nicht verlernt und warten mit einer angenehm trockenen unaufgeblähten Produktion auf. Den Reaper in diesem Kontext zu hören, das läuft mir jedoch irgendwie nicht so richtig rein, obwohl ich GRAVE DIGGER liebe. Der Kerl ist eben eher eine klassische Heavy Metal-Schreigräte, der optimal zu stampfenden Metalsongs passt.
Dennoch gelingen mit „Brother“, „It ain’t over till the Fat Lady sings“, “The devil pays the dues” oder „Hellfyre Rock’n’Roll“ einige Kracher, die nach pissedurchtränkten Festivaläckern, ölverschmierten Fahrradketten (andere Referenzen mit Öl kann ich nicht bieten, wenn ich im eigenen Erfahrungshorizont bleiben will) und natürlich Kutten müffeln, deren neueste Aufnäher 1989 aufgenäht wurden.