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SUICIDE WATCH - Global Warning-

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 576
Zu den Fakten: Geschrieben in 12 Proben, live eingespielt und so gelassen wie´s war, aufgenommen, gemischt und gemastert in 4 Tagen, komplett auf analogem Equipment. Die Mucke ist Mitte/Ende 80er Thrashmetal/Hardcore Crossover, also Nuclear Assault, Erosion und Konsorten. Für alle uneingeweihten, so es sie denn gibt (ich geb zu, zu der Zeit war ich auch noch auffer Grundschule) heißt das: relativ simpler, dafür meist sehr schneller und hammeraggressiver Thrash mit Hardcore-Gröle und durchweg sehr gut formulierten, politischen Texten. Diese Platte ist so dermaßen aggressiv, authentisch, unpoliert, rotzig und geil, und sie hat über die gesamte Strecke ein enormes Energielevel!!! Leider kann man mal wieder Sack und Arsch drauf verwetten, dass die Band mit dem Ding garnix reißt, weil´s in keinen Trend passt. 15-20 Jahre früher, und das Ding wäre durch die Decke gegangen, mit Sicherheit, denn diese Platte ist keinem der Genreklassiker unterlegen. Die Rhythmussektion besteht zwei ex-Stampin´ Ground Leuten (ebenfalls sehr empfehlenswerte Band), und wer die schon mal gehört hat, weiß, was am Schlagzeug abgeht: Gemetzel, wobei der Typ mächtig an Präzision zugelegt hat. Überhaupt sind die Jungs spielerisch sehr fit, auch der Gitarrist ist mal echt flink und haut im Dutzend diese geilen Rupfriffs raus, die Thrashmetal so aggro machen. Dabei verirren sich in 13 Songs gerade mal 5 Soli, und die sind sogar noch gut. Der Sänger hat es drauf, ab und zu mal so ne punkige Gesangslinie einzubauen, was den Background der Truppe schön hervorhebt, und aufm Foto trägt der Gitarrist ein Conflict-shirt. Und so mörsert sich die Combo auf einer perfekten Länge von 37 Minuten durch erste Sahne Polit-Thrash, wie er geiler nicht sein könnte und leider völlig ausgestorben ist. Als Sahnehäubchen hat man Coverzeichner-Legende Edward Repka wieder ausgebuddelt, der in den 80ern genau dieser Musikrichtung die apokalyptische Optik verpasst hat (siehe Megadeth, Nuclear Assault, Solstice etc.). Und wer jetzt noch zögert, ob diese Band Support verdient: Auf der Homepage suicidewatch.co.uk soll dieser Tage ein mitgeschnittener Gig komplett als Livealbum zum kostenfreien download mit Cover und allem bereitstehen. Besser, sympathischer, korrekter und musikalisch GEILER geht´s nicht mehr. Unterstützt diese Band! Jetzt fehlt nur noch ne Vinyl-Version. suicidewatch.co.uk ---Punkte: 10
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SINGLE BULLET THEORY - behind -

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 754
Kann sich einer eine Mischung aus Fear Factory (minus Elektronik), Pissing Razors, späte Forbidden (Riffs) und Anacrusis (Komplexität, Gesang) vorstellen? Klingt krude? Ist es eigentlich garnicht. Die Typen schmeißen alles das in einen Topf, und heraus kommt eine Band, die man zumindest mal sofort erkennt. Ami-Metal-typisch sehr gut gespielter, moderner Metal, der vor allem durch den extrem abwechslungsreichen Gesang zwischen Black-, Death-, Thrash- und na ja, Power-Metal (eigentlich ein bäh) pendelt, und meistens alles in einem Song. Tempomäßig ist von Midtempo-Mosh bis gelegentlichen Blastbeats alles vertreten. Die Band versucht sich also als Chamäleon, und damit ist schon so manche Combo auffer Schnauze gefallen (bestes Beispiel eben Anacrusis, der vielleicht beste Vergleich zu denen hier), weil sie nicht gut genug einzuordnen war. Das könnte diesen Jungs genauso gehen. Dabei haben sie jede Menge coole Ideen, gerade wenn der Sänger clean singt (dankenswerter weise ohne gekünsteltes Jodel-Vibrato) kommen ein paar klasse Melodien umme Ecke. Leider trifft er nicht immer jeden Ton, nobody´s perfect. Ansonsten ein paar prima Riffs und einige enorm fixe Doublebass-Passagen, macht Laune. Tja, und für wen´s interessiert: der Sänger und Gitarrist war mal bei Pissing Razors, der Bassist kommt wohl aus so ´ner Jaulmetal-Combo namens Seven Witches, toller Name auch, und der Sound ist von Gniedel-Legende James Murphy, der hier auch gast-gniedelt. Das Ding klingt fett, keine Frage, aber na klar auch mal wieder sehr künstlich. Aber noch nicht nervig, geht noch so gerade klar. Den letzten Punkt gibt´s aber nicht, denn dafür müsste der Sänger seine cleanen Sachen noch ´n büschn üben und man müsste den einen oder anderen Song etwas straffen. Kein Meisterwerk, aber in jedem Fall eine klasse Scheibe. Ach ja, es liegt ´ne DVD bei, aber da ist ein sehr unspektkuläres Video drauf, wo Mucker inner Fabrikhalle stehen (fällt denen auch gar nix neues mehr ein?) und zum Playback zappeln, und jede Menge Geseier. Würd mich mal interessieren, ob der Sänger und Gitarrist live das alles hinkriegt, denn er hat echt ne Menge zu tun... www.singlebullettheory.net Hier reinhören: ---Punkte: 8
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SUBURBAN SCUMBAGS - "We Come To Defile You" (CD, Klownhouse Recordz)

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp
Zugriffe: 679

Also, mit dieser Scheibe schießen die SCUMBAGS wirklich den Vogel ab in Sachen “längste Wartezeit EVER von Beendigung der Aufnahmen bis zum Release“... Entweder waren die Drecksäcke faul wie Hulle und haben ihre Platte nicht verschickt oder die Plattenfirmen, die eine bekommen haben, haben Zement in den Ohren (gehärteten)!

Da mussten erst die Kieler von KLOWNHOUSE kommen und dieses Hammerteil veröffentlichen. Die Aufnahmen sind schon so lange her, dass man ungläubig den ebenfalls aus dieser Session stammenden 5-Tracker (in der DVD-Box) anstarren muss und die Jahreszahl 2002 (!) dort liest. Die fünf Killersongs dieser MCD sind auf der aktuellen Scheibe auch enthalten, was aber nur die Diehards merken werden, da diese CD damals limitiert auf 50 Exemplare war. Außerdem gibt es hier sieben weitere Songs, die das Niveau der Mini locker halten! Der geilste Song überhaupt dürfte der Opener „Worlds On Fire“ sein – was für ein mitreißender Refrain: „warnation and the whole world is on fire / your guns and bombs make the hate gettin’ higher / dead hero another grave without a name / the spirit of John Wayne rides on again“. Totaler Hit natürlich auch das schon x-mal live abgefeierte “Antisocial Stomp”, welches man mittlerweile als Bandhymne bezeichnen muss: „C’mon c’mon let’s do the antisocial stomp / we’re an ugly filthy lousy crew / we gonna put some smell on you”. Ach, im Grunde ist jeder Song ein Treffer und ansonsten gilt einfach weiterhin, was ich bereits vor drei Jahren geschrieben hatte: Gnadenlos nach vorne treibender Punkrock, der durch Ulfs markante raue Stimme noch zusätzlich an Charakter gewinnt. Aufmachung und Produktion sind bei den SCUMBAGS gewohntermaßen over the top, also glotzt gefälligst nicht so lange auf mein Gefasel hier und ORDERT:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.klownhouse-recordz.de

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MORBUS DOWN - "Stumm" (CD, Eig-

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 641
Nach zwei CD-Rs („Opfer einer neuen Zeit“ ’99 und „Gesellschaft im Fadenkreuz“ ’03) haben MORBUS DOWN tief in die Tasche gegriffen und eine „richtige“ CD in Eigenproduktion an den Start gebracht. D.I.Y. or die, baby! Die Aufmachung ist schon mal amtlich und auch bei der Produktion hamse nicht gespart und sind zu Nils Neigenfind ins D-Process-Studio gegangen, der schon an der Entstehung so einiger Scheibletten (z.B. von ED RANDOM, CREETINS, 2ND ENGINE, BAD DAYS und brandaktuell ALIAS CAYLON) beteiligt war. Das ist zwar nicht die beste Produktion, die bisher aus diesem Studio zu uns gedrungen ist (Gesang und Drums stehen etwas sehr im Vordergrund, Gitarren könnten für meinen Geschmack lauter sein), aber dat haut schon ordentlich rein. Mit „Terror, Blut, Gewalt“ gibt es gleich einen vor den Latz und man merkt, dass MORBUS DOWN die Vermischung von Thrash und HC/Punk immer besser gelingt (ist im Vergleich zu früher auch eine neue Besetzung). Sehr geil finde ich das Wechselspiel zwischen Hauptsänger Carsten Sellmers Gebrüll und der klaren, melodischen Stimme des Drummers Sven (besonders gelungen bei „Feuersturm Amerika“ oder dem Titelsong „Stumm“). Insgesamt haben wir hier einen rohen Wutklumpen, eine Platte, die nicht „schön“ klingt, sondern fies und brutal. Keine Atempause, immer nach vorne, immer am Limit. Die Texte sind sehr ... äh... deutlich in den Formulierungen: „Dafür piss ich auf euer Haupt“ („Stinkende Arroganz“), „Gegen rechts mit beiden Fäusten, lasst Naziknochen brechen“ („Mit allen Mitteln“) oder „Die zerfetzten Körper deiner Kinder vom Schrotgeschoss“ („Henker“). Warum die Dinge durch Metapher verschleiern, denken sich MORBUS offenbar und dreschen lieber mit der verbalen Keule drauflos... Was soll’s, Freunde gepflegter Poplyrik greifen wahrscheinlich eh zu BLUMFELD oder so...Wichtiger ist wahrscheinlich, dass es der Band darum geht, deutlich Stellung gegen Faschos, Vergewaltiger und Kriegstreiber zu beziehen. Und dat find ich immer gu-hu-t, auch wenn ich im Einzelnen nicht in allen Punkten konform gehe, egal. Nur dat Bonus-Sauflied hätte echt nicht sein müssen, das kommt ganz schön asi. So, am Ende steht die leidige Punkte-Bewertung: In der Hinsicht, dass sich MORBUS DOWN todsicher noch in allen Belangen steigern können und werden, sach ich: http://www.d-process.de/ www.morbusdown.com ---Punkte: 6
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V.A. - "We Don't Need Your Con-

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 785

Mehrere Leute aus der Kieler Konzertgruppe “ANNE OHAN“ haben ein neues Label namens Klownhouse-Recordz gegründet. Die erste Veröffentlichung ist gleich ein echter Hammer, für den die KielerInnen viele ihrer Kontakte aus all den Jahren Meierei-Konzis genutzt haben. Das Ziel war, eine „squat and independent club benefit compilation” zu machen, „da es nach wie vor schwer ist, subkulturelle Lokationen sowie unkommerzielle Projekte am Leben zu erhalten“ (aus dem Beiheft). Wie schwer, das sieht man gerade am Beispiel der Alten Meierei, der Walli in Lübeck, der Roten Flora in HH, des Ungdomshusets in Kopenhagen usw.

Der Sampler ist somit schon vom Ansatz her wichtig und lobenswert, daneben aber auch musikalisch ein absoluter Knaller! (Ich klammere als Mitglied BONEHOUSE hier natürlich aus). Man kann diese Scheibe immer wieder mit Genuss hören, es ist erstaunlich, wie rund das Ding bei all den unterschiedlichen Bands geworden ist. Ich weiß jetzt nicht genau, welche Songs exklusiv/unveröffentlicht sind, aber dabei sind im Einzelnen:

SUBURBAN SCUMBAGS (germoney)

T.S.O.L. (USofA)

M.D.C. (USofA)

THE MOVEMENT (DK)

D.I. (USofA)

PISTOL GRIP (USofA)

HOLY RACKET (UK)

BONEHOUSE (germoney)

D.O.A. (Canada)

ANTI CONTROL (germoney)

THE LIVELY ARTS (USofA)

YOUTH BRIGADE (USofA)

THE DISTURBERS (germoney)

STOCKYARD STOICS (USofA)

TOYS THAT KILL (USofA)

Ich will jetzt keine Band musikalisch hervorheben und kann nur betonen, dass dieser Sampler einfach insgesamt rockt wie Sau. Erwähnt sollten aber wohl M.D.C., die Klownhouse-Recordz bei der Umsetzung dieses Projekts unterstützt haben!

www.klownhouse-recordz.de ---Punkte: 10
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