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THE DRIPS-The Drips

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 882

The Drips – The Drips


The Drips bestehen schon seit dem Jahre 2000, aber reguläre Jobs und das nicht unerhebliche Mitwirken zweier Mitglieder bei The Bronx haben diese Platte erst 2005 entstehen lassen.

Wo wir schon dabei sind: maßgeblicher Anteil liegt hier natürlich Matts Röhre und Jobys Geriffe. Beides sind starke Elemente, die einen Vergleich zu The Bronx erzwingen. Unterstützt von Trommler David Hidalgo Jr.und Bassist Vincent Hidalgo gesellt sich Distillers-Gitzenmeister Tony Belivaqua hinzu und es wird hier allerdings weniger hardcorelastig wie bei The Bronx gerockt. Ergo: PunkROCK á la kalifornienmäßig. Ein bißchen L.A., aber ohne diese Glamrotze. Geschrieen wird trotzdem und die Songs gehen – wenn auch moderater – nach vorne. Es ist die logische und perfekte Schnittstelle zwischen den beiden Bronxalben. Ausreisser gibt es nicht, Anspieltipps sind „16,16, six“, „All Kids – Dead“ und der Opener „Broken“.

Die Songs machen deutlich, dass die Stärke bei den Refrains liegt. Die Strophen, besonders wenn der letzte(Coastline) und der erste Song(Broken) direkt hintereinander gehört werden, erinnern doch stark an die Ekel-80er Schmonzette „Safety Dance“ von Men with Hats(ich musste recherchieren – schon schlimm genug, dass mir der Vergleich auffallen musste), also eher ein bedingt komischer Zufall. Soundtechnisch gerade durch den Gesang und Gitarrensound geprägt, geht’s stark in Richtung Bronx und das ist gut so. Paraphrasiert: rotzig, räudig, straßig. Für Freunde der Bronx demnach ein Muss!


9 von 10 Punkten

Review by: Herbert

 

http://www.thedrips.com

http://www.myspace.com/thedrips

---Punkte: 9
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Joey Goebel - "Freaks"

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Kategorie: Lesefutter
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 2556

Joey Goebel – Freaks


Eine Band. Freaks. Die Freaks. Bestehend aus dem scheinbar ständig vollgedröhntem und stets philosophierendem Sänger Luster, der äußerst attraktiven berollstuhlten Satanistin und Drummerin Aurora, der 80jährigen Punk-Oma Opal, der allzeit alles hassenden 8jährigen Bassistin Ember und Keyboarder Ray, dem es aus dem Irak in die USA wegen einer persönlichen Mission verschlagen hat, bauen die Freaks ihr Imperium nacheinander auf, um gegen die „Humanoiden“ aufzubegehren und sie durch ihre Musik aufzurütteln.

Die Freaks sind wie aus dem richtigen Leben gegriffen und demnach ein Konglomerat von Mutanten, wie sie jeder in seiner Band hat. Durch das Changieren der Erzählperspektive von Person zu Person, in das auch Nebencharaktere einbezogen werden, wird die lineare Handlung von mehreren Seiten beleuchtet. Dadurch ist ein kurzweiliges und spannendes Durchlesen garantiert und es wird wieder offensichtlich, dass die gute Idee der Band jung sterben muss. Die Proberaumproblematik gibt es hüben wie drüben und es gibt allseits bekannte Gründe wie Stress im Altersheim, kein geeigneter Raum, Familienverpflichtungen mehrerlei Art und dennoch wird vielen weiteren Hindernissen getrotzt und bald der erste Auftritt anberaumt. Doch schon während des ersten Songs bricht die Hölle über allen ein.

Goebel schafft es, ein leicht zu lesenden, amüsanten und kurzzeitig auch zum Nachdenken anregenden Roman interessant zu präsentieren. An dieser Stelle möchte ich kurz aus dem Epilog des Autors zitieren:“Die grob gestrickte Handlung wurde an den Haaren herbeigezogen, die Protagonisten wurden an den passenden Stellen untergebracht, die Themen gründlich ausgeschlachtet, sämtliche Perspektiven sorgfältigst ausgelotet, vordergründige Symbolik bewußt eingesetzt, abgedroschene Ironie verwendet und Emotionen sowie Humor angemessen übertrieben[…].“ Alles klar? Also: lesen, ihr Ratten!


192 Seiten, Broschiert, 15 EUR, aber auch empfehlenswert: Das Hörbuch


9.5 von 10 Punkten

 

Review by: Herbert 

---Punkte: 9
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WAX. ON WAX. OFF-A Lecture On Geek Mytho

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 933
WAX. ON WAX. OFF – „A Lecture On Geek Mythology“
(CD, Eschatone Records)


WAX. ON WAX. OFF sind immer wieder für eine Überraschung gut! So hatte wohl kaum jemand die Band auffem Zettel, als plötzlich die News reinflatterte, dass sie ma eben in New Yorks own CBGBs zocken (u.a. mit den MISFITS!).
Und auch jetzt trifft es einen unvorbereitet von der Seite: Das sich selbst als „NerdCore“ oder auch „Punkrock mit Hornbrille“ titulierende Trio ballert seinen ersten Longplayer über das US-Label Eschatone raus.
Der Brüller ist gleich mal das beiliegende Textheft, welches in Form eines Fake-Reclam-Heftchens daherkommt! Genau in der pissgelben Farbe und in dem klassischen Reclam-Format wird auf 20 Seiten das Phänomen WAX. ON WAX. OFF erklärt sowie zu fast allen Texten ein „Vokabelheft“ geliefert, in welchem gewichtige Unklarheiten wie „lingerie – Unterwäsche“ oder „tambourine – Schellenkranz; wie die Triangel. Synonym für ein Instrument, das keinerlei Ausbildung bedarf“ verdeutlicht werden. Kult!
Die Texte vollbringen es dann auch, was nur wenigen Bands gelingt, die sich ähnlichen Themen widmen: Sie sind witzig, ja charmant und übertreffen in Wortwitz mal eben glatt ihre muttersprachlichen Kollegen. Sehr schön sind z.B. „I Know I’ll End Up Being The School’s Janitor“ oder „I Want My Records Back“ (sehr verzweifelter Song, in welchem der Protagonist seine Ex-Freundin anfleht, sie möge ihm doch bitte ENDLICH seine ihr geliehenen Punkrock-Scheiben zurückgeben).
Yeah, musikalisch ist dat natürlich cremig-poppiger 3-Akkorde-Punkrock. Mir normalerweise bisken zu seicht, aber nach ein paar Stunden Crustcore kommt dat zur Abwechslung denn auch mal ganz gut! Im Ernst: Hier sind einige richtige Ohrwürmer drauf, die einen nach mehrfachem Hören bis in den Schlaf verfolgen!



Wax. On Wax. Off ---Punkte: 9
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Joey Goebel - Vincent

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Kategorie: Lesefutter
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Herbert Hackepeter
Zugriffe: 2503

Joey Goebel – Vincent


Ursprünglich war ich auf der Suche nach Charlotte Roches Buch „Die Bärte der Proleten“(warum auch immer?!). Als ich bei der Recherche auf ihr Mitwirken bei einem Hörbuch stieß, weckte dies mein Interesse für Joey Goebel und dessen Werk Freaks. Nach einigem Überlegen bestellte ich dann seine beiden Werke Freaks und Vincent. Passte insofern ganz gut, als dass Frau Roches Buch noch nicht erschienen ist … An dieser Stelle möchte ich noch www.booklooker.de empfehlen, da hier manchmal sehr preiswert gebrauchte Bücher angeboten werden.

Der mittlerweile 27jährige Autor Joey Goebel präsentiert hier eine interessante Variante der Weltverbesserung. Verbessert werden soll vor allem das Unterhaltungssystem in den USA, vornehmlich das verdummende Fernsehprogramm, die Konservenmusik und das ständig bei sich selbst stehlende Hollywood. Also auch nicht anders als die ganzen Fratzen inner Glotze und das nur unter der Maximumdosis an Sedativa auszuhaltende Radioprogramm in unserem schönen Lande. Jedenfalls: Initiert durch den Medienmogul Foster Lipowitz wird die New Renaissance Academy ins Leben gerufen, um talentierte Kinder zu fördern. Maxime ist hier „Kreativität entsteht durch Leiden“.

Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, wobei jedes der jeweils vier Kapitel einen Frauennamen trägt. Der erste Teil handelt vom 7jährigen Vincent und dessen maroder Kindheit, in der er von der New Renaissance Academy angeworben wird. Harlan Eiffler wird sein Manager und ist das erzählende Ich des Romans. Eiffler selbst ist nach ungewolltem College-Abgang nach L.A. gegangen, um dort seine Karriere als Musiker zu forcieren. Gescheitert landet er als Plattenrezensent bei einer Zeitschrift, die seine zynischen Kritiken nicht lange billigt. Kurz bevor sein Erspartes sich gänzlich dem Ende neigt, wird er von der New Renaissance Academy angeworben. Harlan ist für Vincent verantwortlich und sorgt dafür, dass entsprechendes Leid für die erwünschte Kreativität eintritt. Suspekt, frustriert und ein wenig widerwillig folgt er den Anweisungen seiner Vorgesetzten – schließlich ist er auf das Geld angewiesen. Die Arbeit läuft gut und er kontrolliert Vincents kleinere Ups und seine größeren Downs. Schließlich schafft Vincent es auch der erfolgreichste Student der Academy zu werden.

Im zweiten Teil wächst der Leser in Vincents Jugend hinein und erlebt seine schnell zum Scheitern verurteilten Beziehungen mit. Und die anschließende „Große Traurigkeit“, die ihn dazu befähigt, eine erfolgreiche Supermarkt-Soap zu schreiben. Ein Selbstmordversuch und ein Umzug nach Kalifornien später erfährt Vincent, dass Mäzen und New Renaissance-Gründer Lipowitz gestorben ist.

Neue Besen kehren demnach im dritten Teil folglich … anders. So soll Vincent wieder kreativer arbeiten, noch härter und erfolgreicher als jemals zuvor. Doch es werden andere Ziele verfolgt und ein spannendes Rennen um Mord, Leid und Geld entstehen in verschwörerischer Atmosphäre.

Goebels lockere Erzählweise und toller Aufbau machen Vincent zu einem kurzweiligen Lesewerk. Die Gesellschaftskritik ist vorhanden, aber nicht tragend, denn es ist eher die wahnwitzige Vorstellung einer gezüchteten Kreativität, die Befremdlichkeit auslöst.

Ein konspiratives Ende bleibt nicht aus, auch wenn es schon in den ersten beiden Teilen latent mitschwebt. Auch das Ende ist nach meinem Geschmack, wenn die Lebensläufe jedes vorkommenden Charakters noch kurz angerissen werden.

In meinen Augen ein gutes, angenehm unterhaltendes Buch, das ich durchaus weiterempehlen kann, da die Vielseitigkeit der stilistischen Merkmale ein guten Zeitvertreib entsehen lassen.


412 Seiten, Diogenes Verlag, Gebunden 19,90 Eur, Broschiert 9,90 Eur


Review by: Herbert
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ZYCLOTRON-

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 901
ZYCLOTRON – „Elevate“
(CD, Eigenproduktion)


Boah, da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich. Und mir, der ich wohl keins von beiden bin, wirft es Blasen inne Hirnsuppe: Wie gut sind ZYCLOTRON bitteschön mittlerweile? Live mag die Band noch nicht bei jeder Vorstellung eine Bank sein und durchaus unterschiedliche Qualität zeigen, aber mit dieser Platte haben sie sich selbst übertroffen. Keinen sollte die Bezeichnung „Moderner Metal“ abschrecken, denn alles, was man hinter dieser Bezeichnung vermuten möge – seelenloses Geschrubbe ohne wirklich packende Melodien vielleicht – sind ZYCLOTRON NICHT. Vor allem die Gesangslinien haben mich völlig umgehauen – da sind Dinger bei, die ohne Scheiß von FATES WARNING („Secret Call“, „Amphybolin“) oder FAITH NO MORE („Regression“) stammen könnten. Der Sänger schmettert mal klar (richtig gut!) und schreit mal ordentlich los. Es gibt viel ruhige Zwischentöne und nachdenklich-depressiv wirkende Momente, aber auch aggressive Thrash-Bolzen („Nation“ – geiler Riff!). Weiterhin erfreulich: Null Metal-Klischees, vielmehr beweisen ZYCLOTRON in Statements wie „spend your time with truth“ oder „Our world is not for sale and all the money cannot hide that we are out of love“, dass sie Stellung beziehen und keine Blah-blah-Evil-tits-from- satans-throne-Texte fabrizieren. Ich bin beeindruckt!

Philipp ---Punkte: 10
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