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  • Philipp

Felix Kreutzmann Skadenklinge - Das letzte Berserkerschwert

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Kategorie: Lesefutter
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 3336

Felix Kreutzmann, "Skadenklinge - Das letzte Berserkerschwert" (Books On Demand)

Ein Roman aus der Feder eines Kieler Autoren, welcher der Dremu-Gemeinde nicht unbekannt sein dürfte: Felix Kreutzmann aka „Ragnar“ legt mit „Skadenklinge“ sein Debut vor!

Da ist natürlich eine knallharte Rezi geradezu Pflicht…

Wie man bereits unschwer am Titel erkennt, hat sich der hoffnungsvolle Nachwuchsautor Kreutzmann mit „Skadenklinge - Das letzte Berserkerschwert" dem Fantasy-Genre gewidmet, also einer Stilrichtung, die vom schrecklichsten Kitsch und stümperhaften Geschreibsel bis hin zu Klassikern reicht. Von daher war es spannend, wo Kreutzmann sich qualitativ einordnet…



Was bietet „Skadenklinge“ also inhaltlich? Nun, da wären folgende Elemente:

- ein mystisches Schwert, welches dem Träger übermenschliche Fähigkeiten verleiht,

- ein „Held“, der eher ungewollt in sein Abenteuer stolpert,

- nordische (fiktive) Mythologie und Schauplätze,

- ein finsterer und scheinbar unbezwingbarer Gegner,

- eine unglücklich verlaufende Liebesgeschichte,

- eine unheilvolle Prophezeiung,

- Blut, Tod & Wahnsinn…



Alle diese Elemente sind natürlich nichts Neues, erinnern mehr oder weniger deutlich an Michael Moorcock (bes. „Elric von Melniboné“), Karl Edward Wagner, Tolkien, Frans G. Bengtsson oder Jean-Louis Fetjaine. Aber „Skadenklinge“ ist dennoch kein fader Abklatsch, sondern flott geschrieben und durchaus spannend zu lesen. Felix Kreutzmann besitzt genug Humor, um das Ganze selbstironisch zu präsentieren und nicht etwa in Pathos zu versinken. Dabei tauchen auf dem Weg des Antihelden Ragnars (he he) von der Entdeckung des Schwertes bis hin zur unvermeidlichen Schlacht immer wieder Überraschungen auf.

Sprachlich ist „Skadenklinge“ bewusst an altnordische Texte angelehnt, wird daher mit einem Zitat aus der „Edda“ eingeleitet. Dieser Stil wird insgesamt gekonnt und sicher gehandhabt. Etwas nervig finde ich allerdings den häufigen Einsatz des auktorialen Erzählers, der den LeserInnen das Geschehen mit ständigen Kommentaren und Vorausdeutungen darbietet („Vieles werdet ihr gleich selbst nachlesen können“ usw.). Diesen Aspekt halte ich für unnötig bzw. zu oft eingesetzt.

Aber dennoch habe ich „Skadenklinge“ sehr gern gelesen und war positiv überrascht über die schwungvoll geschriebene und spannende Lektüre! Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der zahlreiche Fragen unbeantwortet und Handlungsfäden offen lässt. Da freue ich mich doch schon auf den nächsten Teil!



Coole Scheiße, Daumen hoch!



Unter der ISBN 3-8334-4480-0 könnt ihr "Skadenklinge - Das letzte Berserkerschwert" im Buchhandel ergattern, unter

http://www.skadenklinge.de könnt ihr Auszüge lesen und euch weitere Infos holen oder dem guten Ragnar dat Gästebuch zuschludern…

- Beitrag von: Philipp

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Manfred Winkler - Wo Woodstock weiterlebt

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Kategorie: Lesefutter
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Strecker
Zugriffe: 2776

"Wo Woodstock weiterlebt" von Manfred Winkler

 

Das Buch heißt Wo Woodstock Weiterlebt und ist ein Erlebnisbericht aus 9 Jahren Roskilde-Festival. Laut Klappentext beschreibt das Buch ungeschminkt die exzessiven Aufenthalte einer Gruppe aus Norddeutschland beim harmonischen Roskilde Festival.


Mal eins vor weg, wer noch nie ein Festival besucht hat und dafür nichts übrig hat, der wird mit dem Buch nicht viel anfangen können. Alle anderen schon.


Es sind nicht so sehr die beschriebenen Erlebnisse des Autors, die allerdings sehr unterhaltsam und amüsant erzählt werden. Viele der Situationen habe ich in ähnlicher Form auch in Roskilde erlebt. Das ist der Grund weshalb ich beim lesen des Buches gute Laune hatte, obwohl ich meist auf dem Weg zur Arbeit war. Es wurden viele Erinnerungen eigener Festivalbesuche wieder wach. Beispielsweise wird beschrieben, wie mit einer Mixtur aus Wodka und Vitamintabletten experimentiert wurde. Bei einem meiner Festivalbesuche bestand das Getränkeexperiment darin Wodka mit Kaffee zu mischen, um sich etwas aufzuwärmen. Beim lesen hatte ich dann sofort den Geschmack von löslichem lauwarmen Kaffee gemischt mit Wodka im Mund. Ekelhaft dat Gesöff!!!


Witzig ist es auch die Ähnlichkeiten zwischen den beschriebenen Personen und den Personen, die mich zum Festival begleitet haben. Ich glaub jeder wird den ein oder anderen Bekannten wieder erkennen. Dadurch erhalten die genannten Namen, dann auch immer mehr Gesichter, die den eigenen Bekannten sehr ähnlich sehen.


Bei Interesse lohnt sich ein Besuch auf der Seite www.wo-woodstock-weiterlebt.de da gibt es einige Auszüge und das Buch für 9,90 Euronen.


Ein bisschen meckern muss ich aber auch noch. Leider gibt es recht wenig Bilder in dem Buch und etwas mehr Musik bzw. Erlebnisse bei Konzerten hätte ich schön gefunden. Trotz den vielen guten Feiern auf dem Campinggelände fährt man ja eigentlich wegen der Musik zu einem Musikfestival und davon gibts in Roskilde reichlich. Wo sonst gibts nach einem Slayer Konzert gleich einen schwedischen Liedermacher im hinterher?



Geschrieben von Michael Strecker

 

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TOURETTES SYNDROME-Sicksense

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von hendrik
Zugriffe: 1021

Aufmerksam geworden bin ich auf diese neue australische Band durch drei Dinge. Erstens durch einen Verriss in einer großen Hochglanzzeitschrift, zweitens durch Neuron-Schlagzeuger Jürgen, der sie live gesehen hat und sie irgendwie seltsam, aber geil fand und schließlich durch die Tatsache, dass sie Labelkollegen von Noise Forest sind. Also mal reingehört. Ergebnis: unkategorisierbar. Also, die Songs sind größtenteils eher langsam oder im Midtempo, aber es gibt auch mal was vors Maul. Die Gitarren tiefgestimmt, die Riffs drücken simpel, aber immer wieder auch mal schräg. Der Sound ist schön Untergrund, mit Ecken und Kanten und trotzdem fett wie sich das gehört. Zentraler Punkt ist aber klar die Sängerin. Sie hat eine volle, tiefe Stimme, mit der sie auch umgehen kann und die sie sehr vielschichtig einsetzt. Es gibt tolle, düstere Melodien en masse, aber auch Gebrüll, Gegrunze und gelegentliches Gekreische, was das Frollein ein wenig in die Nähe von Dawn Crosby (Fear Of God) oder Karyn Crisis (Crisis) rückt. So, wie nennt man nun diese Musik? Man weiß es nicht, und eigenständige Bands sind selten. Im weitesten Sinne ist es schon Metal, und wer sich eine etwas straightere und weniger psychotische Version der vorgenannten Bands und ihrer Sängerinnen vorstellen kann, auf klasse Melodien und Platten mit lo-fi-Charme (bezogen auf den Sound, nicht auf das Handwerk) steht, der macht hier nix verkehrt.

tourettes.com.au

tourettessyndrome.de 

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SOULSGATE- "Inner Conflict"

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 913

SOULSGATE-Cover 


SOULSGATE – „Inner Conflict“(CD, Eigenproduktion) Von dieser Hamburger Band haben mir schon so unterschiedliche Kombos wie KURHAUS oder SUFFERAGE Positives von gemeinsamen Auftritten berichtet, aber trotzdem hab ich sie noch nie live sehen geschweige denn einen Ton ihrer Musik hören können. Aber zack! – landet hier die zweite Scheibe auf meinem Schreibtisch und meine erfreuten Ohren vernehmen amtlich gezockten Death Metal. Stilistisch würde ich DEATH zu „Human“-Zeiten als Vergleich heranziehen, wenngleich SOULSGATE nicht ständig obertechnisch vorgehen, sondern auch mal straight nach vorne ballern. Boah, klanglich kann die Platte mit so einigem Profikram mithalten – da hat die Band selbst mit Unterstützung des DARK AGE-Typen Eike Fresse gute Arbeit geleistet und eine knallharte, aber glasklare Produktion kreiert. So macht es gleich doppelt Spaß, sich die mal ordentlich blastenden („Flat“), mal aber auch schwer groovenden („Trust“) Songs reinzuorgeln. Gesanglich wird man positiv an Goldkehlchen wie Chuck und Mille erinnert, also nix mit Emo, sondern fieses Gebrüll… Jo, Interessierte mögen einen Blick auf www.soulsgate.de werfen bzw. ihr Ohr an die Boxen ihres PC werfen, denn da gibbet natürlich auch wat mp3s.Philipp ---Punkte: 8

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V.A. - "Minimum Rock'n'Roll Volume 1" (LP – Notaufnahme Schleipladde / Eisbär Records)

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 1702

V.A. – „MINIMUM ROCK’N’ROLL Vol. 1 / NORDSCHROTT, VAMOS BLATELLA, FILIBUSTERS“(LP – Notaufnahme Schleipladde / Eisbär Records) Hier haben wir es mal richtig mit D.I.Y.-Action zu tun: Drei Undergroundkapellen aus Schleswig kloppen ihren Zaster auf einen Haufen, ballern bei Uller Nagel jeweils 5 – 6 Songs ein und veröffentlichen diese schicke Vinyl-LP. So soll es doch sein! NORDSCHROTT verbinden Pogopunk mit leichten Metallanleihen und erzeugen so einen nach vorne gehenden Mix. Klingt irgendwie nach Bier, Schweiß und ungewaschener Unterwäsche. „Arschgesicht“, „Nr 1“, „Deportation“, „Dead Bodies On The Floor“, „Corruptionist“ und „Groundstaff“ heißen die Songs, deren Texte zwischen Deutsch und Englisch pendeln und mit der dicken Keule auf Kirche, Staat und erbärmliche Spacken einprügeln, die dem Punkrock im Wege stehen. Den Pogofaktor treiben VAMOS BLATELLA dann noch etwas höher, geil ist gleich der Anfang des ersten Songs „Alte Feinde“, welcher das „Mission Impossible“-Thema auffer Gitarre aufgreift, bevor man fröhlich weiterbratzt. Auch hier in jedem Song ’ne hasserfüllte Ansage, sei es über die Situation „Morgens 9:30 im Kessel“ oder hinsichtlich Hirnamputierter im „Medienrausch“. Mit FILIBUSTERS wird es etwas melodischer, mitsingkompatible Refrains im COCK SPARRER-Stil treffen auf richtig alte Schule-Punkrock. Textlich gibt es auch mal positive Vibes! Muss ja auch mal sein zwischen all dem Ausgekotze. So huldigt man „Joey Ramone“ oder einfach dem Leben anner Küste: „The westcoast – the shrimp toast / Der Klabautermann ist the bad ghost“ („La Costa Burracha“) – find ich geil, denn Berge saugen, stehen nur dem Ausblick und frischem Wind im Weg, ey.

Aufgemacht ist dieses Teil äußerst liebevoll – schickes Cover, Poster drin, vierseitiges Beiheft mit amtlich Texten und Fotos, Aufkleber und uringelbem Vinyl. Hell yeah, limitiert auf 500 Viecher, also schlagt zu!

Philipp http://www.myspace.com/filibusters06www.nordschrott-hc.dewww.myspace.com/nordschrottwww.vamos-blatella.dewww.myspace.com/vamosblatellawww.notaufnahme-schleipladde.dewww.eisbär-records.de

 

---Punkte: 9

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