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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 798
Na endlich! Ich hatte wirklich schon Angst, es würde nicht mehr passieren. Motörhead machen mal wieder ein wirklich tolles Album. Dem letzten guten, "Overnight Sensation", folgten ja das meiner Ansicht nach ziemlich mißratene "Snake Bite Love", das zur Hälfte schweinegeile, zur Hälfte aber leider öde "We are Motörhead" und das lahmarschige "Hammered". Die Befürchtung, Motörhead hätten´s hinter sich, war zum Glück unbegründet. Auf dieser Platte sind eigentlich nur Hits drauf, und die ganze stilistische Bandbreite wird abgedeckt. Von schnellen Songs wie dem Opener "Terminal Show" über typische Rocker wie "Killers", Boogies wie "Life´s a Bitch" bis hin zu eher untypischen, aber ebenso geilen und mit schönen Gesangmelodien versehenen Songs wie "In the Black". Zum Schluß gibt´s noch ne Akustikballade ("Whorehouse Blues") mit entweder total kultigem oder dämlichem Text, das liegt im Auge des Betrachters. Da wir hier über Motörhead reden, finde ich´s mal kultig. Einziger kleiner Wehrmutstropfen: Das Ding klingt leider ziemlich digital und künstlich, wobei das natürlich relativ zu verstehen ist und der Sound mit einer richtigen Metalproduktion immer noch nix zu tun hat. Dennoch, eine schlecht gemachte Digitalproduktion wirkt sich oft zuerst beim Schlagzeug aus, und das klingt dann auch nicht so besonders, die Alben von "Bastards" bis Overnight Sensation" klangen einfach schöner. Hoffentlich gehen die bei der nächsten Platte mal wieder zu dem Typen ins Studio. Aber was soll´s, vielleicht bin ich auch nur ein Scheißnazi, die Hauptsache bleibt natürlich die absolut geile Musik. Das Ganze ist natürlich mal wieder gnadenlos auf den Punkt gespielt und hat mehr Drive und Coolness als alle Möchtegerns und Schweden-Kopien zusammen. Und hier liegt auch ein weiteres Verdienst der Platte, zumindest an mir: sie zeigt, wie gut diese Typen sind und sorgt dafür, dass ich schon den Ganzen Tag die Platten von denen im Wechsel höre und mal mein altes Motörshirt wieder aus dem Schrank gekramt habe. Ich gebe zu, ich hatte zwischendurch vergessen, wer die Chefs sind, aber ich gelobe Besserung. Ach ja: der CD liegt eine DVD mit einem sehr unterhaltsamen Interview mit den Herren und drei Videos bei. Motörhead! Motörhead! Motörhead! Motörhead! Motörhead! Motörhead! Motörhead! Motörhead!
---Punkte: 10
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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 808
soso jaja, da dreht sich gerade die aktuelle scheibe der berliner hardcore propheten. nachdem sich stumpen, ator, buzzdee und crischcrasch doch eigendlich getrennt hatten konnten sie es doch nicht lassen. knorkator muss weiter bestehen!
also machten sich die 4 jungens auf ins tonstudio und nahmen ein buntes album voller lauter rock- bis schleimiger schlagermusik auf. auch wenn einige songs doch an metallica oder gildo horn erinnern haben sie jedoch nichts mit diesem album zu ton. letzterer konnte sich allerdings zu einem remix bonus track aufraffen welcher auch glatt mit auf dem album steckt.
der operner "der ultimative mann" is in meinen augen eine musikalische neuentdeckung der berliner. ein lied welches nicht wirklich in die knorkator geschichte passt, ein lied über die urbiologische verhaltensweise des typus "mann" rockig mit sanften parts. im allgemeinen klingt das album auch mehr natürlicher als seine vorgänger. die instrumente klingen satter und variiren mehr von lied zu lied.
eine wucht stellt natürlich auch wieder der gesang des stumpen darr, saubere hohe kopftöne("aerger sum", "mai khao djai"), grunzige metal passagen("schmutzfink" "ma baker"), rap, chanson,... wahnsinn
mehr back to the roots gehen songs wie "ich bin nicht da" oder "schmutzfink".
auch ist wieder ein koffer-song dabei wie ihr vieleicht schon bemerkt habt, haben die jungs ma baker von bony m neu interprettiert.
fazit:
das album ist zweifelos 100% knorkator!
wenn auch die kreativität bei den ersten beiden alben (hasenchartbreaker und the schlechtest of) doch etwas putziger hervorkommt ;), trotzdem KAUFEN!
---Punkte: 7
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Kategorie: Klassiker Re-Visited
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 1635
Der hier ist extra für Dich, Philipp, denn es sollte mich wundern, wenn Du diese geniale Platte nicht hättest. Dies war das erste komplette Album von Desultory, das hier ausdrücklich stellvertretend auch für die anderen beiden Platten der Band und die zwei Alben + EP der (beinahe) genauso coolen Nachfolgeband Zebulon wieder aufgewärmt wird. Warum? Weil dieses Teil als Anfang einer kontinuierlichen Entwicklung gesehen werden kann, vom Death/Thrash hin zu immer rockigeren Sounds. Hier allerdings gibt´s (fast) noch keine Zitate aus dem Rock, hier jibbet immer schön auf´s Maul, aber gepflegt. Sowohl die Gitarristen als auch der Schlagzeuger haben da ein paar wirklich geile Ideen gehabt, die eigentlich jeden Song zum Hit machen, was das Herausheben einzelner Stücke überflüssig macht. Die Mucke zwischen Death und Thrash wie gesagt, nicht zu kompliziert, der Gesang ist rauh und kehlig und der Sound ist für ein Debutalbum aus der damaligen Zeit unglaublich fett. Mehr noch; er bolzt auch heute noch die meisten Neuerscheinungen weg, weil 1993 nämlich noch nicht alles getriggert und jede Kratzfrequenz totgemacht wurde. So kommt diese Platte ziemlich authentisch rüber, ohne gleich nach Sunlight Studio zu klingen, obwohl sie da aufgenommen wurde. Ein rundum geiles Album, das komischer weise nicht den gleichen Stellenwert hat wie die Erstlinge von Dismember und Entombed, obwohl es meiner Meinung nach in allen Belangen klar besser ist. Noch einige Worte zu den anderen Platten: die zweite, Bitterness, ist schon etwas melodischer und hat immer wieder total geile, düstere Gitarrenmelodien zu bieten. Die dritte, Swallow the Snake, geht als Desultory´s Version von "Wolverine Blues" durch. Danach gab´s eine Umbesetzung und nen neuen Namen: Zebulon. Der Rotzrock/Stoner/Punkeinschlag steigert sich weiter von Platte zu Platte, obwohl die Entwicklungsschritte kleiner werden. Was man nun am tollsten findet, ist na klar Geschmackssache, die originellsten (und für meine Ohren tollsten) Platten waren die ersten beiden. Viel Spaß beim Entmotten dieser und anderer Klassiker, ich hoffe, ich hab Euch nicht zu sehr gelangweilt. ---Punkte: 9
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Kategorie: Klassiker Re-Visited
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 1702
Diese Platte hier dagegen rockt, rotzt, rollt und ballert ohne Ende, ist dabei aber immer eingängig. Immer geradeaus, relativ simpel, auf die Schnauze, aber tempomäßig trotzdem variabel. Hört Euch nur mal "Hell Written" oder "Not of this World" an, wie geil, wie dreckig, was für schweinecoole Riffs. Beim Hören entsteht unwillkürlich das Bild von SEHR breitbeinig stehenden Muckern mit Kippe im Maul, die ihre verschwitzten Kürbisse schütteln. Dazu ist dies auch noch die einzige Platte der Combo, dessen Sound nicht Swanö gemacht hat. Und sie klingt besser als alle anderen. Sehr natürlich, sehr aggressiv, sehr direkt, fetter Schlagzeugsound. Ach ja: der Sänger growlt und grölt na klar, was die Stimme hergibt, und auch diese Platte, wie fast alle anderen, die ich Euch hier ans Herz lege, hat sich nicht besonders gut verkauft, was ja fast schon als Qualitätsmerkmal durchgeht. Pflichtteil!!! ---Punkte: 9
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