HATE UNIT - s/t (CD)- Like0 Dislike0 Details Kategorie: Tonträger Reviews Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Matt Zugriffe: 390 Da hat Thrash´n´Burn doch noch Mitleid mit allen gezeigt, welche ihre Hände nicht an die 2002er 7" der Finnen legen konnten, und hat diese zusammen mit 2 älteren Demos auf CD rausgrbracht. HATE UNIT waren sowas wie der kleine Bruder von THE STAKEOUT, welche ebenfalls aus Turku kommen, und gehen auch in eine ähnliche Richtung nur sind HATE UNIT NOCH krachiger und rotziger. Hier werden einem in knapp 20 Minuten 22 Songs (20 eigene, 1 Confront-Cover und 1 Gang Green Cover)rechts und links um die Ohren gehauen und man fühlt sich von der ersten Minute an an die frühen 80er in New York /Boston errinert. Was Vergleiche angeht kommen mir da frühe Agnostic Front, Abused, Antidote, SOA, Negative FX aber auch thrashigere Gesellen wie Neos in den Sinn. Dazu Texte die sich ziemlich gut selbst erklären (Fuck Growin´ up / Hate ´em all / Where is the anger / I chose not to be like you / etc.) Das hier ist ganz sicher kein arty-farty Emo / Mathrock-Kram mit Hautengen T-Shirts, Hornbrillen und schwarz gefärbten Haaren, das ist noch rotzig-wütender, nihilistischer Hardcore wie er sein sollte. Like0 Dislike0 Details Kategorie: Klassiker Re-Visited Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Matt Zugriffe: 1590 Vom ersten Ton an ist hier alles ein bißchen anders, denn immer wenn man glaubt, verstanden zu haben, dass es sich wohl um Techno-Thrash (was das auch immer sein soll)oder Prog oder sonst was handeln muss, passiert irgendwas völlig eigenes und verhindert, dass diese Band in eine Schublade zu stecken ist. Die einzig brauchbare Beschreibung lautet: Anacrusis! Hör's Dir selber an! Wer sich den Gefallen tut und sich die Platte anschafft, erlebt eine gute Stunde lang einen tierischen Film aus absolut einzigartigem Gesang zwischen infernalischem Gekreische, rauhen Shouts und hervorragend gesungenen, düsteren Melodien, wohlgemerkt im manchmal schnellen Wechsel und alles vom gleichen Sänger. Passend dazu die Texte, die sehr desillusioniert und finster rüberkommen und eine absolut negative, hoffnungslose Atmosphäre schafften. Allerdings kommt bei Anacrusis auch immer noch eine gewisse Aggression dazu, die teilweise unvermittelt durch krasses Gekreische, hauptsächlich aber durch supergeile Aggroriffs (My Soul's Affliction: was für ein hyperaggressiver Anfang!) im fiesesten, höhenlastigen Sound entsteht. Grundsätzlich ist jedes verdammte Riff ein Treffer, da gibt's bei allen Effekten und Soundspielereien nicht einen schwachen Ton von der Saitenfraktion. A propos: geiler Bassist auch, der viel Raum in der Musik hat und ziemlich weit im Vordergrund spielt, sozusagen als 2te Rhythmusgitarre. Zusätzlich unterstützt wird die Atmosphäre durch ausgeprägte Dynamik, und zwar nicht in Nu-Metal-Sinn (also Klimper-Strophe und Brat-Refrain), sondern durch richtiges Arrangement und elegante Komposition. Diesem Können der Mucker ist es auch zu danken, dass die komplexen Songs zu keiner Sekunde überfrachtet, unübersichtlich oder verfrickelt wirken, sondern stimmig und eingängig. Und wo nehmen die immer die Schlagzeuger her? Spielte auf dem Vorgänger "Manic Impressions" noch Präzisionswunder Chad Smith, der später bei den stinköden Red Hot Chili Peppers landete (was wohl finanziell deutlich der richtige Entschluß war), so heißt der Typ hier Paul Miles. Und die Band hat Drive, Drive, Drive. Ein solches Uhrwerk hat man wirklich selten, und dann je nach Part und Stimmung diese geilen Verschlepper oder Anzieher: genial, und außerdem was, was nur die echt Guten können. Im übrigen besteht die Band durchweg aus exzellenten Musikern, denen man die Hingabe deutlich anhört. Der Sound schließlich geht als das i-Tüpfelchen durch, denn er ist (früher war alles besser) analog, direkt, echt, geiiiäl! Vielleicht bin ich ja ein blöder Nazi, aber wenn der Schlagzeuger Vorgaben mit der Bass-Drum macht, und es kommt nicht so ein künstliches Computergeräusch, sondern ein "Wupp" und ich höre, wie der Kessel schwingt oder ich höre den Klang der Hi-Hat im Raum oder in Spielpausen das Surren der Amps, da geht mir einer ab. Versucht mal, das auf ner Machine Head Platte zu erleben. Die Einzigartigkeit, Schrägheit und Brillanz dieser Band, verbunden mit kompletter und Ignoranz und kommerziellem Scheitern lässt sich eigentlich höchstens mit Voivod vergleichen. Fazit: von den 12 Songs ist JEDER ein Volltreffer, die Platte absoluter Pflichtstoff und es soll keiner behaupten, er hätte nix gewusst!!! So isses!!!P.S.: ebenso genial und verpflichtend ist der Vorgänger, Manic Impressions, der etwas schneller und straighter, aber genauso unglaublich ist und ebenfalls in allen Belangen ne glatte 1+ kriegt. Die ersten beiden Alben sind "nur" gut bis sehr gut.Homepage: www.apogee.whack.org/~ken/ ---Punkte: 9 Kommentar schreiben powered by social2s EISREGEN - Wundwasser- Like0 Dislike0 Details Kategorie: Tonträger Reviews Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Matt Zugriffe: 506 unter meinen neuesten erungenschaften befindet sich ebenfalls der aktuelle longplayer der thüringer chaostruppe von EISREGEN. Wundwasser ist ausgefeilter und technisch ausgereifter als seine vorgänger. von ihren kranken interpretation über historische thematik des mittelalters, gibt es auf wundwasser genug. die texte sind natürlich nicht immer ernst zu nehmen, jedoch beziehen sie eine deutliche fatalistische neigung, aber wo gibts das im death-metal nicht? beim songwriting hatt sich sänger roth deutlich verbessert und auch seine stimme hat einiges an qualität gewonnen. poetisch, melodisch und sarkastisch führt eine linie durch das album. im ersten song *mein eichensarg* sing roth vom eigenen tod, und schaufelt sich sein eigenes grab. das zweite lied *am glockenseil* hängt der junge, vatergewordene priester in der kirche und baumelt am glockenseil hin und her. die glocke läutet, ein knüppelsong, moshkompatibel. das nächste lied hat wieder mehr melodie welche eine besondere tragik bingt, langsame parts und gitarrenlinien lassen die verzweiflung durchklingen, *vom muttermord* handelt von, na ihr wisst schon. das vierte lied *blutgeil*, der text bringt einen rückblich auf das, wies anfing. gehirnwäsche und folter begleitet von teils amüsanten musikalischen einlagen, zeigen dem zühöhrer ein unscharfes bild des protagtonisten. denn er ist *der ripper von rostow* so geneannt im fünften lied. lied sechs *hinein ins tränenmeer*, späte reue zeigt sich beim protagonisten, wie man erahnen kann machte man ihn zum schizzophrenen geisteskranken ripper. lied sieben, *glas* schiefe geigen spielen einem brütal ins gehör. der protagonist erzählt von seiner verlorenen seele, seinen kaputten nerven und dem sarg aus glas, die sele kann herausschauen aber nicht zur ruhe kommen, weil einer auf den sarg kotzt. *was vom leben übrig bleibt* der ripper von rostow ist wieder unterwegs, verzweifelt schwankt er durch die nacht und zieht eine bilanz seines lebens, so viel verbrechen, so viel verderben, soo viel blut. es ist nun zu ende, der letzte weg ist gegangen. man könnte denken die war der letzte song, jedoch fügt sich weiteres in die geschichte. *kreuznarbe* der protagonist doch noch nich tod, er wird aufgegriffen und gefoltert (davon handelt der song zur hauptsache), der hexerei beschuldigt, als antichrist für den scheiterhaufen bestimmt. als letztes lied, der titeltrack, wie er heist dürft ihr mal raten. *wundwasser* lässt nicht direkt auf die restliche handlung des albums schließen, vielmehr erzählt es die geschichte eines malers der sich dem wundwasser eines, noch lebenden und während des aktes sterbenden, mädchen um damit ein lebendiges bild von der tat zu malen. er wollte sie doch nur verewigen, der mensch ist vergänglich, die kunst verewigt ihn. "Ein Leben für die Kunst Dein Leben für die Kunst Wundwasser wird fließen" soo was ihr davon haltet müsst ihr selber wissen, musikalisch sicherlich kein ewiges meisterwerk,aber eine steigerung. abgerundet wird das album durch intro und outro. Like0 Dislike0 Details Kategorie: Tonträger Reviews Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Matt Zugriffe: 430 Wie heftig sich KURHAUS entwickelt haben, brauche ich wohl so gut wie keinem Dremu-Leser mehr zu erzählen. Denn wenn das jemand hier noch nicht mitgekriegt hat, interessiert sie/er sich wohl nicht für Hardcore. „Refuse To Be Dead“ ist jedenfalls das tongewordene Manifest dafür, dass Hardcore 2004 nicht für „tough guy“-Bullshit stehen muss, sondern auch politisches Bewusstsein, engagierte Aussagen und eine positive Einstellung für ein bewussteres Leben bedeuten kann. Neulich sagte mir jemand, KURHAUS seien ihm „zu PC“. Schön, dann hört euch weiter Songs über Autos, Flammen und Saufen an! Allen anderen sei hiermit auch das KURHAUS-Inti auf dieser Seite empfohlen, denn dann kann ich gleich zur Musik kommen: Den geradlinigen Weg des knüppeligen HC mit Brüllgesang haben KURHAUS schon lange verlassen – Gø singt jetzt eher in einem teils anklagenden, teils leidenden Tonfall, die Rhythmik ist VIEL vertrackter geworden (erinnert etwa an AT THE DRIVE IN und Konsorten), und die Saitenfraktion lässt hier so einiges an noisigen Elementen, aber auch hammereingängigen Melodien sowie fetzigen Riffs vom Stapel. Insgesamt eher NOCH aggressiver als früher, auch wenn die Power jetzt anders vermittelt wird – sie springt dir nicht in jedem Moment direkt ins Gesicht, sondern schleicht sich des Öfteren um dich herum und packt dich umso hartnäckiger im Genick, lässt dich nicht mehr los. Es gibt ruhige Momente (aber nicht so ein vorsehbarerer Laut/Leise-Wechsel wie bei vielen Metalcore-Bands), überdrehte Screams (meist von Klampfer Hanfti), Synthies – kurz: An Experimenten und Einfallreichtum wird nicht gespart! Besonders gut gefallen mir „We’ve Marked These Red Lines“, wo Gø mit Sprechstimme Gänsehaut erzeugt („they justify their deeds with profits and growth, tell us it is necessary / but there is no justice in capitalism”) und “Prority #1”, welches mit satten Ohrwurm-Melodien längerfristig nachwirkt. Das ganze Artwork ist sehr stilvoll gehalten (passend dazu wurde die Homepage umgestaltet), die Produktion fängt den Geist der Musik perfekt ein – „Refuse To Be Dead“ ist ein Volltreffer! www.freecore-records.net Like0 Dislike0 Details Kategorie: Tonträger Reviews Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Philipp Zugriffe: 836 Nun gibt es im Archiv der Dremu-Plattenkritiken zwei Einträge unter NEURON und „Gleichschritt“ und doch liegen zwischen diesen beiden Scheiben Welten. Die erste Rezi betraf die selbstproduzierte Mini, welche sieben Titel enthielt, vorliegender Longplayer bietet 14 Songs (die Lieder der Mini sind alle neu eingespielt dabei), die mit monströsem Sound versehen sind und die schon geile Mini in den Boden stampfen. Passt auch wie Arsch auf Eimer zu Epistrophy, die mit AUDIO-KOLLAPS eine Band in den Reihen haben, die zu stilistischen Vergleichen einlädt. Jedenfalls, wenn man nur oberflächlich hinhört und die Vermengung von krassem Death Metal mit Grind- und Crust-Elementen als Parallele ausmacht. Doch NEURON zielen noch präziser – und zwar dahin, wo es schmerzt! Das mag an den gnadenlos exakt gespielten Drums liegen (Schlagzeuger Sören holzt komplett über Klick), wodurch sich die Band natürlich einerseits jenem Quentchen Ungezügeltheit und Raserei verschließt, der bei vielen Crust/Hardcore-Bands den Reiz ausmacht, andererseits aber eine Art maschinelle Kälte erzeugt, die hervorragend zu den Texten passt: „Lebe in der Digitalwelt / Preise das Silizium / Huldige dem kalten E-Gott!“ („e-gott“). NEURON konfrontieren den Hörer mit ihrer Sicht einer sinnentleerten, von Menschen zerrütteten Welt: „Leviathan / Chaos / Kein Gott / Die Welt / bankrott“ („leviathan“). Dazu tonnenschwere Riffsalven, heiseres Gebrüll und ein mahlender Bass – kurz den Vorschlaghammer vor den Kopp des lethargischen Stimmviehs. In letzter Konsequenz verbunden mit der hoffnungsvollen Maxime: „Aufbegehren / Alle Macht dem Volke / Widerstand / Legt das Joch ab / LEBT“ („alle macht dem volke“). Leider gibt es bei Dremu keine Steigerung des Punkte-Systems, für die Mini habe ich schon 5 Sterne vergeben, der Longplayer müsste eigentlich sieben bekommen, denn hier stimmt alles (inkl. Textblatt mir allen Texten auf dt. und engl.)! www.neuroncrust.de ---Punkte: 10 Kommentar schreiben powered by social2s Weitere Beiträge ... AUDIO KOLLAPS - "Music From An- RAUM 101 - Same (12", Epistrop- INFAUST - Same (12", Epistroph- CHAOS CONTROL - "Riot In The Streets" Seite 862 von 1217 Start Zurück 857 858 859 860 861 862 863 864 865 866 Weiter Ende Info schließen
EISREGEN - Wundwasser- Like0 Dislike0 Details Kategorie: Tonträger Reviews Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Matt Zugriffe: 506 unter meinen neuesten erungenschaften befindet sich ebenfalls der aktuelle longplayer der thüringer chaostruppe von EISREGEN. Wundwasser ist ausgefeilter und technisch ausgereifter als seine vorgänger. von ihren kranken interpretation über historische thematik des mittelalters, gibt es auf wundwasser genug. die texte sind natürlich nicht immer ernst zu nehmen, jedoch beziehen sie eine deutliche fatalistische neigung, aber wo gibts das im death-metal nicht? beim songwriting hatt sich sänger roth deutlich verbessert und auch seine stimme hat einiges an qualität gewonnen. poetisch, melodisch und sarkastisch führt eine linie durch das album. im ersten song *mein eichensarg* sing roth vom eigenen tod, und schaufelt sich sein eigenes grab. das zweite lied *am glockenseil* hängt der junge, vatergewordene priester in der kirche und baumelt am glockenseil hin und her. die glocke läutet, ein knüppelsong, moshkompatibel. das nächste lied hat wieder mehr melodie welche eine besondere tragik bingt, langsame parts und gitarrenlinien lassen die verzweiflung durchklingen, *vom muttermord* handelt von, na ihr wisst schon. das vierte lied *blutgeil*, der text bringt einen rückblich auf das, wies anfing. gehirnwäsche und folter begleitet von teils amüsanten musikalischen einlagen, zeigen dem zühöhrer ein unscharfes bild des protagtonisten. denn er ist *der ripper von rostow* so geneannt im fünften lied. lied sechs *hinein ins tränenmeer*, späte reue zeigt sich beim protagonisten, wie man erahnen kann machte man ihn zum schizzophrenen geisteskranken ripper. lied sieben, *glas* schiefe geigen spielen einem brütal ins gehör. der protagonist erzählt von seiner verlorenen seele, seinen kaputten nerven und dem sarg aus glas, die sele kann herausschauen aber nicht zur ruhe kommen, weil einer auf den sarg kotzt. *was vom leben übrig bleibt* der ripper von rostow ist wieder unterwegs, verzweifelt schwankt er durch die nacht und zieht eine bilanz seines lebens, so viel verbrechen, so viel verderben, soo viel blut. es ist nun zu ende, der letzte weg ist gegangen. man könnte denken die war der letzte song, jedoch fügt sich weiteres in die geschichte. *kreuznarbe* der protagonist doch noch nich tod, er wird aufgegriffen und gefoltert (davon handelt der song zur hauptsache), der hexerei beschuldigt, als antichrist für den scheiterhaufen bestimmt. als letztes lied, der titeltrack, wie er heist dürft ihr mal raten. *wundwasser* lässt nicht direkt auf die restliche handlung des albums schließen, vielmehr erzählt es die geschichte eines malers der sich dem wundwasser eines, noch lebenden und während des aktes sterbenden, mädchen um damit ein lebendiges bild von der tat zu malen. er wollte sie doch nur verewigen, der mensch ist vergänglich, die kunst verewigt ihn. "Ein Leben für die Kunst Dein Leben für die Kunst Wundwasser wird fließen" soo was ihr davon haltet müsst ihr selber wissen, musikalisch sicherlich kein ewiges meisterwerk,aber eine steigerung. abgerundet wird das album durch intro und outro. Like0 Dislike0 Details Kategorie: Tonträger Reviews Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Matt Zugriffe: 430 Wie heftig sich KURHAUS entwickelt haben, brauche ich wohl so gut wie keinem Dremu-Leser mehr zu erzählen. Denn wenn das jemand hier noch nicht mitgekriegt hat, interessiert sie/er sich wohl nicht für Hardcore. „Refuse To Be Dead“ ist jedenfalls das tongewordene Manifest dafür, dass Hardcore 2004 nicht für „tough guy“-Bullshit stehen muss, sondern auch politisches Bewusstsein, engagierte Aussagen und eine positive Einstellung für ein bewussteres Leben bedeuten kann. Neulich sagte mir jemand, KURHAUS seien ihm „zu PC“. Schön, dann hört euch weiter Songs über Autos, Flammen und Saufen an! Allen anderen sei hiermit auch das KURHAUS-Inti auf dieser Seite empfohlen, denn dann kann ich gleich zur Musik kommen: Den geradlinigen Weg des knüppeligen HC mit Brüllgesang haben KURHAUS schon lange verlassen – Gø singt jetzt eher in einem teils anklagenden, teils leidenden Tonfall, die Rhythmik ist VIEL vertrackter geworden (erinnert etwa an AT THE DRIVE IN und Konsorten), und die Saitenfraktion lässt hier so einiges an noisigen Elementen, aber auch hammereingängigen Melodien sowie fetzigen Riffs vom Stapel. Insgesamt eher NOCH aggressiver als früher, auch wenn die Power jetzt anders vermittelt wird – sie springt dir nicht in jedem Moment direkt ins Gesicht, sondern schleicht sich des Öfteren um dich herum und packt dich umso hartnäckiger im Genick, lässt dich nicht mehr los. Es gibt ruhige Momente (aber nicht so ein vorsehbarerer Laut/Leise-Wechsel wie bei vielen Metalcore-Bands), überdrehte Screams (meist von Klampfer Hanfti), Synthies – kurz: An Experimenten und Einfallreichtum wird nicht gespart! Besonders gut gefallen mir „We’ve Marked These Red Lines“, wo Gø mit Sprechstimme Gänsehaut erzeugt („they justify their deeds with profits and growth, tell us it is necessary / but there is no justice in capitalism”) und “Prority #1”, welches mit satten Ohrwurm-Melodien längerfristig nachwirkt. Das ganze Artwork ist sehr stilvoll gehalten (passend dazu wurde die Homepage umgestaltet), die Produktion fängt den Geist der Musik perfekt ein – „Refuse To Be Dead“ ist ein Volltreffer! www.freecore-records.net Like0 Dislike0 Details Kategorie: Tonträger Reviews Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00 Geschrieben von Philipp Zugriffe: 836 Nun gibt es im Archiv der Dremu-Plattenkritiken zwei Einträge unter NEURON und „Gleichschritt“ und doch liegen zwischen diesen beiden Scheiben Welten. Die erste Rezi betraf die selbstproduzierte Mini, welche sieben Titel enthielt, vorliegender Longplayer bietet 14 Songs (die Lieder der Mini sind alle neu eingespielt dabei), die mit monströsem Sound versehen sind und die schon geile Mini in den Boden stampfen. Passt auch wie Arsch auf Eimer zu Epistrophy, die mit AUDIO-KOLLAPS eine Band in den Reihen haben, die zu stilistischen Vergleichen einlädt. Jedenfalls, wenn man nur oberflächlich hinhört und die Vermengung von krassem Death Metal mit Grind- und Crust-Elementen als Parallele ausmacht. Doch NEURON zielen noch präziser – und zwar dahin, wo es schmerzt! Das mag an den gnadenlos exakt gespielten Drums liegen (Schlagzeuger Sören holzt komplett über Klick), wodurch sich die Band natürlich einerseits jenem Quentchen Ungezügeltheit und Raserei verschließt, der bei vielen Crust/Hardcore-Bands den Reiz ausmacht, andererseits aber eine Art maschinelle Kälte erzeugt, die hervorragend zu den Texten passt: „Lebe in der Digitalwelt / Preise das Silizium / Huldige dem kalten E-Gott!“ („e-gott“). NEURON konfrontieren den Hörer mit ihrer Sicht einer sinnentleerten, von Menschen zerrütteten Welt: „Leviathan / Chaos / Kein Gott / Die Welt / bankrott“ („leviathan“). Dazu tonnenschwere Riffsalven, heiseres Gebrüll und ein mahlender Bass – kurz den Vorschlaghammer vor den Kopp des lethargischen Stimmviehs. In letzter Konsequenz verbunden mit der hoffnungsvollen Maxime: „Aufbegehren / Alle Macht dem Volke / Widerstand / Legt das Joch ab / LEBT“ („alle macht dem volke“). Leider gibt es bei Dremu keine Steigerung des Punkte-Systems, für die Mini habe ich schon 5 Sterne vergeben, der Longplayer müsste eigentlich sieben bekommen, denn hier stimmt alles (inkl. Textblatt mir allen Texten auf dt. und engl.)! www.neuroncrust.de ---Punkte: 10 Kommentar schreiben powered by social2s Weitere Beiträge ... AUDIO KOLLAPS - "Music From An- RAUM 101 - Same (12", Epistrop- INFAUST - Same (12", Epistroph- CHAOS CONTROL - "Riot In The Streets" Seite 862 von 1217 Start Zurück 857 858 859 860 861 862 863 864 865 866 Weiter Ende Info schließen