Neue Band: GRAND GRIFFON
- Details
- Kategorie: News of the DreMu
- Veröffentlicht: Dienstag, 18. August 2009 01:00
- Geschrieben von Renke | Zeitstrafe
- Zugriffe: 1266
Your friendly Webzine from the Neighbourhood Das Wochenende fängt ja bekanntlich schon am Donnerstag an.

ROCOLA BACALAO, das heißt so viel wie der „Rockende Rum-Cola Chef-Boss“ (Die haben doch alle eine Macke!), kommen aus Quito, Ecuador, und sind seit knapp neun Jahren dabei, sich den sprichwörtlichen Arsch ab und die Finger wund zu spielen. Mit THE SKATALITES, MOLOTOV, PANTEÓN ROCOCÓ, MAD PROFESSOR u.v.a. hatten sie bereits das Vergnügen. Wenn man dem Rolling Stone Latin America Glauben schenken möchte, gehören die neun jungen Herren – davon fünf Bläser (!!!) – aus der mit 2.850m ü. NN zweithöchstgelegenen Hauptstadt der Welt inzwischen zu den acht besten Bands Südamerikas. Denn, wie wir alle wissen, trainieren Spitzensportler in eben solchen Höhenlagen, damit sich die roten Blutkörperchen vermehren und somit die Sauerstoffversorgung im Blut verbessert wird. ROCOLA BACALAO leben dort... Was das für die Live-Performance bedeutet, könnt ihr euch also vorstellen: Diese Band wird jede Bühne und jedes Publikum auf der Welt im Sturm nehmen! Davon konnten sich bisher sämtliche Lateinamerikanischen Länder und seit 2008 die meisten Europäischen Staaten überzeugen.
“Wer is er? Sommerloch?“
Die Frage des jungen Punks mutet nur auf den ersten Hör seltsam an. Denn das Phänomen, dass Läden eine Sommerpause machen (bzw. alle Läden gleichzeitig) gehört der Vergangenheit an. Schaubude sei Dank (in diesem Fall natürlich auch Klownhouse) gibt es auch heute wieder was Feines in Sachen Hardcore/Punk um die Ohren. Und zur Wahl steht sogar noch ein Konz in der Meierei, über das hoffentlich noch andere berichten werden.
SISTA SEKUNDEN scheinen aber zum Wetter des heutigen Tages besser zu passen: „Sunny with a chance of piracy“, geht doch ein ca. 40köpfiger Punkermob den Tag erst mal entspannt mit einer Geburtstags-Saufdampfertour (cheers Fabian) an. Einige bleiben dabei auf der Strecke, doch das ist eine andere Geschichte, der glückliche Rest erlebt ein geniales HC/Punk-Konz und zwar wie folgt:
„Vom Feeling her hatte ich grad total das gute Gefühl!“ – so in etwa albert einer der Seenötler während des Auftritts und gibt damit eigentlich recht treffend die Stimmung des Abends wieder. Vor der Bühne ein Meer aus grinsenden Gesichtern, mittendrin zwei klampfezerschreddernde Schreihälse und Woge für Woge ein Hardcorebrett nach dem anderen. Auch ich drifte recht schnell in Gefilde tiefster Euphorie ab und frage mich noch, warum ich vom SEENOT-Auftritt damals in der Meierei so absolut gar nichts in Erinnerung behalten habe, außer einem zerholzten Schlagzeug. Der Drummer kommt mir heute aber unbekannt vor, vielleicht gab es da eine Umbesetzung. Ist auch vollkommen egal, diverse Einzelheiten gehen bis zum nächsten Morgen im Suff verschütt und hinterlassen einen verschwommenen Erinnerungsbrei, mit Sicherheit zu berichten weiß ich nur eins. – Das war verdammt nochmal die intensivste Show, die ich dieses Jahr im Waldital gesehen habe.
Wie es dazu kam…