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ARMSTRONG-"E.P. 2007"

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 1071
ARMSTRONG – „E.P. 2007“

(MCD, Eigenproduktion)




„The only constant thing is CHANGE“, verkünden ARMSTRONG in einem ihrer letzten Newsletter. Und der olle Spruch passt hier ausgesprochen gut, denn ARMSTRONG haben Line-Up und Stil mal eben KOMPLETT umgekrempelt. Erstmal Respekt für den Mut, solch radikalen Schnitt durchzuführen, denn oft ist es einfacher, einfach auf den gewohnten Pfaden weiterzuwandeln. Stattdessen hat der bisherige Schlagzeuger Ingo den Gesang übernommen, Oliver Klein konzentriert sich ab jetzt ausschließlich auf seine Klampfe. Zur Verstärkung hat man ihm doch tatsächlich Olaf Billand zur Seite gestellt, den die älteren Dremu-Nasen noch von GO AHEAD kennen dürften (wie lange ist das her? 15 Jahre?)! Und wer sitzt dann an den Drums? Ollen Christian Bahr, den man u.a. bei WALLCRAWLER, TANNHAUSER GATE, BONEHOUSE und SMOKE BLOW bewundern konnte! Einzig unverändert im Vergleich zum „The Other Half“-Vorgänger bleibt also die Rolle von Marco am Bass.



Ingo klingt natürlich völlig anders als Oli, was es zunächst erstmal zu verdauen gilt. Ich stand auf Olis Gesang, komme nach mehreren Durchläufen aber sehr gut mit der neuen Variante klar. Denn letztendlich haben sich ARMSTRONG auch instrumental umorientiert, alles kommt… luftiger, ja geradezu poppiger. Wo ARMSTRONG früher vor allem dem treibenden und bratzigen Rock’n’Roll gefrönt haben, präsentieren sich die Gitarren jetzt mit weniger Zerre, überrascht der Gesang mit ausgefeilten Hooklines. Ich fühle mich angenehm an Ur-Punk à la THE CLASH erinnert.
Gesanglich wurde Ingo im Studio von Letten gecoacht, was man auch eindeutig hört, aber nicht im Sinne eines Abklatsches, sondern eher in der Art der Melodieführung. Da gilt es sich dennoch noch etwas freizuschwimmen, aber das hier markiert einen neuen Anfang, der mehr als gelungen ist. Bin jetzt schon auf Live-Action gespannt!

Hört selbst rein auf http://www.myspace.com/armstrongrocks!



Philipp ---Punkte: 9
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TRAINWRECK / COMADRE-split

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 965

TRAINWRECK / COMADRE - split

Oftmals kaufe ich mir ein Splitrelease, weil ich eine der beiden Bands kenne oder kennelernen will.
So wie in diese Fall wegen der großartigen TRAINWRECK.
Die nicht minder guten COMADRE hatte ich bis dahin tatsächlich nicht wirklich beachtet. Und die liefern hier ein dermaßen geiles Brett. Ist schon irgendwie Hardcore, was die Herren veranstalten. Schön zackig, treibend und auch gerne mal ein wenig frickelig und ausgefallen. Und "60 Grit" ist ja wohl DER Hit.
TRAINWRECK schocken eh....
Dazu diese Aufmachung, die mindestens ein Argument dafür liefert, warum Platten einfach toller als CD's sind.
Feine Sache.

10 punkte

www.myspace.com/comadre
www.myspace.com/trainwreck5
www.reactwithprotest.org

 

Review by: Micha Tunk 

---Punkte: 10
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DRAUTRAN -Throne of the Dephts

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Torsten
Zugriffe: 870

DRAUTRAN    -    Throne of the Dephts
Lupus Lounge/ Prophecy Productions

Überbordender Wahnsinn! Majestätische Raserei! Frostkalte Atmosphäre!
DRAUTRAN haben mit ihrem aktuellen Album  Throne Of The Dephts  ein paganistisches Meisterwerk erschaffen, das seinesgleichen sucht. Mit unglaublicher Wucht donnern die Songs, wie schwere Brecher, über den Hörer herein. Alles verschlingend und mit sich reißend offenbart sich trotz allen Grimms ein erhabenes Werk in heidnischer Pracht, denen die folkloristischen Gitarrenmelodien die Krone aufsetzen.
DRAUTRAN schlagen an die  Pforten des Sturmes  und starren in die  Lohen der Opferung . Das lyrische Konzept bildet mit den Songs eine untrennbare Einheit, alles greift ineinander. Atmosphärische Keybords, akustische Gitarren, messerscharfe Riffs, Texte im klassischem Versmass, nordische Dichtung, weiblich-sinnliche Stimme, markerschütternde Schreie &
Präzise und intensiv und größtenteils rasend schnell vermitteln DRAUTRAN ihre Botschaft. Gut, dass die Band, nach  Unter dem Banner der Nordwinde , nicht vom besungenen Sturm verblasen  wurde, und uns nun in der Tiefe auf ihren Thron setzt. Ein verdammt komfortables Sitzmöbel   musikalisch gesehen. Das Album erinnert an  frühe EMPEROR (der musikalische Wahn) und an frühe SATYRICON (der Spirit) und befindet sich damit in bester Gesellschaft. Meisterhaft!
9/10


Torsten

---Punkte: 9

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BORDERPAKI-Kein Platz für Poesie

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 763

BORDERPAKI – „Kein Platz für Poesie“

(CD, Eigenproduktion, mittlerweile VÖ bei Nixgut)




Als oller Studienrat of Death möchte man doch bei dem Plattentitel „Kein Platz für Poesie“ gleich zurückfragen, ob es denn nich wenigstens ’nen Platz für dreckige, unbequeme oder unanständige Gossenpoesie gibt. Aber klar, die Neumünsteraner meinen es gut – kein Gelabere, die Welt ist halt zu beschissen um seine Inhalte blümerant zu verklausulieren. Da hamse auf der einen Seite nicht Unrecht, auf der anderen Seite bleiben einige Texte dann doch auch etwas flach und verallgemeinernd: „All der Siff in den Meeren und Japaner essen Wal / Sagst du ihm, davon steht sein kleines Pimmellein / Zieht der Perversling sich auch noch Hundescheiße rein“ („La Ballade“). Andere Dinger find ich dann wieder recht gelungen und auf den Punkt: „Moral wird bestochen, Ethik gibt es nicht / Es zählt nur das Plus unterm Monatsstrich / Gestern begruben sie eilig und geschwind / Ausgelaugt, ausproduziert, das namenlose Kind“ („Am Kurpark“). Aber in einem dreiminütigen Punkrockstück die Unbill der Welt aufzurechnen, das wäre auch eine Prometheus’sche Tat, an der schon ganz andere gescheitert sind…

BORDERPAKI zocken melodiösen Punkrock/Deutschpunk. Auf der Platte sind durchaus einige Ohrwürmer drauf, z.B. „Morituri Te Salutant“ (schicker Refrain) oder „Fuck Off!!!“ (Klavierintro, dann flott in die Nazifresse), andere Songs wie „Ein liebes Lied“ (Ska-Einflüsse – uargh) oder „ocb“ find ich zu durchschnittlich.

Produktion ist übrigens recht gut, im Zusammenspiel rumpelt es dafür ab und an.


Philipp

 

HIER KAUFEN  

---Punkte: 6
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PRONG-Power Of the Damager

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von hendrik
Zugriffe: 1005

Wir sollen ja keine Helden haben, sagt der Ideologe. Aber Ideologie ist ein Synonym für Begrenztheit, sagt Paul Schibler. Zeit also für ein paar alte Helden. PRONG sind immer noch da, und das ist ein Glück für uns. Denn das neue Album ist eine verdammte Ansage, die uns immer wieder zur Erinnerung gemahnt: Wer hat´s erfunden? Richtig, PRONG waren schon an der Ausgestaltung des Metal-Hardcore-Crossover beteiligt, prägten später die maßgeblichen Stilmittel für Nu Metal und kombinierten vor allen anderen harte Musik und Elektronik. Reich und berühmt sind damit später immer andere geworden, wohl auch, weil die Alben ihrer Zeit jeweils um Jahre voraus waren. Auf der neuen Scheibe werden nun schön räudig alle Elemente kombiniert, die PRONG je ausmachten. Und natürlich demonstriert Tommy Victor wieder mal, dass er zu den besten Rhythmusgitarristen der Welt gehört und hämmert mit einer unglaublichen Tightness die fettesten, schnellsten Riffs und geilsten Quietschtöne des Universums raus. Technisch waren PRONG immer perfekt, und das ist immer noch so. Auch der neue Schlagzeuger nutzt jede Gelegenheit, mal so richtig um sich zu schlagen. POTD bietet für Neulinge den perfekten Einstieg in den PRONG-Kosmos und wird jeden alten Fan begeistern! Hört nur „3rd Option“ oder den Titelsong und der fucking Putz kommt von der fucking Decke!

www.prongmusic.com

Review by: Hendrik 

---Punkte: 10

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