Like0
Dislike0
- Details
-
Kategorie: Berichte aus dem Pit
-
Veröffentlicht: Dienstag, 06. April 2010 00:00
-
Geschrieben von Matt
-
Zugriffe: 1308
Zumindest eine Randnotiz sei es schon wert, das Konzert von dem 4-Schlagzeuger-Ensemble ELBTONAL PERCUSSION, welches in der Fabrik sein neues Projekt mit Ausnahmedrummer Benny Greb vorstellte. Die Zusammenarbeit kam zustande, als ELBTONAL für eine Zusammenarbeit mit Ex-Police-Drummer Steward Copeland für seine Produktion des Ben Hur-Musicals einen Ersatzdrummer brauchten. Was kommt also raus, wenn 4 Schlagzeuger einen fünften dazuholen? Infernalischer Krach, ein Fall für die Musikerpolizei? Ein Blick ins Publikum verrät: Es ist die hohe Kultur, die wir genießen dürfen, denn die Fabrik ist voll bestuhlt (und rappeldickevoll). Der Großteil der Anwesenden ist in Ehren ergraut und gehört eher der Rotwein- als der StiAs-Fraktion an. Da ecken wir Rocknroller zwangsläufig an und Kommentare wie „Eben standen Sie aber 30 cm weiter links!“ oder auch „Pschhhhhht!“ (bei laufendem Getrommel) waren an der Tagesordnung. Merkwürdig.
Like1
Dislike0
- Details
-
Kategorie: Berichte aus dem Pit
-
Veröffentlicht: Montag, 05. April 2010 00:00
-
Geschrieben von Philipp Wolter
-
Zugriffe: 4286
Die zweite Auflage des Rocktower-Festivals stand bereits im Vorfeld unter Verdacht, den Kultigkeitsgrad solcher Veranstaltungen wie Keep It True oder Headbangers Open Air zu erreichen. Wobei die Veranstalter Dirk und Jens nicht nur Bands verpflichtet haben, deren Logos auf den Kutten der Old School-Banger prangen (RAVEN, THE RODS, SAVAGE GRACE, OMEN, RUFFIANS…), sondern auch „neue Wilde“ wie ENFORCER und RAM und sich zudem durch kommerziell erfolgreiche Klamotten wie EQUILIBRIUM, ENDSTILLE und FINNTROLL einen gewissen Grundstock an BesucherInnen sicherten. Eine schöne Neuerung soll dieses Jahr darin etabliert werden, das Treibsand als zweite Bühne einzubinden. Was für ein Kontrast! Hier die antiseptische MuK (dat steht für Musik- und Kongresshalle) mit Toiletten, in denen du vom Boden essen kannst (nicht, dass ich dat ausprobiert hätte…), dort das autonome Zentrum zum Wohlfühlen.
Als Wermutstropfen erweist sich höchstens, dass das Treibsand für einige Bands schlicht zu klein ist und nicht alle interessierte BesucherInnen hineinpassen. Und natürlich bedeuten zwei Bühnen immer auch ärgerliche Überschneidungen (ENTOMBED / THE DEVIL’S BLOOD). Ansonsten kann schon jetzt ein positives Fazit gezogen werden, denn alles lief reibungslos, keinerlei Verzögerungen, keine Warteschlangen und vor allem bei JEDER BAND ein überdurchschnittliches Klangbild – fett und voluminös, und das in beiden Läden!
Wie immer muss im Vorfeld die übliche Abfahrtshektik bewältigt werden. Ich bin eh schon kribbelig wie Sau, schütte mir Salz in den Kaffee, das Frühstücksbier über die Tastatur und putze mir mit Enthaarungscreme die Zähne – da sagt unser Driver ab. Aber alles wird gut und so fahren wir nur ein wenig später als geplant los – alle sind heiß, markiert das Festival doch irgendwie den Beginn der Festivalsaison, auch wennet nu kein Open Air ist.