KURHAUS - "Refuse To Be Dead" - Like0 Dislike0 Details Kategorie: Tonträger Reviews Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Matt Zugriffe: 398 Wie heftig sich KURHAUS entwickelt haben, brauche ich wohl so gut wie keinem Dremu-Leser mehr zu erzählen. Denn wenn das jemand hier noch nicht mitgekriegt hat, interessiert sie/er sich wohl nicht für Hardcore. „Refuse To Be Dead“ ist jedenfalls das tongewordene Manifest dafür, dass Hardcore 2004 nicht für „tough guy“-Bullshit stehen muss, sondern auch politisches Bewusstsein, engagierte Aussagen und eine positive Einstellung für ein bewussteres Leben bedeuten kann. Neulich sagte mir jemand, KURHAUS seien ihm „zu PC“. Schön, dann hört euch weiter Songs über Autos, Flammen und Saufen an! Allen anderen sei hiermit auch das KURHAUS-Inti auf dieser Seite empfohlen, denn dann kann ich gleich zur Musik kommen: Den geradlinigen Weg des knüppeligen HC mit Brüllgesang haben KURHAUS schon lange verlassen – Gø singt jetzt eher in einem teils anklagenden, teils leidenden Tonfall, die Rhythmik ist VIEL vertrackter geworden (erinnert etwa an AT THE DRIVE IN und Konsorten), und die Saitenfraktion lässt hier so einiges an noisigen Elementen, aber auch hammereingängigen Melodien sowie fetzigen Riffs vom Stapel. Insgesamt eher NOCH aggressiver als früher, auch wenn die Power jetzt anders vermittelt wird – sie springt dir nicht in jedem Moment direkt ins Gesicht, sondern schleicht sich des Öfteren um dich herum und packt dich umso hartnäckiger im Genick, lässt dich nicht mehr los. Es gibt ruhige Momente (aber nicht so ein vorsehbarerer Laut/Leise-Wechsel wie bei vielen Metalcore-Bands), überdrehte Screams (meist von Klampfer Hanfti), Synthies – kurz: An Experimenten und Einfallreichtum wird nicht gespart! Besonders gut gefallen mir „We’ve Marked These Red Lines“, wo Gø mit Sprechstimme Gänsehaut erzeugt („they justify their deeds with profits and growth, tell us it is necessary / but there is no justice in capitalism”) und “Prority #1”, welches mit satten Ohrwurm-Melodien längerfristig nachwirkt. Das ganze Artwork ist sehr stilvoll gehalten (passend dazu wurde die Homepage umgestaltet), die Produktion fängt den Geist der Musik perfekt ein – „Refuse To Be Dead“ ist ein Volltreffer! www.freecore-records.net Like0 Dislike0 Details Kategorie: Tonträger Reviews Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Matt Zugriffe: 441 unter meinen neuesten erungenschaften befindet sich ebenfalls der aktuelle longplayer der thüringer chaostruppe von EISREGEN. Wundwasser ist ausgefeilter und technisch ausgereifter als seine vorgänger. von ihren kranken interpretation über historische thematik des mittelalters, gibt es auf wundwasser genug. die texte sind natürlich nicht immer ernst zu nehmen, jedoch beziehen sie eine deutliche fatalistische neigung, aber wo gibts das im death-metal nicht? beim songwriting hatt sich sänger roth deutlich verbessert und auch seine stimme hat einiges an qualität gewonnen. poetisch, melodisch und sarkastisch führt eine linie durch das album. im ersten song *mein eichensarg* sing roth vom eigenen tod, und schaufelt sich sein eigenes grab. das zweite lied *am glockenseil* hängt der junge, vatergewordene priester in der kirche und baumelt am glockenseil hin und her. die glocke läutet, ein knüppelsong, moshkompatibel. das nächste lied hat wieder mehr melodie welche eine besondere tragik bingt, langsame parts und gitarrenlinien lassen die verzweiflung durchklingen, *vom muttermord* handelt von, na ihr wisst schon. das vierte lied *blutgeil*, der text bringt einen rückblich auf das, wies anfing. gehirnwäsche und folter begleitet von teils amüsanten musikalischen einlagen, zeigen dem zühöhrer ein unscharfes bild des protagtonisten. denn er ist *der ripper von rostow* so geneannt im fünften lied. lied sechs *hinein ins tränenmeer*, späte reue zeigt sich beim protagonisten, wie man erahnen kann machte man ihn zum schizzophrenen geisteskranken ripper. lied sieben, *glas* schiefe geigen spielen einem brütal ins gehör. der protagonist erzählt von seiner verlorenen seele, seinen kaputten nerven und dem sarg aus glas, die sele kann herausschauen aber nicht zur ruhe kommen, weil einer auf den sarg kotzt. *was vom leben übrig bleibt* der ripper von rostow ist wieder unterwegs, verzweifelt schwankt er durch die nacht und zieht eine bilanz seines lebens, so viel verbrechen, so viel verderben, soo viel blut. es ist nun zu ende, der letzte weg ist gegangen. man könnte denken die war der letzte song, jedoch fügt sich weiteres in die geschichte. *kreuznarbe* der protagonist doch noch nich tod, er wird aufgegriffen und gefoltert (davon handelt der song zur hauptsache), der hexerei beschuldigt, als antichrist für den scheiterhaufen bestimmt. als letztes lied, der titeltrack, wie er heist dürft ihr mal raten. *wundwasser* lässt nicht direkt auf die restliche handlung des albums schließen, vielmehr erzählt es die geschichte eines malers der sich dem wundwasser eines, noch lebenden und während des aktes sterbenden, mädchen um damit ein lebendiges bild von der tat zu malen. er wollte sie doch nur verewigen, der mensch ist vergänglich, die kunst verewigt ihn. "Ein Leben für die Kunst Dein Leben für die Kunst Wundwasser wird fließen" soo was ihr davon haltet müsst ihr selber wissen, musikalisch sicherlich kein ewiges meisterwerk,aber eine steigerung. abgerundet wird das album durch intro und outro. Like0 Dislike0 Details Kategorie: Tonträger Reviews Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Matt Zugriffe: 449 Augen auf beim Plattenkauf! AUDIO KOLLAPS haben neben dem bestickerten Standardcover der neuen Epistrophy-Releases noch eine zweite Version am Start, die sie wohl selber finanziert haben, wenn ich das richtig mitgekriegt habe. Den Jungs scheint eine amtliche optische Verpackung wichtig zu sein, das konnte man ja bereits bei der „Ultima Ratio“ sehen, wo AUDIO KOLLAPS das legendäre Foto von der Hissung der sowjetischen Fahne auf dem Reichstagsgebäude in Berlin am 2.5. 1945 etwas „modifiziert“ hatten. Dieses Mal haben sie einen ähnlichen Einfall gehabt und das Filmplakat vom Klassiker „Apokalypse Now“ genommen und umgestaltet, dat sieht so schick aus, dass ich mir die Platte gleich NOCHMAL gekauft habe, obwohl ich schon ein Promoexemplar von „Pisstrophy“, wie AK ihr Label hier liebevoll nennen, zugeschickt bekommen hatte! Aber wat laber ich solange übers Cover, wenn mir derart krasse Mucke durch den Schädel fräst! Die sieben neuen Songs schließen gut an das Material vom Longplayer an, bieten also Death Metal mit Punk/Crust-Einschlag und vor allem -Attitüde. Erstaunlich dabei: Trotz vieler stilistisch ähnlich gelagerter Bands hörst du AK aus Tausenden heraus, die haben ihre Einflüsse so gekonnt zusammen gemixt, dass etwas ganz Eigenes daraus entstanden ist. Insgesamt klingen AK auf „Music From...“ vielleicht einen Tick metallischer als bisher, was aber durch die Texte wieder wett gemacht wird, die übrigens in Deutsch gesungen, aber auch auf Englisch abgedruckt sind: „Das stechende Auge der Überwachung / Geil fixiert auf das, was sich bewegt / Kalte Umarmung im warmen Plastik – WIR LEBEN IN DER EISZEIT!“ Und in den anderen Songs geht es auch nicht weniger zimperlich zu, wie man bereits an Titeln wie „Bastarde auf Leichenbergen“, „Todesballet“, „Fickt die USA“ oder „Predigt den Krieg“ erahnen kann. Pflichtstoff für Grinder, Crusties und allen, die zwar auf Death Metal stehen, denen aber die genretypischen Texte am Arsch vorbeigehen. Gibbet demnächst wohl auch auf CD. www.audiokollaps.de Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Like0 Dislike0 Details Kategorie: Tonträger Reviews Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Philipp Zugriffe: 763 Nun gibt es im Archiv der Dremu-Plattenkritiken zwei Einträge unter NEURON und „Gleichschritt“ und doch liegen zwischen diesen beiden Scheiben Welten. Die erste Rezi betraf die selbstproduzierte Mini, welche sieben Titel enthielt, vorliegender Longplayer bietet 14 Songs (die Lieder der Mini sind alle neu eingespielt dabei), die mit monströsem Sound versehen sind und die schon geile Mini in den Boden stampfen. Passt auch wie Arsch auf Eimer zu Epistrophy, die mit AUDIO-KOLLAPS eine Band in den Reihen haben, die zu stilistischen Vergleichen einlädt. Jedenfalls, wenn man nur oberflächlich hinhört und die Vermengung von krassem Death Metal mit Grind- und Crust-Elementen als Parallele ausmacht. Doch NEURON zielen noch präziser – und zwar dahin, wo es schmerzt! Das mag an den gnadenlos exakt gespielten Drums liegen (Schlagzeuger Sören holzt komplett über Klick), wodurch sich die Band natürlich einerseits jenem Quentchen Ungezügeltheit und Raserei verschließt, der bei vielen Crust/Hardcore-Bands den Reiz ausmacht, andererseits aber eine Art maschinelle Kälte erzeugt, die hervorragend zu den Texten passt: „Lebe in der Digitalwelt / Preise das Silizium / Huldige dem kalten E-Gott!“ („e-gott“). NEURON konfrontieren den Hörer mit ihrer Sicht einer sinnentleerten, von Menschen zerrütteten Welt: „Leviathan / Chaos / Kein Gott / Die Welt / bankrott“ („leviathan“). Dazu tonnenschwere Riffsalven, heiseres Gebrüll und ein mahlender Bass – kurz den Vorschlaghammer vor den Kopp des lethargischen Stimmviehs. In letzter Konsequenz verbunden mit der hoffnungsvollen Maxime: „Aufbegehren / Alle Macht dem Volke / Widerstand / Legt das Joch ab / LEBT“ („alle macht dem volke“). Leider gibt es bei Dremu keine Steigerung des Punkte-Systems, für die Mini habe ich schon 5 Sterne vergeben, der Longplayer müsste eigentlich sieben bekommen, denn hier stimmt alles (inkl. Textblatt mir allen Texten auf dt. und engl.)! www.neuroncrust.de ---Punkte: 10 Kommentar schreiben powered by social2s RAUM 101 - Same (12", Epistrop- Like0 Dislike0 Details Kategorie: Tonträger Reviews Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Matt Zugriffe: 348 Runde 2 für die neuen Epistrophy-Releases: Bei der RAUM 101-Scheibe sollte der geneigte Vinyl-Freak vorm Auflegen die Glotzkorken besser genau aufsperren, denn nur eine der beiden Seiten ist bespielt, die andere glatt und unberillt. Die Hannoveraner Band fällt unter all den Bands des Labels wie AUDIO-KOLLAPS, RECHARGE, RIPCORD, NEURON oder INFAUST richtig auf, spielen sie doch MELODISCHEN Punk Rock. Kommen ziemlich gut auf den Punkt mit eingängigen Songs, die bei aller Emo-Lastigkeit angenehm rau und rotzig klingen. Meist geht es schön flott ab, die Gitarristen hauen sehr schöne Melodien raus. Nicht ganz mein Ding ist der Gesang, den ich zum einen aufs Ganze gesehen als etwas monoton empfinde und der zum anderen irgendeine unangenehme Assoziation in mir weckt, die ich nicht näher benennen kann. Mein Pech. Gelungen sind aber die zweistimmigen Passagen. Leider liegt der Scheibe als einzige der vier Epistrophy-Neuerscheinungen kein Textblatt bei, aber man kann dem Sänger dennoch recht gut folgen, denn er schmettert auf Deutsch. Und ich würd mal sagen, dass es in Songs wie „Morgensonne“, „Ohne Dich“ oder „Hirnkompost“ um persönliche Dinge geht wie Liebe, Warten, Schmerz, Hoffnung. Und all den Scheiß. www.RAUM-101.de Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! MADISON - "Mission Complete" (- Seite 848 von 1203 Start Zurück 843 844 845 846 847 848 849 850 851 852 Weiter Ende Info schließen
RAUM 101 - Same (12", Epistrop- Like0 Dislike0 Details Kategorie: Tonträger Reviews Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Matt Zugriffe: 348 Runde 2 für die neuen Epistrophy-Releases: Bei der RAUM 101-Scheibe sollte der geneigte Vinyl-Freak vorm Auflegen die Glotzkorken besser genau aufsperren, denn nur eine der beiden Seiten ist bespielt, die andere glatt und unberillt. Die Hannoveraner Band fällt unter all den Bands des Labels wie AUDIO-KOLLAPS, RECHARGE, RIPCORD, NEURON oder INFAUST richtig auf, spielen sie doch MELODISCHEN Punk Rock. Kommen ziemlich gut auf den Punkt mit eingängigen Songs, die bei aller Emo-Lastigkeit angenehm rau und rotzig klingen. Meist geht es schön flott ab, die Gitarristen hauen sehr schöne Melodien raus. Nicht ganz mein Ding ist der Gesang, den ich zum einen aufs Ganze gesehen als etwas monoton empfinde und der zum anderen irgendeine unangenehme Assoziation in mir weckt, die ich nicht näher benennen kann. Mein Pech. Gelungen sind aber die zweistimmigen Passagen. Leider liegt der Scheibe als einzige der vier Epistrophy-Neuerscheinungen kein Textblatt bei, aber man kann dem Sänger dennoch recht gut folgen, denn er schmettert auf Deutsch. Und ich würd mal sagen, dass es in Songs wie „Morgensonne“, „Ohne Dich“ oder „Hirnkompost“ um persönliche Dinge geht wie Liebe, Warten, Schmerz, Hoffnung. Und all den Scheiß. www.RAUM-101.de Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! MADISON - "Mission Complete" (- Seite 848 von 1203 Start Zurück 843 844 845 846 847 848 849 850 851 852 Weiter Ende Info schließen