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Kategorie: Tonträger Reviews
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Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
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Zugriffe: 1113
Reingehört aufgrund des coolen Bandnamens (Klischee zieht) und zum ersten Mal positiv überrascht gewesen. Der Sound ist ja nicht nur fett, sondern auch noch schön dreckig? Der klingt eigentlich typisch nach analog. Schön echt und ungeschliffen. Zweite Überraschung: geile Musik, Mann! Thrash! Wobei das so nicht ganz stimmt. Die Platte bewegt sich tempomäßig zum größten Teil im Midtempo-Bereich, hat neben dem üblichen unmelodischen Geschredder an der Gitarre auch Parts aufzubieten, die an Pro-Pain oder Prong erinnern und stinkt eh an allen Ecken und Enden nach Hardcore. Zeckentexte, volle-Möhre-Anti-Ami-Motive im Booklet, hardcoriger Gesang, der irgendwie an Cal von Discharge (in etwas tiefer) erinnert. Obwohl die Stilmittel alle schon bekannt sind, erreicht die Truppe sogar so was wie eine gewisse Eigenständigkeit dadurch, dass man das alles selten in dieser Kombination gehört hat. Gut gespielt isses auch, vor allem der Schlagzeuger hat da ein paar coole Ideen. Und immer wieder diese räudige Untergrundproduktion, die so richtig schön nach Straße klingt. Diese Platte müsste eigentlich sowohl für Fans von Accu§er und Sacred Reich als auch für Anhänger von Hatebreed und Integrity interessant sein. Die letzte Überraschung will ich auch noch ausplaudern: hier spielen große Namen mit, was man allerdings weder der Mucke noch dem Sound anhört und wofür auch mit keinem Aufkleber Werbung gemacht wird. Das ist tapfer und viel zu selten. Gitarre: ex-Belladonna, Bass: ex-Megadeth, Schlagzeug: W.A.S.P.
templeofbrutality.com
hendrik
---Punkte: 8
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Kategorie: Tonträger Reviews
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Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
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Geschrieben von Philipp Wolter
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Zugriffe: 803
DISTURBERS – „The Dawn Of A New Threat“
7“ (Klartext Records)
Ich weiß GENAU, seit wann ich diese Siebener besitze – nämlich seit dem 30. September, genauer dem BONEHOUSE-Abschiedsgig, bei dem Gerrit von Klartext ’nen Stand hatte und erstmalig dieses Schmuckstück pressfrisch auf den Verkaufstresen knallte. Hab auch brav gelöhnt und mich nich durchgeschnorrt!
Tscha, satte DREI MONATE lang hab ich das Ding nun rauf- und runtergehört. Ich hatte von der Band nämlich den Auftrag, es auf möglichst jede Lebenslage hin zu testen. Und nu verkünde ich: Dieses Ding vertreibt IMMER und zu JEDER GELEGENHEIT Kummer und Sorgen! Ihr könnt es während des Frühstückens hören, beim Aufräumen, beim Geschlechtsverkehr, als Hintergrund zum Korrigieren von Klassenarbeiten, zur schnelleren Erledigung von Putz- und Staubsaugnervkram, als Ersatz zum Ton des Fernsehers (in jedem Falle besser als der Mist inner Glotze) UND ihr könnt auch einfach nur dasitzen und euch darüber freuen, wie geil doch diese fünf Tiere rocken!
Die vier Songs „You Make Me Sick“, „Hate To Skate“, „Bonebreaker“ und „Outside“ kennter eh alle von den Konzis der DISTURBERS. Ich brauch euch daher kaum so allgemeine Dinge zu vertellen, wie z.B., dass DISTURBERS einfach schnurstracks auffe Omme verteilen und knallharte, räudige Hardcore/Punkbrecher mit dem Schuss Melodie, der süchtig macht, spielen. Das wisster eh alle, oder? ODER?
WAS man aber anfügen könnte: Sound geil, Cover geil, Texte bei, Kontakt disturbers.de. Ach ja, und sie haben doch tatsächlich das „Er ist auch sauer“-Sample aus diesem TV-Sensationsfilmchen über Staßengangs auffem Ostufer reingebastelt. DAS sind mal kulturell wertvolle äh Querbezüge!
Philipp
---Punkte: 10