ARSEN. AKA KÖNIG DER MONSTER -- Like0 Dislike0 Details Kategorie: Tonträger Reviews Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Matt Zugriffe: 572 Es gibt einfach Platten, die sind ne runde Sache und liebevoll gemacht. Es ist einfach etwas anderes, ob ich eine super aufgemachte Lp in extrafettem Vinyl mit deutschen Texten, Extraflyer für englische Texte und mit Stickern in den Händen halte oder eine seelenlose CD ohne Cover und Texte, die die Industrie eben so unters Rezensentenvolk scheißt und auch noch was positives hören will. Diese LP zählt natürlich zu den ersteren und schon deshalb gibt es eine dicke Kaufempfehlung. Die Musik soll natürlich auch nicht zu kurz kommen: Bremer Kapelle mit heftigem deutschem Frauengesang, der in Richtung SCHMERZ oder SUFFERAGE geht, also verzweifelt gebrüllt, Musik düster, bedrohlich, nicht wirklich perfekt genug gespielt um sich an NEUROSIS oder TRAGEDY messen zu können, aber die Stimmung und die Energie stimmen. Gehört in jede gute Sammlung. OllieOx Like0 Dislike0 Details Kategorie: Tonträger Reviews Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Matt Zugriffe: 656 Es ist an der Zeit hier dat Hardcore-Urgestein Nikolaus Zarmutek zu würdigen. Der Freak aus dem Siegerland ist schon seit Jahrzehnten aktiv und veröffentlicht auf seinem hauseigenem Label Half Pipe Records Scheiben seiner Bands wie KEHLKÖPFEN, SOUND OF SILENCE, MAUL VOLL KOTZE oder eben RETARD. Immer liebevoll verpackt und mit skurrilen Covern versehen. Der Typ spielt einen ganz eigenen Stil auffer Gitarre, schräg, teilweise experimentell, aber schon im Hardcore verwurzelt. Nach den ruhigeren SOUND OF SILENCE und zwei Solo-Scheibchen (!) sind nun wieder RETARD an der Reihe, die gekonnt auf die Rübe zielen. "Aufgenommen in wenigen Stunden im Proberaum" steht im Booklet, aber alter Schwede - dat hört man wirklich nicht. Während Doktor Zarmutek treibende Riffs aus seiner Klampfe rausschreddert, schreit sich eine Dame am Mikro ordentlich die Kehle wund. Kehlkopfkrebs im Endstadium, oder wat? Hört sich wie eine weibliche Version von Mille (KREATOR) an... Aber halt, es ist auch kein Problem für sie, eine klare Stimme einzusetzen und so amtlich Akzente zu setzen. Sehr geil, wie sie sich in "Incident" steigert, bis sie dem Hörer entgegenschreit: "WE AIN`T LIKE YOU!". Bereits auf den vier Songs dieser Mini offenbaren RETARD einen unerhörten Abwechslungsreichtum! Herrlich unkonventionelle Scheibe. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Like0 Dislike0 Details Kategorie: Tonträger Reviews Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Matt Zugriffe: 562 Wer ELOPE bereits auf Ihren zahlreichen Auftritten rund um die Landeshauptstadt bewundern durfte (nicht zuletzt auf dem OVERKIEL-Festival), weiß, wofür ELOPE stehen: Abwechslungsreicher intensiver Rocksound, der eine Bandbreite abdeckt, an welche sich sonst wohl nur Bands wie die QUEENS OF THE STONE AGE erfolgreich heranwagen. Dementsprechend geht es auf dieser Demo-CD recht munter zur Sache. Zunächst verwirrt das Cover, erwartet man doch bei dem düsteren, TV-mäßig verfremdeten Cover eher Industrial-Töne à la MINISTRY. So ist es aber nicht. Gleich der Opener "Motown Man" weist mit fetter Verzerrung und treibendem Schlagzeug-Beat eher in Richtung SMOKE BLOW und Konsorten. Auffällig ist der variable Gesang, der sich vom kraftvollen Gesang über derbe Kreischattacken bei hin zu hohem Gesäusel alles gibt. Die Songs sind allgemein eher im Midtempobereich gehalten und entwickeln dabei immensen Druck. Immer wieder lullen dich ELOPE dabei mit relaxten ruhigen Parts ein, um dich hinterher wieder mit einem Arschtritt aus den Träumen zu reißen. Insbesondere bei den ruhigeren Parts wie reichlich bei ELOPEs "einzigen Hit" (O-Ton Band) "Seven Teens" vorhanden können die ELOPEs ihre stärken voll ausspielen: Der immense Druck, welcher hier ohne Hektik fabriziert wird, in Verbindung mit Spielfreude und Groove. Originell? Auf jeden Fall! Haben wollen? Like0 Dislike0 Details Kategorie: Klassiker Re-Visited Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Matt Zugriffe: 2853 Schauer laufen mir heute immer noch über den Rücken, sobald das Intro dieser Scheibe ertönt: Meeresrauschen, dass den geneigten Hörer in trügerische Idylle versetzt, nur um ihm Sekunden später mit einem beißenden Gitarrenriff den Nacken zu brechen. Der Sound dieser Scheibe setzte Maßstäbe: Glasklar die Produktion, ohne künstlich zu klingen. Insbesondere der Drumsound des "Wunderkindes" an der Schießbude (bei dem ersten DEATH ANGEL-Album war er 14 und ballerte wie drei Alte) war bemerkenswert. Der Opener "Seemingly Endless Time" schwingt zwischen heftigen Riffattacken und dem hymnischen Refrain hin und her. Wie bei vielen Thrashbands Ende 80er/Anfang der 90er zeichnet sich auch DEATH ANGEL durch einen wirklichen SÄNGER am Mikrofon aus - und Marc Osegueda ist wahrlich keiner der schlechtesten seiner Zunft. "Act III" ist aber mehr als nur eine Thrashmetalscheibe - führte sie doch mit als erste neue Elemente in der Thrashmetal ein: Bei dem Kracher "Discontinued" beispielsweise einen Slapbass, was damals npch undenkbar war. Crossover war noch nicht erfunden und "Judgement Night" noch nicht erschienen. Zudem enthält "Act III" mit "A Room with a View" und "Veil of Deception" zwei wunderschöne (ja echt!) Balladen, die sich nicht wie viele Balladen der damaligen Zeit nur durch das Weglassen der Verzerrung definierten. DEATH ANGEL beflügelte und befruchtete die klassische Thrashmetalszene, die sich Anfang der 90er auf Ihrem Höhepunkt befand, war aber gleichzeitig Ausgangspunkt für eine neue Entwicklung weg vom Scheuklappendenken und hin zu einer größeren Vielfalt des Metal. Ich vermute, dass DEATH ANGEL das Potential zu noch viel mehr gehabt hätten. Leider löste sich die Band nach dieser Scheibe auf und der unterbewertete Nachfolger THE ORGANIZATION konnte nicht mehr an die Erfolge von DEATH ANGEL anknüpfen. Nach der Reunion 2002 warte ich natürlich gespannt auf das was kommen mag, aber diesen mittlerweile 13 Jahre alten Kracher zu überbieten, wird gaaaannnz schwer.... TRACKLIST: 1. Seemingly Endless Time 2. Stop 3. Veil of Deception 4. Organization 5. Discontinued 6. Room With a View 7. Stagnant 8. Ex-TC 9. Disturbing the Peace 10. Falling Asleep ---Punkte: 9 Kommentar schreiben powered by social2s FRIENDS SUCK / WORLD.DOWN - Sp- Like0 Dislike0 Details Kategorie: Tonträger Reviews Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Matt Zugriffe: 779 Eine Split-Scheibe mit zwei Hardcore-Bands aus Erfurt: Die Jungs von WORLD.DOWN habe ich schon mehrfach als erstklassige Liveband erlebt. Sie zocken ihren Hardcore nicht ohne rockige und metallische Elemente, immer schön treibend und mit ordentlich Groove. Der Hammer ist die Stimme des Sängers, der SEHR tief singt und mich immer an GOREFEST erinnert. Totaler Hit von diesen drei Songs ist "Hands Of Erternity", der sich mit geilen Riffs und einem melodischen Refrain direkt ins Hirn bohrt. FRIENDS SUCK tendieren eher in die Hardcore-Skatepunk-Ecke, passen aber gut zu ihren Erfurter Kollegen, da auch hier eine Menge Enthusiasmus rüberkommt. Recht fix, der Gesang rausgeschrien, dat hat schon Elan. Ist nicht so originell wie WORLD.DOWN, wird aber live sicher auch gut abgehen. Denn wenn der Background dem Pit "Ride & Destroy" entgegenschmettert, werden sich sicher diverse Fäuste ballen und etliche Kehlen wundgröhlen... Die MCD kommt zwar in etwas spartanischer Aufmachung (4-Seiten-Booklet, langweiliges Cover, sympathisch immerhin das gemeinsame Bandfoto beider Bands, unterstreicht das doch den Unity-Gedanken solch einer Split-Scheibe), überzeugt aber in Sachen Sound und Preis, denn für korrekte 6,- Euro kann man zuschlagen bei www.fatsound.de. Info schließen
FRIENDS SUCK / WORLD.DOWN - Sp- Like0 Dislike0 Details Kategorie: Tonträger Reviews Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Matt Zugriffe: 779 Eine Split-Scheibe mit zwei Hardcore-Bands aus Erfurt: Die Jungs von WORLD.DOWN habe ich schon mehrfach als erstklassige Liveband erlebt. Sie zocken ihren Hardcore nicht ohne rockige und metallische Elemente, immer schön treibend und mit ordentlich Groove. Der Hammer ist die Stimme des Sängers, der SEHR tief singt und mich immer an GOREFEST erinnert. Totaler Hit von diesen drei Songs ist "Hands Of Erternity", der sich mit geilen Riffs und einem melodischen Refrain direkt ins Hirn bohrt. FRIENDS SUCK tendieren eher in die Hardcore-Skatepunk-Ecke, passen aber gut zu ihren Erfurter Kollegen, da auch hier eine Menge Enthusiasmus rüberkommt. Recht fix, der Gesang rausgeschrien, dat hat schon Elan. Ist nicht so originell wie WORLD.DOWN, wird aber live sicher auch gut abgehen. Denn wenn der Background dem Pit "Ride & Destroy" entgegenschmettert, werden sich sicher diverse Fäuste ballen und etliche Kehlen wundgröhlen... Die MCD kommt zwar in etwas spartanischer Aufmachung (4-Seiten-Booklet, langweiliges Cover, sympathisch immerhin das gemeinsame Bandfoto beider Bands, unterstreicht das doch den Unity-Gedanken solch einer Split-Scheibe), überzeugt aber in Sachen Sound und Preis, denn für korrekte 6,- Euro kann man zuschlagen bei www.fatsound.de. Info schließen