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I SHOT CYRUS / DISCARGA - Spli-

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 657
Oh ja, dieser LP hab ich ja schon lange entgegengesehnt. Und nachdem ich beide Bands dann noch live gesehen hab, konnte ich es kaum noch abwarten die Nadel aufs Vinyl zu legen! Und ich wurde nicht enttäuscht! I SHOT CYRUS bewegen sich mit ihren 9 Songs leicht weg von dem von ihnen bekannten Crossover-Thrashcore hin zu mehr früh 80er Hardcore hin. OK, es ist nicht, als wäre es ne ganz andere Band, aber die Songs gehen schon straighter nach vorne, sind nicht mehr ganz so strukturiert und "technisch" (OK, so richtig Kopflastig waren sie nie, aber ihr wisst schon wie ich das meine), sind aber, ISC-typisch, immer noch auf den Punkt gespielt! Zu den Texten kann ich leider nichts sagen, da alles in Portugisisch verfasst ist (Übersetzungen sind auch nicht abgedruckt). Ich bin wirklich mal gespannt, was in den kommenden Jahren noch so von denen kommt! DISCARGA auf der anderen Seite gehen da schon ganz anders ans Werk, zwar bewegt man sich Geschwindigskeits-technisch in ähnlichen Spähren wie ihren Landsmänner, dafür gehts punkiger und mehr aus dem Bauch heraus zur Sache. Mit ihren simplen Songstrukturen (die Songs bestehen eigentlich nur aus den Passagen "mid-tempo", "schnell" und "knüppel", welche in unterschiedlicher Reihenfolge gespielt werden) errinern sie nicht nur ein Mal an die alten Thrash-Götter von LÄRM. Auch auf dieser Seite gibt es 9 Songs, auch diese Songs sind ausschließlich in Portugisisch ohne Übersetzung. Alles in allen können beide Seiten vollkommen überzeugen, wobei I SHOT CYRUS nen Tick interesantert sind, da sie sich halt weiterentwickeln, während DISCARGA den gleichen Style durchziehen, wie auf ihren älteren Platten. ---Punkte: 10
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SONS OF JONATHAS - the death d-

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 639
Da ist sie, die zweite Band mit einem ex-Mitglied der göttlichen, aber leider aufgelösten CHANNEL ZERO (vielleicht hat man´s schon gemerkt: von denen bin ich so´n bisschen Fan). Hier spielt Gitarrist Xavier Carion, bei der anderen Combo, SKITSOY, ist der Sänger dabei; Review hier bei dremu. Aber wo Skitsoy ein paar Nummern rockiger sind als Channel Zero, da sind SONS OF JONATHAS gleich mal ein paar Nummern bolziger. Die leider relativ kurze Platte bietet knalligen Thrash mit Death-Metal-Kante, die hauptsächlich vom Sänger und einigen Riffs kommt. Das ganze schön tief gestimmt und mit fettem Sound, den man auch als Fan natürlicher Produktionen gut aushält. Die Tempi variieren von schleppend (dann an Hellhammer oder Possesed erinnernd) über Midtempo-Walzen bis superschnell (SADUS- Tempo), und alles, wie nicht anders zu erwarten, perfekt (und zwar wirklich PERFEKT) gespielt. Dabei zeigt sich auch, dass Herr Gitarrist sicherlich zu den unterschätztesten der Szene gehört, der es sogar drauf hat, interessante Soli zu spielen, die einem nicht nach 0,3 Sekunden auf die Klötze gehen. Wie so oft bei Thrash-Bands sind hier hammergeile Riffs am laufenden Band drauf, natürlich immer schön ruppig und unmelodisch und durchgehend auf der Aggro-Zinne. Der Gnadenschuss ist der Drummer: krass schnell, supertight und schön spielt er auch noch. Die Texte sind nicht abgedruckt, aber die dürften eher egal sein, sei´s drum. Von den 9 Songs sind 8 absolute Hits. Der letzte ist ein viel zu langes, gesampletes Outro, und so was braucht immer kein Schwein, find ich. Drauf geschissen, bin begeistert! Support the Underground, volle Möhre!!! www.sonsofjonathas.com HIER REINHÖREN: ---Punkte: 10
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TOTSCHICK - "...unter Menschen" (CD, Eigenproduktion)

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp
Zugriffe: 2291

Diese CD-R verscherbeln TOTSCHICK auf ihren Gigs für nur ein paar Euronen. Es ist noch nicht die Bombe, die hoffentlich irgendwann von der Band zu erwarten ist, denn wie sie selbst sagen, sind die meisten „Lieder von uns selbst mit einfachsten Mitteln auf 8-Spur-Tonband festgehalten“. Klanglich ist die Scheiblette also bescheiden (wobei die Qualität von Song zu Song variiert – drei Songs wurden offenbar unter nobleren Umständen aufgenommen und abgemischt), aber immerhin kann man sich endlich mal TOTSCHICK-Songs wie „Wut“ oder „Du“, die man live schon x-mal abgefeiert hat, zu Hause anhören. Yeah, und wenn man der Band so zuhört, spürt man unweigerlich, dass da noch viel mehr möglich ist, dass hier ein kreativer Vulkan vor dem Ausbruch steht. Ich lasse mal alle Versuche sein, die Band mit irgendwem zu vergleichen, was soll das auch, wo hier einfach Punkrock gespielt wird, und zwar mit Songs, die durch ihre Refrains und Texte in der Birne kleben bleiben und dort lange nicht mehr rausgehen. „Die Wut im Bauch ist bei vielen auch schon raus“ ist so eine Stelle. Wobei ich anfügen möchte, dass die Wut sich bei TOTSCHICK hoffentlich noch lange hält... ---Punkte: 7

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COMECON - converging conspirac

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Kategorie: Klassiker Re-Visited
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 1754
Mindestens die letzten beiden Alben sind gleichermaßen genial und gehören in jedes Plattenregal. Dieses, das zweite, wurde von Martin van Drunen eingegrunzt, dessen heisere, tiefe Heul-Grunz-Stimme die Abgefucktheit der Inhalte noch unterstreicht. Titel wie "Democrator" (Überhit), "The Ethno-Surge", "God Told Me To" oder "The House That Man Built" deuten an, wohin die textliche Reise geht. In dieselbe Kerbe haut das Cover, das ein tolles Gemälde des Turmbaus zu Babel zeigt.
Und als besonderes Schmankerl hält die Platte in "Democrator" einige der geilsten Textzeilen vor, die jemals geschrieben wurden. Der Song handelt von der Deutschen Wiedervereinigung und dem Hereinbrechen des westlichen Wertsystems inklusive amerikanisch geprägtem Hurra-Kapitalismus über Gesamtdeutschland (man muss nicht immer nach Amerika schauen, um die Kacke dampfen zu sehen). Und die Zeilen, die ich jedes Mal mitsinge:

Who opened the door for the democrator?
And how come he let in the market-conquistadors?
Why is he acting as if he has something to hide?
The privilege of the stupid is to be taken for a ride
Happy ever after in Deutschneyland

Besser (und zynischer) kann man's nicht formulieren. Großes Kino, dasselbe gilt für den etwas schrägeren und nicht ganz so schnellen Nachfolger "Fable Frolic". ---Punkte: 9
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CRYPTOPSY - Once Was Not-

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 713
Cryptopsy gehören zu den sehr wenigen Bands, für deren neue Platte ich am ersten Tag in den Laden renne und mir finanziell das Fell über die Ohren ziehen lasse. Hat sich´s gelohnt? Jawollja, denn sie gehören ebenso zu den wenigen Bands, bei denen man sich sicher sein kann, ein geiles Album zu kriegen. Obwohl, etwas anders ist sie schon geworden, wie jede Platte vorher sich auch vom Vorgänger unterschied. Im Vergleich zum letzten Mal sind mehr Tempovariationen drauf, da wird sogar mal für knappe 2 Sekunden im Midtempo gefrickelt... Allerdings sind diese Unterschiede wohl eher für Kenner der Band hörbar, für die meisten dürfte das zu vernachlässigen sein. Und na klar gibt´s im Großen und Ganzen auch dieses Mal den den absoluten Extrem-Metal: Ultra-Hyper-Highspeed-Technikgeballer mit einer Million Noten pro Minute und komplexesten Strukturen. Was sonst noch? Der neue Sänger ist auch der alte, "Lord Worm" (aua) ist zurück und hat sich im Vergleich zu früher gemacht. Er hat mehr Dampf, mehr Aggro, macht nicht mehr nur das Maul rund und röchelt. Und Überraschung: die Texte sind sogar gar nicht mal schlecht. Wer was mit politischem Gehalt erwartet, wird zwar enttäuscht, aber die Ergüsse von Herrn Wurm sind immerhin gut formuliert und ernsthaft düster und negativ. Das ist schön, denn meistens sind Death-Metal-Texte einfach nur strunzdämlich. Auch das Cover sollte erwähnt werden. Wie bei Cryptopsy üblich, kommt auch das ohne amputierte Klischees aus und sieht echt schick aus. Was bleibt sind also knapp 50 Minuten Demonstration in überragender Spieltechnik mit klasse Drumherum und ohne peinliche Ausfälle. Zwei Wehrmutstropfen: ich mochte den Sänger der letzten paar Alben, und der hatte textlich auch was zu sagen. Außerdem fehlt dem neuen Album die absolute Erbarmungslosigkeit des Vorgängers "And Then You´ll Beg" . Aber das war an Tempo und Aggression nicht mehr zu toppen, und wiederholt hat sich diese geile Band noch nie. Was für Musiker! www.cryptopsy.net Hier reinhören: ---Punkte: 10
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