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  • Philipp

SAXON - „Into The Labyrinth“

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 1347

SAXON – „Into The Labyrinth“

(CD, SPV/STEAMHAMMER)

 

Diese Promo erreichte mich zusammen mit denen von KREATOR und SEPULTURA, aber irgendwie flutschte mir die Rezi nicht so recht aus den Fingern. Was wohl einfach daran liegt, dass es schwierig ist, zu SAXON noch etwas zu sagen, was nicht schon gesagt worden ist, somit Plattitüden herunterzubeten.

Also ganz einfach und klar: Ist diese neue Platte eine der besseren oder eine der schlechteren im umfangreichen Katalog der Band? Nu, gucken wir mal: Biff ist sehr gut bei Stimme, man fährt mit voluminöser Produktion auf und deckt alle Eckpfeiler des Schaffens ab: „Demon Sweeney Todd“ ist mal wieder ein richtiger Uptempo-Fetzer, „Valley Of The Kings“ sehr episch und mächtig (tolle Chöre), „Battalions Of Steel“ ein Versuch, den „Crusader“-Nachfolger zu schreiben (nicht ganz geschafft, trotzdem geil). Da ist somit Einiges auf der Haben-Seite, leider nervt auch eine „Bottleneck“-Version von „Coming Home“, und ein paar einfach biedere Nummern wie „Hellcat“, „Slow Lane Blues“ oder „Crime Of Passion“ schwächen das Gesamtbild. Wer bisher also noch nichts von der Band hat, sollte zu einem der Klassiker greifen, die auch heute noch frisch klingen (siehe Motörhead), eingefleischte HörerInnen der Band haben aber auch schon manche schwächere Platte verkraften müssen.

 

Philipp

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VLADIMIR HARKONNEN- "Silence, as long as a thought while the Executioners are reloading"

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Steffi Petersen
Zugriffe: 1318

1 DreMu 2 StiAs

Das Doppelreview zu:

VLADIMIR HARKONNEN - “Silence, as long as a thought, while the executioners are reloading”

(Cargo - Records)


Zu dem ungewöhnlichen Bandnamen, inspiriert von dem hässlichsten und fiesesten Halunken aus dem Roman “Der Wüstenplanet”, gesellt sich nun seit Dezember 2008 ein ebenso ungewöhnlicher Plattentitel. Und mit Stille haben die Fünf auch gar nix am Hut, ganz im Gegenteil: hier wird geknüppelt und gebrüllt, in melodischen Hardcore - sowie in Thrashmetal - Parts volle Energie gesetzt. Man merkt einfach: hier wird man als Hörer ernst genommen und einem wird das bestmögliche Ergebnis präsentiert.

Textlich geht es um Eishockey (“Rink o´fear“), um Rednecks (“Roadkill BBQ”) und allerlei Verrücktes (“Party of the damned“), aber auch um Unterdrückung und soziale Missstände (“Water means bleeding“). Eine bunte Mischung, bei der für jeden etwas dabei sein dürfte.
Das gilt auch musikalisch: absolut zu hören ist, dass die Musiker einen sehr breit gefächerten Geschmack haben. Einflüsse von MISFITS über BALZAC bis hin zu ENTOMBED lassen sich über Gitarrenarbeit und Gesang heraus kristallisieren. Zahlreiche “verdammte” Gastsänger von TYSON, ALIAS CAYLON, LOUD&DIRTY und THE BAD DAYS stärken die melodischen Gesänge von Zarc und runden das ganze zu einem angenehmen Soundpaket ab.
Das Cover ist von Jochen „Fritte“ Moenig, der sich stetig in der Musiklandschaft engagiert und dessen Zeichnungen auch einige der BONEHOUSE Platten zieren.

Es gibt 12 Songs und die Platte kann man unter www.vladimirharkonnen.de sowie auf der MySpace - Seite www.myspace.com/vladimirharkonnen für 12€ inklusive Porto bekommen.

REVIEW BY: STEFFI

 

VLADIMIR HARKONNEN
Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading
Die Frage, ob die Kieler Szene den Abgang von BONEHOUSE übersteht oder nicht, sie ist beantwortet. Die Antwort lautet „ja“, und das ist Philipp, der Rumpfmannschaft von 2nd ENGINE und dem Bassisten von N.O.M. zu verdanken. Denn obwohl VLADIMIR HARKONNEN stilistisch etwas breiter aufgestellt sind und nicht ganz so durchgängig auf dem Gas stehen, funktionieren ihre Songs in der Live-Situation sicherlich ähnlich gut. Das war schon bei Konzerten der Jungs zu spüren, als es die Platte noch gar nicht gab. Nur einen Namen für den Stil-Mischmasch zu finden, das ist gar nicht so einfach. Wie viele Bands, bewegen sich die älteren Herren irgendwo in der Schnittmenge aus Hardcore/Punk, Metal und dreckigem Rock´n´Roll. Allerdings sind sie schlecht mit einer anderen Band vergleichbar, denn die Räume für Individualität sind bei dieser musikalischen Vielfalt noch recht groß. Einflüsse kann man natürlich trotzdem hören. Immer wenn es schnell und straight nach vorne losgeht zum Beispiel, denn dann klingen VH verblüffend nach PROPAGANDHI. Andererseits schwingt auch durch Philipps Gesang diese völlig asige Räudigkeit mit, die VENOM erfunden haben. Und aus dem bunten Strauß der Assoziationen nicht wegzudenken sind selbstverständlich BONEHOUSE. Denn obwohl das hier schon recht deutlich anders klingt, ist die am Ende herauskommende Atmosphäre denen der ehemaligen Lokalhelden nicht unähnlich. Das gilt auch für die Texte, die neben den unverzichtbaren politischen Statements auch bitterböse Geschichten erzählen, die normalerweise Darstellern in Tarantino-Filmen passieren. Alles in allem darf man VH also zutrauen, die Kieler Tradition des partytauglichen Auf-die-Fresse-Hardcore weiterzuführen, wenngleich die Luft dünner wird. Denn verschweigen sollte man nicht, dass im Geiste eines gesunden Wettbewerbs mit Bands wie TACKLEBRRY schlagkräftige Konkurrenz nachkommt. Und mehr Wettbewerb brauchen wir doch, das kommt immer im Fernsehen. Ein Glück, dass unsere geliebte Musik zumindest auf dieser Ebene nicht nach kapitalistischen Maßstäben funktioniert. Denn sonst wäre eine von beiden Bands längst pleite, von der anderen übernommen worden oder ins staatliche Konjunkturpaket abgerutscht. Das Ganze nach Punkten zu bewerten fällt mir schwer, aber wenn die aktuelle Sepultura "A-lex" hier gerade 8 Punkte abbekommen hat, braucht VH eigentlich einen mehr.

 9 Punkte

REVIEW BY: HENDRIK

 

 

---Punkte: 9
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SEPULTURA-„A – lex“

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 1438

SEPULTURA – „A – lex“

(CD, SPV/STEAMHAMMER)

 

Muss es nicht furchtbar nervig sein, in einer Band zu spielen, die in JEDEM Interview gefragt wird, wann endlich die Reunion im Original-Line-Up kommt? Vor dem Hintergrund ist es schon irgendwie cool, dass SEPULTURA ihr Ding stur durchziehen und mittlerweile die fünfte Platte mit Derrick Green am Gesang raushauen (obwohl auch ich glaube, dass…)!

Ich muss gestehen, dass SEPULTURA mich jahrelang nicht interessiert hatten, aber „Dante XXI“ hat mich 2006 dann völlig aus den Latschen gehauen – in meinen Augen eine der besten Platten der Band, die neben meinen Faves „Beneath The Remains“ und „Schizophrenia“ bestehen kann. „A-lex“ kann da nicht ganz mithalten, ist aber auch ein absolut hörenswertes Album. Der Übersong schlechthin ist gleich das Teil nach dem Opener – „Moloko Mesto“, der einem derart fies zwischen die Zähne schlägt, dass ich die Dritten schon geordert hab. Überhaupt geht man insgesamt sehr ruppig und aggressiv zu Werke, Derrik Green kotzt sich förmlich aus und der Gesamtsound ist sehr düster und kalt. In „Conform“ zieht die Band den Hörer/die Hörerin in einen Mahlstrom der Depression, bevor Up-Tempo-Beats selbige/n wieder wachdreschen. Einiges glaubt man allerdings doch auch schon auf anderen Platten in ähnlicher Form gehört zu haben („Filthy Rot“ könnte gut auf „Roots“ stehen). Das textliche Konzept ist zudem auch nicht mehr soo originell – an „A Clockwork Orange“ ham sich schließlich schon zig Nasen versucht, da reicht die Bandbreite der Konzeptalben von DEN TOTEN HOSEN bis hin zu LIZZY BORDEN. GAR NICHT geht aber vor allem das „Metal meets Klassik“-Gedöns in „Ludwig Van“, wo man diverse Beethovenviecher dudelt. Klar, klasse gespielt und im Kontext auch logisch (Protagonist Alex ist schließlich großer Fan von… na, wisst ihr eh alle), aber bitte, wer braucht derartige Heavy Metal-Nabelschau noch? Gebt mir JEDEN TAG frühe SODOM, BATHORY oder DARKTHRONE, aber zieht den verfluchten Stecker, wenn SEPULTURA „Freude schöner Götterfunken“ samt Orchester spielen! Aber andererseits gibt es die „Skip“-Taste und die Scheibe bietet insgesamt 60 Minuten.

 

Philipp

---Punkte: 8
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MURMANSK MUTATION-Siggi Sick und Steve Steel

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Kategorie: Bewegte Bilder
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Steffi Petersen
Zugriffe: 2794

-AVOGARDO MURMANSK MUTATION - 8,0

(Eigenproduktion Siggi Sick&Steve Steel)


“Die Sexdroge mutiert die Süchtigen zu Bestien. Der Drogenboss und seine Gang kämpfen um Macht und Weltherrschaft. Der Labordoc kocht Drogen bis zum Abwinken und unternimmt gräuliche Experimente. Nebenwirkungen wie Kannibalismus, Sodomie und mutierte Genitalien müssen in Kauf genommen werden. Alles gerät außer Kontrolle.”


Soweit zum Klappentext der 90minütigen DVD - Version des Splatterfilms von Siggi Sick und Steve Steel, beide Musiker der Glampunkband SEXX ACTION BABES.

Dabei übernehmen die beiden zahlreiche Rollen in einem Verwirrspiel um Sex, Drogen und Gewalt, mit Schauplätzen in Kiel, Shanghai, London und irgendwo in Amerika. Daneben spielen noch zahlreiche andere “Schauspieler” mit, lassen sich aufschlitzen und mit vermeintlichen Drogen voll pumpen, um den Wahnsinn perfekt zu machen.

Die schauspielerischen Qualitäten liegen dabei knapp über dem Niveau der alltäglichen Pro 7 Nachmittagsshows, ist aber im Gegensatz zu diesen sehr sympathisch.

Bild und Ton sind, von der Anfangsszene abgesehen, in 1a Qualität, so dass aus Pizzateig geformte Gedärme und Kunstblut erstaunlich klar vom Bildschirm flimmern.

Im Hintergrund laufen immer wieder Songs der SEXX ACTION BABES (wie z.B. “I love you”, “Railroad Pussy” und “Ballade of Shopping”) und zu “Fistfuck Terminator” wird sogar eine Liveszene in die Story eingewebt. Außerdem gibt es einen Ausschnitt aus “Kill - Citty Vol. 10”, moderiert von - ja, wem wohl? - natürlich Siggi Sick.

Unterhaltsam sind die Ausschnitte aus den Urlaubsvideos des Regisseurs und von irgendeiner Party und das ständige Zerstören diverser Einrichtungsgegenstände, die das Ganze noch weiter in die Absurdität treibt.

Für schwache Gemüter ist der Film nicht zu empfehlen, aber alle anderen sollten mal unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Kontakt aufnehmen und sich eine Kopie dieses genialen Gore-Streifens sichern.

 

Steffi


---Punkte: 8
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DEAD SHEPHERD-„Schafstörung“

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Steffi Petersen
Zugriffe: 1425

DEAD SHEPHERD - „Schafstörung“

(Schafe Records)


Na, das kann ja heiter werden: DEAD SHEPHERD aus Itzehoe haben mit „Schafstörung“ ihr 5.Album raus gebracht.

Und was der Plattentitel erahnen lässt, bewahrheitet sich im Folgenden: es gibt Fun-Punk oder „Anarchorock“, wie die fünf selbst ihre Kunst nennen. Die Einflüsse sind hier nicht zu überhören: Wizo, Die Ärzte und ähnliche sind nur einen Steinwurf entfernt. Mag aber vielleicht auch an den deutschen Texten liegen, was ja schnell auf solche Vorbilder schließen lässt.

Textlich geht es hier teilweise nach dem Motto Reim Dich oder Ich Fress Dich, wie z.B. „Ich sag Euch, das tut rocken, die Mädels tragen kaum Klamotten“ (CO2 und Spaß dabei).

Für Fans von Bands wie FRO-TEE SLIPS mag das was sein, für mich ist das einfach zu albern. Richtige Themen kann ich nicht benennen, Songtitel wie „Adrenalin“, „In der Nacht“ und „Cowboys (Brokeback Vers.)“ sind auch nicht aussagekräftig und von 13 Songs sind auch nur 4 Songtexte im Booklet abgedruckt. Leider hab ich es auch nicht geschafft, die CD mehr als einmal komplett zu hören, sonst wüsste ich sicher mehr zu berichten.

Wäre es die erste CD der Jungens, würde ich sagen, das ist ok. Aber mit dem Fakt im Hinterkopf, dass es die toten Schäfer schon seit 1995 gibt, ist das leider nix.

Danke trotzdem an die Band für das Exemplar und den netten Brief dazu.


Steffi

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