RIISTETYT - 2000-2005 (CD)-
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- Kategorie: Tonträger Reviews
- Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
- Geschrieben von Matt
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Your friendly Webzine from the Neighbourhood So. ma ganz ehrlich. der dritte aufguss des gleichen schemas. und das nach dem letzten wirklich verdammt guten album. wen glaubt danko jones eigentlich mit immer dem selben kram begeistern zu können? Mich! ich muss zugeben, es hat zwei anläufe gebraucht, bis mich diese scheibe vom hocker gerissen hat, aber inzwischen hab auch ich eingesehen: zumindest einmal noch ist er mit der alten leier davongekommen... songs wie "she´s drugs" oder "don´t fall in love" sind wahre kracher, wenn mir dieser ausdruck erlaubt ist. und auch der rest ist wahrlich kein scheiss. wie mein werter kollege joy-boy sich ausdrückte: gar nicht mal so langweilig. und da hat er recht! ---Punkte: 8
Wow! Wer ARMSTRONG bisher – aus welchen Gründen auch immer - unterschätzt haben sollte, dürfte nach Einfuhr dieser tonnenschweren und treibenden Ladung ROCK’N’ROLL gehörig geplättet sein!
ARMSTRONG frönen keinerlei Image- oder Trend-Hörigkeit, sie spielen nicht eitel Bauchnabelschau, nein, sie machen diese Scheiße, weil sie sie machen MÜSSEN. Das hört man deutlich heraus, und die Tatsache, dass Drummer Ingo und Gitarrist/Sänger Olli seit fast 25 Jahren (!) zusammen musizieren, unterstreicht, wie sehr ihre inneren Dämonen ihr Feuer herauskotzen wollen, koste es, was es wolle. Oder mit den Worten von Ralph Waldo Emerson gesagt: „Der Mensch ist nur zur Hälfte er selbst, die andere Hälfte ist sein Ausdruck“.
Nachdem SEX PISTOLS-Bassist Glen Matlock (!) das Intro gesprochen hat – „The Rock’n’Roll in me is the Rock’n’Roll in you“ - beginnt eine emotionale Achterbahnfahrt durch zehn Songs.
Der Opener groovt gleich wuchtig los, reißt durch eine gewisse beschwingte Lockerheit mit sowie durch ein erinnerungsträchtiges Riff und den klaren, extrem charismatischen Gesang. Langsamer, aber nicht weniger intensiv bohrt sich danach „Sound Of The Wire“ in die Lauschlappen, eine Steel Guitar lässt den Hörer bei seinem sonstigen Tagewerk verharren und Olli klingt hier ohne Scheiß ziemlich nach David Bowie. Bei „The Glassbone Boy“ killt der tief in den Eingeweiden wühlende Basssound, kontrastiert von akustischen Gitarren, bevor die Band erneut Gitarrenwände und einen massiven Refrain auffährt. Geil! Und Schlag auf Schlag geht das so weiter, extrem abwechslungsreich, aber nicht zerfahren, immer auf die Zwölf, aber mit Stil - gänzlich unprätentiös!
Die Produktion ist ein weiterer Treffer von Ulf Nagel und Björn Höllendingens, transparent und wuchtig zugleich. Bleibt abschließend noch die Aufmachung zu erwähnen, die genau wie die Musik liebevoll, aufwändig und stilvoll gestaltet ist. VÖ 10.03.06!
---Punkte: 10