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THE CURSED-Room Full Of Sinners

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von hendrik
Zugriffe: 750

THE CURSED - Room full of Sinners

Mit Projekten bekannter Musiker ist das ja oft so ne Sache. Im Allgemeinen sind die entbehrlich. Sehr selten lässt ein solches Projekt aber auch die jeweiligen Stammbands ziemlich alt aussehen. THE CURSED bestehen aus Mitgliedern von Overkill (Gesang), Hades/Non-Fiction (Gitarre/Schlagzeug) und Murder 1 (Bass). Die Musik lässt sich ganz gut mit der geilsten und unbedingt originellsten der genannten Bands vergleichen: Non-Fiction. Gerade daran merkt man, dass Dan Lorenzo als Gitarrist oft unterschätzt wird, denn er hat wirklich eine sehr eigene, endcoole Handschrift. Und so klingt die Platte wie eine stilistisch etwas erweiterte Variante von eben jenen Non-Fiction, mit anderem Gesang.

Das bedeutet, die ganze Scheibe ist von vorne hinten vollgestopft mit runtergestimmten, dröhnenden, bluesgetränkten Überriffs, die in einem dicken grünen Nebel alles plattwalzen und so begnadet ROCKEN, dass alle anderen höchstens zweiter werden. Allerdings lassen sich THE CURSED nicht auf Stonerrock oder sonstwas festlegen, ihre Bandbreite ist größer. Blues wie gesagt, Swing, Barmusik (inklusive Saxophon in zwei Songs), alles aus New Orleans und ein bisschen Metal sind wichtige Elemente im Sound und machen diese Platte im Grunde unvergleichlich. Mir ist jedenfalls keine Band bekannt, die wirklich ähnlich klingt. Das mag unübersichtlich klingen, aber die Songs sind absolut stimmig, kommen auf den Punkt und zünden sofort.

Einen Riesensatz nach vorne macht Blitz, der endlich mal nicht nervtötend rumkreischt, was Overkill-Platten für mich immer unhörbar gemacht hat, sondern meistens mit einer natürlichen, rauhen und versoffenen Stimme singt und eine Killermelodie nach der anderen raushaut.

Schließlich besitzt die Platte noch den perfekten Sound für solche Musik: fett, tief, warm, knarzig, unpoliert. Analog? Klingt schwer danach.

THE CURSED sollen eine einmalige Sache gewesen sein, das wäre sehr schade. Wer auf ROCK FUCKIN´ROLL steht und (wie ich) schon lange auf eine Platte wartet, die mit den Meilensteinen von C.O.C., Floodgate, Kyuss oder auch Clutch in einer Liga spielt, der sollte die Platte definitiv besitzen.

the-cursed.net

 

Review by: Hendrik 

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HALLO KWITTEN-Gurus of Peace

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Micha Tunk
Zugriffe: 1064

HALLO KWITTEN ? Gurus of Peace LP (Rookie Records)

Hell Yeah!! Diese Platte sollte sich jeder zulegen, der auch nur im Geringsten etwas mit Punkrock, Hardcore oder Ähnlichem anfangen kann! 14 Granaten werden hier von den 3 Flensburgern schnörkellos runtergerotzt! Hat nach wie vor ne schöne 80er-HC-Kante, dazu kommt ne Spur Punk?n?Roll, ein ordentlicher Spritzer Garage und ab dafür! Und wat für ein Sound!! Da hat der gute Hauke (Plan 12) ganze Arbeit geleistet. Das Artwork ist wieder mal schön trashig und zum totlachen ? diese Fotomontagen sind ein Knüller!
Zum Schluss noch ein Anspieltipp: Hört euch EGAL an ? den Song kann man beim ersten Mal mitsingen!

9 Punkte


www.hallokwitten.de

Review by: Micha Tunk

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MEGADETH-United Abominations

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von hendrik
Zugriffe: 869

Wat is bloß mit den ganzen ollen Metalbands los? Jahrelang nur ödes Zeux, und plötzlich das.

Annihilator, Morgana Lefay, Vomitory und jetzt Megadeth machen 2007 ernsthaft geile Alben! 

Dabei hatten Megadeth ja zwischendurch sogar schon aufgehalten und dann ein nicht unbedingt berauschendes Comeback-Album abgeliefert. Nun gibt´s mit neuer, fester Besetzung den Nachschlag. Und (fast) alles, wofür ich bei Megadeth schon immer feuchte Augen gekriegt habe, ist wieder da.  Unglaublich gespielte, komplexe und dennoch ohrwurmige Metalsongs, coole Gesangsmelodien, rasende Solo-Duelle zweier Ausnahmegitarristen, fiese Riffs und dieser zynisch-rotzige Gesang. Außerdem sind die Texte wieder wie früher so richtig schön politisch-un-pc. Alle kriegen ihr Fett weg in Songs wie "Washington is Next", "United Abominations", "Gears of War" oder "Amerikhastan". Genau auf diese Weise haben Megadeth sich ihre ganz persönliche, unnachahmliche Nische in der Nähe des Thrash geschaffen, und glücklicherweise fühlen sie sich dort wieder wohl. Einziger Wehrmutstropfen ist der Sound, denn auch sie sind schließlich bei Plastikarsch Andy Sneap gelandet. Fairerweise muss man sagen, dass der Typ schon wesentlich Schlimmeres abgeliefert hat, das hier geht. Aber ok ist nicht gut, gell? Wie dem auch sei: weiter so, dann hol ich auch meine shirts wieder raus!

megadeth.com 

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MEDULLA NOCTE-Dying from the inside

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von hendrik
Zugriffe: 730

Diese Platte ist ganz oben dabei, wenn´s um den Widerspruch zwischen Genialität und Bekanntheit geht. Das mag auch daran liegen, dass sie - wie so viele geile Alben - beim besten Willen nicht in irgendeine Schublade passen will. Konkret: es ist einzigartig, es ist großartig und keine Sau kennt´s.  

Was darf man nun erwarten? Jeder Vergleich muss hinken, aber ich will´s versuchen. Ein bisschen klingen Medulla Nocte, als wären Neurosis nach ihrem ersten Album Richtung Thrashmetal abgedreht, aber nicht wirklich angekommen. Großen Anteil an diesem Eindruck hat der Gitarrist. Der Typ muss einen Dukatenscheißer für geile Riffs im Hirn haben. Seine Ideen sind schräg und sehr anspruchsvoll, ohne verfrickelt zu sein, metallisch, aber nicht wirklich Metal und so eigen, dass man ihn tatsächlich unter Tausenden raushören würde (hat da jemand "Voivod" gesagt?). Das muss einer erst mal schaffen. Einen fiesen, rohen Sound hat er (und die ganze Platte) auch noch.

Am Sänger dürften sich die Geister scheiden. Durchgehendes, psychotisches Hardcore-Gekreische und Texte ohne den geringsten Hoffnungsschimmer machen das Ganze zu einer ganz schön negativen Angelegenheit. Das aber perfekt - und auch noch mit richtigen Hooklines zum Mitkotzen! Wer auf den Gesang klarkommt,  hat eine Top-Platte mehr.

Der Schagzeuger macht mächtig Druck, das Spektrum reicht von slo-mo bis Gebretter, es passiert viel und immer genau das Richtige, damit es maximal ballert. Spieltechnisch ist auch alles schwer in Ordnung, wenngleich nicht perfekt, und das begnadete Cover tut das Übrige. So muss man allen, die auf rohe, extreme Musik mit dem gewissen Etwas (und ohne jede kommerzielle Ambition) stehen, nur dringend raten, ein paar Oi bei ebay zu lassen. Diese Platte ist sooo geil! Und sie lässt die "Kreativität" heutiger, angesagter Bands sooo alt aussehen.

myspace.com/medullanocte 

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NEIN NEIN NEIN-Friends Like These

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Micha Tunk
Zugriffe: 835

NEIN NEIN NEIN   friends like these LP

Ganz was Feines: die 10 NNN-Songs der Split-LP mit den Kaput Krauts auf einer auf 25 (!!) Stück limitierten LP. Weißes Vinyl, die eine Seite bespielt, die andere mit Tapete beklebt, verpackt in eine schwarze Plattenhülle, auf die das Cover in Handarbeit aufklebt  wurde.
Der Erlös für diese 25 Platten geht komplett an die Rote Hilfe, um Aktionen gegen den bevorstehenden G8-Gipfel finanziell zu unterstützen.
Erschienen ist das gute Stück übrigens mit Unterstützung von Twisted-Chords.
10 Punkte für das Engagement, und natürlich auch für die Mucke.

www.neinneinnein.com
www.twisted-chords.de
www.g8-2007.de

Review by: Micha Tunk

---Punkte: 10

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