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  • Philipp

LIPSTIX-"Paradise In Hell"

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 1470

LIPSTIX – „Paradise In Hell“
(Big F Promotion)

Hm, ziemlich durchschnittlicher Bubblegum-Girlie-Pop-Punk ist auf dieser EP vertreten. Die Melodien sind ganz nett, aber wahrscheinlich bin ich einfach nicht der Richtige, um dieses Teil zu reviewen. Für mich klingt das alles doch zu harm- und zahnlos. Auch die Texte helfen nicht viel weiter und scheinen sich eher um die Suche nach Mr. Right zu drehen, was mit dem entsprechenden Zynismus ganz nett sein könnte, hier jedoch eher die Gedankenwelt durchschnittlicher Teenager widerspiegelt. Und YEAH, was bin ich glücklich, diesem Alter und diesen Problemen schon LANGE entronnen zu sein. Die LIPSTIX sind laut Promo denn auch erst im Durchschnitt umme 18, vielleicht entdecken sie ja noch den Crustcore und knattern in ein paar Jahren voll nach vorne? In der Zwischenzeit hör ich mir lieber die APOCALIPSTIX an…

Philipp

---Punkte: 5
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M.A.N.-Obey Consume Reject

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Zugriffe: 690

M.A.N. Obey Consume Reject

Schon wieder ne neue Band mit Tony Jelencovich als Boss. Er war Sänger bei den geilen B-thong , Sänger/Gitarrist der noch geileren Transport League und kurzzeitig bei Mnemic ein-und wieder ausgestiegen. Es war wohl wieder Zeit für was anderes, und so gibt es nun M.A.N. Der arschcoole Mix aus Metal, Hardcore, New Orleans-Riffs, ein wenig Schweinerock und Texten mit Hirn und Gewissen, der Transport League so cool machten, ist weg. Bei M.A.N. gibt es dafür - Achtung, das "N-Wort" - nu-metallische Grooves, tiefgestimmte Gitarren mit simplen, fetten Riffs und zwischen Geshoute und melodischen Gesangslinien pendelnde Vocals. Das hatten wir doch schon vor Jahren erledigt geglaubt? Stimmt. Der Sound ist dick und klingt nach Band und nicht nach Computer, geht also in Ordnung. Texte sind nicht abgedruckt, scheinen aber wieder auf der Habenseite der Truppe zu stehen. Spielerisch ist natürlich auch alles sauber umgesetzt. Aber nu: ist das gut? Und noch wichtiger: braucht man das, nachdem das unsägliche Nu-Metal-Genre so erfreulich tot ist (und durch die ebenso schlimme Seuche Metalcore abgelöst wurde)? Die erste Frage kann man recht gut beantworten: man muss zugeben, dass dies für sich genommen eine gute Platte ist, wenn sie auch mit meiner Lieblings-Transport-League-Scheibe "Satanic Panic" nicht mithält. Die Songs sind einfach, effektiv, eingängig und eignen sich prima zum Rumhüpfen, wenn man denn drauf steht. Zweite Frage: die Jungs sind mit diesem Sound sicherlich etwas spät dran, aber ob man das braucht, kann nur jeder selber beantworten. Dass sie mit so einer klar an einem (toten) Trend orientierten Platte jetzt erst kommen, rückt das Ganze ja fast schon wieder in ein sympathisches Licht. Die Exploited von heute sozusagen: "Nu-Metal´s not dead", höhö. Ich mag´s. Fans von Mudvayne und Konsorten sollten im März 2007 mal Ausschau halten, dann erscheint das Ding in Germoney. Vorher ist es nur als Import zu kriegen.

manmusic.tk

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HALLOWS EVE-"Evil Never Dies"

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 713

HALLOWS EVE – „Evil Never Dies“ (Xtreem Music)

Warum schreibt man Plattenrezis? Einerseits sicher, um seine Begeisterung über ein neu entdecktes akustisches Juwel kundzutun. Andererseits auch, um vor faulen Fischen zu warnen! Genau dieser letztere Fall tritt hier ein: HALLOWS EVE haben mit „Tales Of Terror“ und „Death & Insanity“ zwei Scheiben gemacht, die für mich zu den 100 besten Releases überhaupt zählen. Nun demontiert sich eine Legende: „Evil Never Dies“ kommt in coolem Comic-Cover, aber der Inhalt ist eine faustdicke Enttäuschung, ja regelrecht ein Ärgernis. Über die dünne Produktion mit ihren pappigen Drums will ich mich gar nicht so sehr aufregen, schließlich ist die Platte zunächst als Eigenproduktion erschienen. Aber das langweilige Songwriting und der durchschnittliche Gesang können einer LEGENDE wie HALLOWS EVE zu wirklich keiner Sekunde gerecht werden. Was hat sich Tommy Steward dabei bloß gedacht? Das Manko liegt gar nicht darin, dass die Band plötzlich krampfhaft versucht, zeitgemäß zu klingen. Nein, die Songs sind einfach langweilig und durchschnittlich! Mann, es ist schon traurig, dass diese Platte unter diesem Namen erscheint, der für innovative und heftige Songs stand.
I lost reality long ago, now I live in a HORRORSHOW….

---Punkte: 2
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SABBAT-Dreamweaver

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Kategorie: Klassiker Re-Visited
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 1893
Endlich mal wieder ein Klassiker-Review, macht doch immer wieder Spaß. Sabbat aus England sind eine der besten Thrash-Metal-Bands aller Zeiten, Punkt. Leider sind sie nie aus dem Untergrund rausgekommen. Ende der 80er/Anfang der 90er machten sie drei Platten, von denen die ersten beiden absolut groß waren, die dritte aber durch veränderte Besetzung und schlechteren Sound nicht mehr so ganz mithalten konnte. Für mich ist die Kombination von Musik, Text und Sound, bei Sabbat immer alles etwas anders als beim Rest, auf der zweiten am besten gelungen. Härtemäßig waren sie eher am oberen Ende der Thrash-Skala zu finden, wobei die Songs anspruchsvoll, aber nicht verfrickelt und von allen Beteilgten sehr gut gespielt waren. Instrumentalmelodien (sprich: Schwedenscheiße) gab´s zum Glück damals noch nicht, und auch der Sänger hielt sich damit sehr zurück. Gebretter eben. A propos Sänger: hier polterte der spätere Skyclad-Frontmann Martin Walkyier, und seine natürliche, ungekünstelte Stimme hörte sich schon damals mächtig an wie 'ne Gerölllawine in voller Fahrt. "Dreaweaver" ist ein Konzeptalbum über die heidnisch-spirituelle Tradition Britanniens (nach Brian Bates: "The Way Of Wyrd"), zum Glück umgestzt in intelligent formulierten Texten ohne affektierte Peinlichkeiten. Die Christen müssen zu der Zeit schon da drüben gewesen sein, denn deren Terrorherrschaft kriegt hier doch einiges ab. Auch immer wieder geil ist der Sound, man hat sich hörbar bemüht, die größmögliche Brutalität hinzukriegen, und das hat (mit den damaligen Mitteln übrigens viel besser als heute) auch funktioniert. Es kracht und knarzt und ballert von vorn bis hinten. Interessante Fußnote in diesem Zusammenhang: einer der Gitarristen war Andy Sneap, heute einer der angesagtesten Metal-Producer, der es noch immer hingekriegt hat, dass seine Produktionen klingen wie der hinterletzte Plastikdreck. Seine eigene Truppe klang gut. Komisch. Egal, dieses Album hat Härte und Energie, Hirn und Anspruch, einen fetten Sound und (als LP) sogar noch ne coole Aufmachung: das muss dann wohl ein Klassiker sein, der im Übrigen in jede halbwegs ernst gemeinte Sammlung gehört. Gerüchten zufolge soll es die Band sogar wieder geben. Schön wär's, die mal live zu sehen. sabbat-wildfire.tk ---Punkte: 10
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PIAZZA DROPOUT-s/t

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 1129
PIAZZA DROPOUT

Dauernd krieg ich irgendwelche CDs mit Hochglanz-Infoblatt zugeschickt. Da freut man sich man doch mal über ein kultiges Demotape (also ’ne Kassette, ’ne), der einfach ein per Hand vollgeschmierter Zettel beiliegt mit den Worten: „Hier wat Krach. Reinhören oder Maul halten!“ oder so ähnlich. Den Jungs von Epistrophy hamse als Empfehlung geschrieben: “11 Songs in knapp 7 Minuten, highspeed hardcorepunk, , klingt wie wenn n Flugzeug inne Achterbahn kracht und beide zusammen noch n Stück durchs Dorf schlittern bis sie in den Getränkemarkt krachen. Sowas wolltste doch hörn wa??“ Yeah, also ich zumindest will genau so was hören! Hier sind 14 Dinger drauf, allesamt nicht Old School, sondern schon OLDER SCHOOL, he he. Da lassen sämtliche Zimmerpflanzen die Köppe hängen (theoretisch, bei mir gibbet eh kein Grün), dafür lebt mein schmieriges Hardcore-Herz wieder auf! Die Texte rocken das Haus: „My Space My Ass“: „What the fuck/poseur club/get a life/proile log in“ oder „First class“: „Fast trains/for those who can pay/coffee for three bucks a cup/slow trains for those who got less/expensive as fuck anyway“. Richtig geile Scheiße, und die Jungs spielen demnächst zusammen mit POMMES BRUTAL in der Meierei!

Auf dem Tape sind keine weiteren Angaben zu Kontakt oder Preis, aber ihr könnt ja wohl ma surfen gehen, ihr Luschen.

BEWARE OF THE FREAKWAVE ATTACK…
 

---Punkte: 10
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